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Page und Sedona

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Auf meinem Weg nach Page machte ich erst einen Abstecher in das Valley of Fire. Über den Highway 15 fährt man von Las Vegas aus gut eine Stunde, bis man den ältesten und größten State Park Nevadas erreicht. Seinen Namen verdankt der Park den roten Sandsteinen, die sich überall am Wegesrand befinden. Einige der bekannten Formationen, wie zum Beispiel „The Wave“, erreicht man allerdings nur nach einer kurzen Wanderung. Daran war heute nicht zu denken, denn die Temperaturen lagen bei über 40 Grad Celsius, und an den Parkplätzen der Wanderwege warnten Schilder davor, bei der Hitze zu wandern. Aber selbst wenn ich gewollt hätte, meine Zeit reichte sowieso nur für eine Erkundungsfahrt. Diese war aber wirklich beeindruckend, und ich kann jedem, der in Las Vegas ist oder dessen Reise hier entlangführt, nur empfehlen, das Valley of Fire zu besuchen!

weiterlesen... 30.Juni 2015   Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA   Autor:

Entdeckertour durch den Südwesten

Ann-Christin Rabe, System-Administratorin bei CANUSA in Hamburg, reiste im Juni 2015  durch den Südwesten der USA. Vier Bundesstaaten in acht Tagen: Nevada, Arizona, Kalifornien und New Jersey – und dennoch blieb genügend Zeit für tolle Aktivitäten …

Auch dieses Jahr überkam mich die Lust auf Sonne (der deutsche Sommer hat uns damit ja bislang wenig verwöhnt) und ich wollte dabei auch ein paar Dinge erleben, und so fiel meine Entscheidung letztlich auf Arizona. Zumindest lag dort der Schwerpunkt, denn in den acht Tagen meiner Reise besuchte ich mehrere beeindruckende Bundesstaaten. Meine Reise startete in Las Vegas, von dort aus führte mich mein Weg weiter über Page und Sedona nach Phoenix und Palm Springs, bevor es von Las Vegas aus über New York zurück nach Hause gehen sollte. Auf dem Programm standen eine Boots- und verschiedene Jeeptouren, eine Fahrt mit dem Heißluftballon über die Sonora-Wüste und noch ein paar Dinge mehr.

weiterlesen... 29.Juni 2015   Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA   Autor:

Zurück in Atlanta

Am Strand

Nun war der Augenblick gekommen: Ich musste mich vom Meer verabschieden. Gut sechs Stunden dauerte es, um von Hilton Head Island aus zum Stone Mountain Park zu fahren, einem Park östlich von Atlanta, der sich rund um den zweitgrößten frei stehenden Monolithen der Welt erstreckt. Einerseits war man dort schon fleißig damit beschäftigt, eine weihnachtliche Atmosphäre zu schaffen, andererseits waren einige Bereiche des Freizeitparks leider geschlossen. Aber mit der Seilbahn konnte ich auf den Berg hinauffahren und in 250 Metern Höhe die Aussicht genießen. Von dort aus sieht man die Skyline Atlantas und hat bei gutem Wetter auch eine freie Sicht bis zu den Appalachen. Im Sommer sollte man sich übrigens die allabendliche Laser-Show nicht entgehen lassen.

Nicht weit entfernt befindet sich das Best Western Stone Mountain, wo ich die letzte Nacht meines Urlaubs verbrachte. Von hier aus benötigte ich am nächsten Tag nur etwa eine halbe Stunde, um zum Flughafen zu kommen. Ich fuhr extra etwas früher los, damit ich auf dem Weg zum Flughafen und auch im Flughafen selbst nicht in Zeitnot geraten würde – aber meine Befürchtung war vollkommen unbegründet. Meinen Mietwagen abzugeben, war schnell und reibungslos, den Check-in für meinen Flug erledigte ich am Automaten, und auch bei der Sicherheitskontrolle ging alles flott über die Bühne. Ich hatte also noch genügend Zeit, um ein bisschen durch das Terminal zu schlendern, mir Shops anzuschauen und das kostenlose W-LAN zu nutzen. Und auch der Flug nach Newark verlief problemlos und pünktlich, nur der Weiterflug verzögerte sich leider etwas. Mit einer Stunde Verspätung verließen wir den Flughafen und landeten nach nur sieben Stunden in Hamburg.

Mein Fazit zu dieser nach Atlanta Reise: Ich hatte einen wunderschönen Urlaub, aber ich kann nur jedem empfehlen, sich mehr Zeit zu nehmen. Vor allem in Charleston und Hilton Head Island fehlten mir jeweils zwei, drei Tage, um mir alles in Ruhe anzuschauen. Und was die Navigation betrifft, so kann ich die kostenfreie App NavFree für diesen Teil der USA nicht empfehlen. Das GPS-Signal konnte immer wieder keinen Straßen zugeordnet werden, und es kamen keine oder sehr widersprüchliche Ansagen – man konnte sich absolut nicht auf die Angaben verlassen. Leider ließen sich auch die Streckenangaben nicht von Kilometern in Meilen ändern, was mitunter ebenfalls zu Schwierigkeiten führte. Was allerdings hilfreich war: Man hatte auch ohne eine Verbindung mit dem Internet immer Kartenmaterial zur Hand. Wenn man zu zweit unterwegs ist, dann kann der Beifahrer zumindest die Karte lesen, ich als Alleinreisende musste dafür jedes Mal irgendwo anhalten. Beim nächsten Mal würde ich nach all diesen Erfahrungen bestimmt ein paar Sachen anders machen, aber eines ist ganz sicher: Ich komme wieder!

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weiterlesen... 12.November 2014   Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA   Autor:

Hilton Head Island und Savannah

Schweren Herzens musste ich mich von Charleston trennen. Hier hat irgendwie alles gepasst: eine wunderschöne Stadt, ein tolles Hotel, die Plantagen … aber die Reise musste weitergehen. Einer Empfehlung folgend habe ich auf dem Weg nach Hilton Head Island einen Abstecher nach Kiawah Island gemacht. Der Großteil der Insel ist ein Golf-Resort, aber der Strand ist frei zugänglich. Von November bis Februar zahlt man dort auch keine Park- oder Strandgebühren. Der Strand wurde übrigens zu einem der schönsten zehn Stränden der USA gewählt – schade, dass ich nur so wenig Zeit hatte.

Weiter ging es Richtung Süden. Ich hatte der Navigations-App noch mal eine Chance gegeben, und von Charleston aus kannte sie sich tatsächlich gut aus. Aber leider war der Akku meines iPads irgendwann leer und ließ sich nicht über den Zigarettenanzünder in meinem Auto aufladen. Ich war also wieder mal auf mich allein gestellt, fand jedoch auch so den Anleger von Island Explorer, von wo aus ich eine Sunset Tour machen wollte. Mit einem kleinen Boot für bis zu zwölf Personen fuhren wir zunächst den Broad Creek entlang, vorbei an den Prachtbauten von Spanish Wells und immer wieder begleitet von Delfinen. Dann fuhren wir hinaus in den Calibogue Sound und waren pünktlich zum Sonnenuntergang am Leuchtturm von Hilton Head Island, von wo aus man einen Blick auf Daufuskie Island hat. Auf dem Rückweg sahen wir etwas, das selbst unser Guide noch nicht erlebt hatte: Uns gegenüber war ein Boot mit einem Labrador an Bord unterwegs, der immer wieder seine Schnauze ins Wasser steckte, wo sich ein Delfin befand. Die beiden begrüßten sich mehrfach „Schnauze an Schnauze“, aber leider konnte meine Kamera das nicht einfangen. Schade, denn das war wirklich ein ganz besonderer Moment! Und dann erlebte ich auf dem weiteren Weg zurück einen der schönsten Sonnenuntergänge, die ich je gesehen habe. Offenbar hatte ich wirklich Glück, denn selbst die Einheimischen zückten ihre Kameras, um diesen Augenblick festzuhalten – es war großartig! Bilder können leider nicht so gut zeigen, wie es in Wirklichkeit war, aber ich lasse sie trotzdem für sich sprechen:

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Voller Eindrücke machte ich mich auf den Weg zum Sonesta Resort Hilton Head Island. Das Hotel ist erst Anfang dieses Jahres vollständig renoviert worden, und die Zimmer sind wirklich sehr großzügig bemessen und haben einen eigenen Balkon oder eine eigene Terrasse. Es gibt mehrere Pools, ein Spa und einen direkten Zugang zum Strand. Während ich diese Zeilen schrieb, saß ich übrigens in der Lobby und lauschte der Livemusik …

Von Hilton Head Island aus fuhr ich innerhalb einer knappen Stunde nach Savannah. Ich war sehr gespannt auf diese Stadt, denn viele Leute, mit denen ich während der Reise gesprochen hatte, waren absolut begeistert von Savannah. Mein erster Stopp war das Visitor Center, um mir einen Stadtplan zu besorgen. Dort gibt es auch Parkplätze, aber noch günstiger parkt man in der Liberty Street, nämlich für 30 Cent die Stunde. Wenn man sich bereits vorher überlegt hat, an einer der Trolley Tours teilzunehmen, kann man auch einen der kostenlosen Parkplätze einiger Anbieter nutzen, also am besten vorher mal schauen. Apropos Trolley: Das ist das am häufigsten genutzte Fortbewegungsmittel der Besucher Savannahs, und sie begegnen einem an jeder Ecke. Mir war heute eher nach Bewegung zumute, und so machte ich mich zu Fuß auf den Weg. Ich lief mehr oder weniger quer durch die Stadt, bis ich am Savannah River angekommen war. Dort gibt es eine nette Meile, die eine bunte Mischung aus Restaurants, Galerien und Shops zu bieten hat. Die Shops decken von Souvenirs über verschiedenste Süßwaren bis hin zu Kunsthandwerk so ziemlich alles ab und laden zum Stöbern ein. Eine ähnliche Mischung findet man in der Market Street unweit des Ellis Square. Ja, Savannah hat mir zwar gut gefallen, aber für mich kommt es nicht an Charleston heran.

Zu meinem ersten Eindruck von Hilton Head Island zählten auch die Sicherheitsbeamte, die dort an jeder Ecke standen. Auf der Insel befinden sich viele private Bezirke, teils Golfklubs, in die man nur als Mitglied Eintritt erhält, teils Bezirke, die nur Personen, die dort wohnen (auch in Hotels) betreten dürfen. Sicherlich, das vermittelt ein gewisses Gefühl von Sicherheit – aber zugleich sieht man auch Schilder mit der Aufschrift: „Bitte füttern Sie keine Alligatoren!“ … Für mich war das ein seltsames Gefühl. Schließlich erreichte ich aber einen frei zugänglichen Strand, den Coligny Beach. Umkleidekabinen und Duschen stehen zur Verfügung, und der Strand ist wirklich schön. Insgesamt ist Hilton Head Island sehr gepflegt, es gibt viele Fahrradwege, zum Teil steht in den Parks kostenfreies WLAN zur Verfügung, und ich fand es sehr schade, dass ich so wenig Zeit hatte. Ich hätte gern noch ein, zwei Tage angehängt, um die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden und ein paar Stunden am Strand zu verbringen.

Zum Abschluss meines Aufenthalts fuhr ich ins Chart House, welches sich direkt am Skull Creek befindet und einen tollen Blick auf das Meer, einen Bootssteg und das gegenüberliegende Pinckney Island National Wildlife Resort bietet. Mein Tipp: Zwischen 16 und 20 Uhr gibt es in der Bar eine Happy Hour mit Getränken (Bier, Wein, Cocktails) und Snacks zwischen 3,50 und 7 Dollar. Man sollte auf jeden Fall im Hellen herkommen, um die tolle Aussicht genießen zu können.

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weiterlesen... 7.November 2014   Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA   Autor:

Das historische Charleston

Magnolia Plantation in Charleston in den Südstaaten

Als ich heute den Balkon betrat, wehte mir bereits ein sehr frischer Wind um die Ohren, und nach dem Auschecken aus dem Hotel fing es an zu regnen. Kann ja nur besser werden, dachte ich mir. Wurde es aber nicht … Eigentlich wollte ich mir den Huntington Beach State Park anschauen, aber im strömenden Regen nach Wildtieren Ausschau halten? Eher nicht. Also fuhr ich weiter, und der Himmel klarte auf. Bei Santee entdeckte ich ein Schild, das eine Wildlife Viewing Area ankündigte, doch als ich dort ankam, fing es wieder an zu regnen.

Also ging die Fahrt weiter zur Boone Hall Plantation, der angeblich am häufigsten fotografierten Plantage Amerikas. Zum Glück war es (anfangs) trocken, doch die Fahrt über die Plantage im offenen Bus wurde schon bald wieder abgebrochen, denn der Wind hatte erneut aufgefrischt und es regnete wieder. Also nahm ich an einer Führung durchs Herrenhaus teil, um mich aufzuwärmen und etwas über die Plantage zu erfahren. Viele kennen vor allem die Auffahrt der Boone Hall Plantation: eine Allee voller Eichen, von denen das Spanische Moos hängt. Die Allee ist älter als das jetzige Plantagenhaus, das erst zwischen 1935 und 1936 erbaut wurde. Direkt vor dem Haus befindet sich die Slave Street, in der noch neun alte Sklavenhäuser stehen und in denen die Geschichte der Sklaven anhand von Bildern und Videos erzählt wird. Eigentlich wollte ich auch dort noch an einer geführten Tour teilnehmen, aber ich war mittlerweile so durchgefroren, dass ich stattdessen ins Hotel fuhr.

Wie schön, dass es am Tag darauf wieder anders aussah: blauer Himmel und Sonne, so soll es sein! Heute stand Charleston auf dem Programm. Eigentlich erkunde ich eine Stadt lieber zu Fuß, aber da ich nur diesen einen Tag zur Verfügung hatte, entschied ich mich in Charleston für geführte Touren, um möglichst viel zu sehen und zu erfahren. Charleston wurde durch den Handel mit Reis, Indigo und natürlich Baumwolle reich und war früher die reichste Stadt der USA. Sie befindet sich auf einer Halbinsel, und es wundert mich nicht, dass sie Schauplatz einiger Filme war. Die Häuser, die Straßen, gesäumt von Bäumen und zum Teil noch mit Kopfsteinpflaster, rundherum das Wasser – eine wirklich sehenswerte Stadt! Ich machte zunächst eine Stadtrundfahrt per Bus. Unterwegs sieht man natürlich eine Menge, aber der Route und die dazu gelieferten Informationen waren fast schon zu viel, sodass mir danach der Kopf schwirrte. Der Bus hatte außerdem leicht verdunkelte Fenster, weshalb ich unterwegs keine Fotos machen konnte. Beim nächsten Mal würde ich mich eher für einen geführten Spaziergang oder eine Fahrt mit der Kutsche durch Charleston entscheiden.

Danach ging ich an Bord der Carolina Belle und machte eine Hafenrundfahrt. Die Bootstour beschränkte sich allerdings nicht nur auf den Hafen von Charleston, sondern wir fuhren am Fort Sumter entlang, vorbei an Mount Pleasant und dem Patriots Point, fuhren unter der Arthur Ravenel Jr. Bridge hindurch und wurden dabei immer mal wieder von Delfinen begleitet. Untermalt wurde das Ganze von den Erzählungen des Kapitäns über die Stadt, ihre Geschichte und die Piraten. Vieles davon hatte ich während der Bustour bereits gehört, aber der Kapitän hatte seinen ganz eigenen Erzählstil, sodass es trotzdem interessant war.

Um Fotos von dieser wunderschönen Stadt zu machen, spazierte ich danach noch etwas durch die Gassen und Straßen von Charleston, am Ashley River entlang, durch den Battery Park und landete irgendwann in der Market Street, in der es eine Markthalle mit vielen Läden gibt. Man findet hier alles, von Gewürzen über Körben aus Sweetgrass, Spielzeug, Deko-Artikel und Accessoires bis hin zu tollem Schmuck.

Abends entschied ich mich, bei Bessinger’s BBQ zu essen. Das Restaurant befindet sich in der Nähe meines Hotels und wurde mehrfach als „das beste BBQ South Carolinas“ ausgezeichnet. Das musste ich natürlich probieren! Es ist räumlich getrennt in einen À-la-carte-Bereich (der „Sandwich-Shop“ mit Selbstbedienung) und einen Buffet-Bereich. Ohne es zu wissen, landete ich im Buffet-Bereich und blieb dort, was ich nicht bereute!

Dann stand am nächsten Tag die Magnolia Plantation auf dem Programm. Die Plantage ist die am häufigsten besuchte der USA und öffnete bereits 1870 ihre Pforten für Besucher. Schon die Fahrt dorthin, auf von Bäumen gesäumten Straßen, war sehr schön, aber die Plantage setzte noch einen drauf. Auf dem riesigen Grundstück befindet sich ein Garten, in dem das ganze Jahr über Blumen blühen. Im Frühjahr, wenn auch die Magnolien blühen, muss es hier wohl noch schöner sein. Die Gärten sind nicht streng von Gärtnern gestutzt, und so wandert man auf verschlungenen Pfaden durch die Anlage. Am Bootsanleger sah ich dann den ersten Alligator meiner Reise, aber es folgten noch einige mehr. Ich nahm an der Nature-Tram-Tour teil, auf der man über das riesige Gelände gefahren wird, unzählige Pflanzenarten erklärt bekommt und nebenbei noch weitere Alligatoren, Schildkröten und viele Vogelarten sieht. Von gepflegten Rasenflächen, tollen Gärten, Marschland bis hin zur Sumpflandschaft ist auf der Magnolia Plantation alles zu finden. Dann stand die Slavery to Freedom Tour auf meinem Plan. Der Guide erzählte viel über die Geschichte der Sklaverei im Allgemeinen und auf der Plantage, und wir konnten uns auch die noch bestehenden ehemaligen Unterkünfte der Sklaven anschauen. Zwei vollkommen unterschiedliche Touren, die ich sehr empfehlen kann!

Sumpflandschaft auf der Magnolia Plantation bei CharlestonHaus in Charleston in den SüdstaatenHäuser in CharlestonLandschaft auf der Magnolia Plantation bei Charleston

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weiterlesen... 6.November 2014   Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA   Autor:

Myrtle Beach: Crab Legs und Halloween

Myrtle Beach in South Carolina

Mein erster Weg nach dem Frühstück führte mich zurück zum Flughafen, wo ich bei Alamo meinen Mietwagen abholte. Es standen viele Autos der Kategorie Midsize zur Auswahl, und ich entschied mich für einen VW Jetta – ich muss schon sagen, verglichen mit den früheren deutschen Modellen hat sich der Wagen ganz gut weiterentwickelt … Unterwegs kam dann gleich zum ersten Mal die Navigations-App zum Einsatz, aber irgendwie hat sie versagt! Zumindest anfangs konnte sie mein GPS-Signal noch Straßen zuordnen, aber die Interstate 20, die der schnellste Weg nach Myrtle Beach ist, kannte sie überhaupt nicht. Stattdessen sollte ich über Landstraßen fahren – geschätzte Fahrzeit: 13 Stunden …

Also verließ ich mich lieber auf mein Gefühl und folgte der I 20. Statt der (von einem anderen) Navi berechneten sechs Stunden Fahrt für die gut 300 Meilen benötigte ich etwa siebeneinhalb. Ungefähr 60 Meilen vor Myrtle Beach befinden sich im Abstand von zehn Meilen mehrere Welcome Center. Beim dritten war ich dann doch neugierig und hielt mal an. Man bekommt Infos und Rabatt-Gutscheine für Restaurants, Shows, Aktivitäten und vieles mehr. Wenn man zu zweit reist und sich eine Show anschauen möchte, dann kann sich so ein Zwischenstopp durchaus lohnen, denn es werden für viele Shows „2=1-Tickets“ angeboten.

Auch ohne Navi erreichte ich schließlich das Westgate Myrtle Beach Resort und checkte ein. Kleiner Tipp: In diesem Hotel sollte man unbedingt ein Zimmer mit Meerblick buchen. Für den Abend hatte ich ein Ticket für „Legends in Concert“ – die Show war total klasse! Doubles diverser Stars gibt es ja viele, aber in dieser Show treten nur die wirklich guten auf. Das bezieht sich sowohl aufs Äußere als auch auf die stimmlichen Qualitäten. So konnte ich an diesem Abend Barry White, Johnny Cash, die Blues Brothers, Dolly Parton und Elvis Presley sehen – wirklich gelungen!

Am nächsten Tag zog es mich nach dem Frühstück im Hotel raus an den Strand. Das Wetter war herrlich, und nachdem ich die letzten Tage so viel im Flugzeug oder Auto gesessen hatte, genoss ich es, einfach mal ein paar Stunden am Strand von Myrtle Beach zu spazieren, den Wellen zu lauschen und aufs Wasser zu schauen. Gegen Mittag fuhr ich dann zu den Tanger Outlets am Highway 501. Dabei handelt es sich um keine große überdachte Mall, sondern um eine Art Dorf voller Shops. Die Auswahl reicht von Tommy Hilfiger über Gap, Guess, American Eagle bis zu Levi’s und, und, und. Ich hab auch (fast) überhaupt kein Geld dort ausgegeben …

Nach zwei Stunden war dann aber auch Schluss mit Shoppen, denn ich wollte einen Helikopter-Flug über Myrtle Beach machen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass rund um diesen Ort dermaßen viele Golfplätze sind und wollte mir das mal aus der Luft anschauen. Leider hatte ich das Pech, dass der Helikopter nur mit mindestens zwei Fluggästen startet. Ich wartete eine gute halbe Stunde, aber niemand kam – sehr schade! Als Tipp für alle, die das Heli-Fliegen gern mal ausprobieren möchten: Oceanfront Helicopters bietet Schnupperflüge für 20 Dollar an. Das ist einerseits nicht viel Geld, und wenn man andererseits merkt, dass der Flug doch nichts für einen ist, dann ist das Ganze auch bereits nach drei Minuten wieder vorbei. Stattdessen legte ich wieder eine Shopping-Runde ein. Es gibt nämlich noch eine zweite Mall der Tanger Outlets in Myrtle Beach, sie befindet sich im nördlichen Teil und ist genau so aufgebaut wie die andere. Dort war es dann auch so weit: Happy Halloween! Hunderte kostümierte Kinder – und auch Erwachsene – liefen auf der Jagd nach Süßigkeiten durch die Mall. Mitunter gab es verbal auch mal Saures, wenn ein Shop nichts Süßes hatte … Bei mir meldete sich so langsam mein Magen, also beschloss ich, Tommy’s zu testen, eines der vielen Seafood-Restaurants. Dort konnte man aus etwa 170 Speisen wählen – hauptsächlich Seafood, wie der Name schon sagt. Eine Besonderheit bei Tommy’s: die Crab Legs sind bereits im Preis enthalten, der dementsprechend etwas höher ist. Wenn man bereits vorher weiß, dass man Crab Legs essen möchte, lohnt sich das aber auf jeden Fall.

Eines wurde mir heute klar: Myrtle Beach ist ohne Auto unvorstellbar. Ich hatte mir den Ort vorher viel kleiner vorgestellt, aber die Ausmaße dieser Stadt überraschten mich sehr. Es sollte mir aber nicht besonders schwerfallen, nach zwei Nächten weiterzufahren. Der Strand in Myrtle Beach ist auf jeden Fall toll, aber ansonsten gehöre ich nicht zu der Hauptzielgruppe dieses Ortes. Das sind die Golfer, was man überall merkt. Viel Spaß auf dem Green!

Fahrt nach Myrtle Beach Blick auf den Strand von Myrtle Beach

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weiterlesen... 5.November 2014   Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA   Autor: