
Die Hawaii-Insel, dieses Paradies, verlassen wir an einem Montagabend mit Air Canada, und nach fünfeinhalb Stunden landen wir frühmorgens in Vancouver. Am Vormittag geht es dann weiter, und nach einem knapp zweieinhalbstündigen Flug erreichen wir schließlich Whitehorse. Damit sind wir wieder in unserem geliebten Yukon. Der vertraute Flughafen mit der großen Grizzlyfigur und der kleinen Ladenpassage begrüßt uns.
Ein Shuttlebus von Fraserway bringt uns schnell zur Wohnmobilstation, wo wir einen TC-10-Truck-Camper übernehmen. Dieser Allradjeep mit einem Motorhome-Aufbau ist kein klassisches Wohnmobil, bietet er doch beispielsweise keine Möglichkeit, vom Wohnraum direkt in die Fahrerkabine zu kommen. Mit der Variante „Slide-out“, bei der die Seitenteile hydraulisch ausgefahren werden können, lässt sich das Platzangebot vergrößern. Wir lieben diesen Truck Camper, weil er unserer Vorstellung von Abenteuer und Freiheit am nächsten kommt. Bislang konnten wir die Vorteile des Allradantriebs auch das eine oder andere Mal nutzen, zum Beispiel, um am Homer Spit in Alaska den Wagen wieder flottzubekommen.

An einem Samstag im Juli steigen wir in Frankfurt ins Flugzeug nach Vancouver, von dort geht es viereinhalb Stunden später weiter nach Maui, wo wir am späten Abend Ortszeit landen. Es ist immer noch derselbe Tag wie beim Abflug, obwohl wir gut 20 Stunden Reisezeit hinter uns haben.
Als wir aus dem Flugzeug steigen, weht ein angenehmer warmer Wind. Die meisten amerikanischen Mitreisenden hatten bereits in Vancouver Sommerkleidung angezogen und sind gut vorbereitet. Wir Greenhorns tragen unsere langen Jeans und, da es auf den inneramerikanischen Strecken sehr kalt im Flugzeug ist – Klimaanlage auf „Eiszeit“ –, auch immer noch unsere Jacken. Dann erledigen wir die Einreiseformalitäten, holen die Koffer, ziehen uns um und gehen raus auf die Straße, das „Fremde“ erleben.

Wir, die Familie Bauer – Martina (50), Maximilian (20) und ich (Heinz, 52) – aus Reichelsheim im Odenwald, bereisen schon seit 1989 den Nordwesten Kanadas. Es sind die Weite des Landes, das Gefühl der Freiheit und die reiche Natur- und Tierwelt, die uns immer wieder Antrieb geben, einen neuen Kanadaurlaub zu planen und dann voller Glück und Zufriedenheit zu genießen. Seit 1994 sind wir zu dritt unterwegs, und wir entdeckten, dass es mit einem kleinen Kind ganz praktisch ist, ein Wohnmobil zu mieten, in dem viel Platz und Komfort das Reisen erleichtert und jeder seinen Freiraum hat.

Was soll man eigentlich nach zwei traumhaften Wochen auf Hawaii noch in Los Angeles? Warten Sie es ab!

Big Island/Hawaii: die Insel der Vielfalt, der Entspannung, der unberührten Schönheit – und im Winter Wale im Überfluss.

Nach einer viel zu kurzen Woche auf Maui heißt es Abschied nehmen – das nächste Abenteuer Big Island/Hawaii wartet schon auf uns.