Zwei Wohnmobile und der Südwesten der USA



Wohnmobilreise durch den Südwesten der USA
Endlich beginnt unsere Reise in die USA – was für ein Abenteuer, das nun vor uns liegt! Vor fünf Tagen sind schon Kristina und Flo in den Südwesten der USA geflogen und haben Las Vegas und den Grand Canyon bewundert. Jetzt also reisen wir, Andreas und Julian, mit deren Sohn Paul nach. Wir freuen uns schon lange auf unsere gemeinsame Rundreise mit zwei Wohnmobilen durch den Südwesten der USA.

Mit Air Berlin fliegen wir zunächst von Hamburg nach Düsseldorf und dann weiter nach Los Angeles. In dem modernen Airbus A330 gibt es an jedem Sitz in der Economy Class einen eigenen Bildschirm mit einem Unterhaltungsprogramm – dank Filmen, Musik und Spielen vergeht die lange Flugzeit ziemlich schnell. Das ist natürlich besonders angenehm, wenn man ein 7-jähriges Kind dabei hat und zwölf Stunden im Flugzeug sitzt. Obendrein ist auch das Personal an Bord sehr freundlich – ein guter Start in den Urlaub. Nachdem wir in Los Angeles angekommen sind und alle Einreiseformalitäten erledigt haben, werden wir von Kristina und Flo am Flughafen abgeholt, und zusammen nehmen wir den Shuttle-Bus des Hotels zum Holiday Inn Express LAX, eine einfache, aber für die erste Übernachtung perfekt geeignete Unterkunft. Der Fahrer hat uns für den folgenden Tag auch gleich ein Taxi für fünf Personen organisiert.

Nach einem typisch amerikanischen Frühstück im Hotel (mit Toast, Rührei und allerlei mehr) fahren wir mit dem Taxi zu unserem Wohnmobilvermieter Star RV. Nach einer Stunde haben wir den Papierkram für die Übernahme der beiden Wohnmobile erledigt und werden sehr gut und verständlich in die Besonderheiten der Fahrzeuge eingewiesen. Man sollte auf jeden Fall genügend Zeit für alles einplanen und ein paar Dinge genau überprüfen. Ist der Tank voll? Sind die Abwassertanks leer? Ist die Ausrüstung komplett? Es schadet auch nicht, im Innenraum nach Schäden zu schauen, zum Beispiel nach solchen, die erst erkennbar sind, wenn man die Slide-outs herausgefahren hat. Nachdem all das erledigt ist, geht unsere Wohnmobilreise durch den Südwesten der USA endlich los. Wir nehmen den Freeway in Richtung Palm Springs. Zum Glück haben wir auch ein Navigationsgerät gemietet, dadurch wird die Orientierung auf der fünfspurigen Autobahn mit den vielen Abzweigungen deutlich einfacher. Auf dem Weg halten wir an einem Einkaufszentrum, um uns bei Walmart mit der Erstausstattung an Getränken und Lebensmitteln zu versorgen.

Landschaft im Joshua Tree National Park im Südwesten der USA

Felsen im Joshua Tree National Park im Südwesten der USA

Joshua Tree im Joshua Tree National Park im Südwesten der USA

Nach gut vier Stunden erreichen wir dann unseren ersten Campingplatz, den Happy Traveler RV Park bei Palm Springs, wo wir von einer in Heidelberg geborenen Amerikanerin sehr freundlich empfangen werden. Je Wohnmobil zahlen wir 48 Dollar mit Full Hook-Up. Der Platz gefällt uns, alles ist sehr sauber, es gibt einen Pool und auch die Möglichkeit, Wäsche zu waschen. Da wir vorher per Mail reserviert haben, bekommen wir zwei Stellplätze nebeneinander. Unseren ersten Campingabend nutzen wir für ein gemütliches Barbecue, und bei einem Sundowner lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Mit dem Sonnenaufgang über Palm Springs werden wir geweckt. Als Erstes gibt es ein ausgiebiges Frühstück, bei dem wir die Zeit ein bisschen aus den Augen verlieren. Aber um 10 Uhr brechen wir dann auf; wir wollen heute durch den Joshua Tree National Park nach Needles fahren. Der Abstecher über den Nationalpark war ursprünglich nicht geplant und hat gut drei Stunden gedauert – aber er hat sich auf alle Fälle gelohnt. Im Visitor Center am Westeingang erhalten wir wertvolle Tipps, zum Beispiel dass der Nordausgang gerade wegen Überflutungsschäden gesperrt ist und dass es sich nicht lohnt, die südliche Ausfahrt anzusteuern, weil es auf der Strecke nicht so viel zu sehen gibt. Also fahren wir einfach zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten und verlassen den Park danach auf dem gleichen Weg. Neben bizarren Felsformationen und den zahlreichen Joshua Trees genießen wir den Ausblick von Keys View über die San Andreas Fault bis nach Palm Springs. Anschließend machen wir den rund eine Meile langen Rundgang zum Barker Dam – absolut empfehlenswert, man kann hier unter anderem Felsmalereien der American Natives bewundern.

Unterwegs auf der Route 66 im Südwesten der USA
Route 66 im Südwesten der USA

Die anschließende Fahrt bis Amboy ist ziemlich lang und recht eintönig, dort nehmen wir dann die Route 66 Richtung Needles. Auch diese Strecke zeichnet sich durch weite Landschaften aus. Ab und an kommt man an leer stehenden und teilweise verfallenen Raststätten und Tankstellen vorbei – sehr gut als Fotomotive geeignet! Nach einem Tankstopp an der I40 erreichen wir am frühen Abend das Pirate Cove Resort. Es empfiehlt sich übrigens nicht, direkt an einer Interstate zu tanken, da dort die Preise knapp einen Dollar pro Gallone höher liegen als üblich. Nach unserem ersten Tankstopp wissen wir es jetzt besser. Wir checken ein und machen uns auf dem großen Gelände auf die Suche nach unseren Stellplätzen. Da der Boden sandig ist, ist in den Wohnmobilen ab und an Fegen angesagt … Die Plätze sind übrigens groß genug für unsere beiden Wohnmobile, alle Anschlüsse sind schnell gefunden und in Betrieb gebracht. Nach einem selbst gemachten Abendessen lassen wir den Tag gemütlich zusammen ausklingen.

Den nächsten Tag verbringen wir komplett auf dem Gelände des Resorts. Es geht los mit einem ausgiebigen Frühstück zwischen den beiden Wohnmobilen; wir haben sie so abgestellt, dass sie mit den Eingangstüren zueinander stehen, das Ergebnis: eine gemütliche Wagenburg. Platz ist dafür auf den gemieteten Peninsula-Plätzen ausgiebig vorhanden. Diese Stellplätze sind in Vierer- bis Sechsergruppen zusammengefasst, die vom Hauptweg abgehen. Zwischen diesen Gruppen gibt es immer einen kleinen Badestrand, den vor allem Paul und Flo nutzen. Hier liegen auch Boote und Jetskis der anderen Gäste, wie zum Beispiel unseres freundlichen Nachbarn John. Die Amerikaner, denen wir bislang begegneten, waren immer hilfsbereit, und auch von John erhalten wir einige Tipps für unsere weitere Reise. Auf dem Colorado River geht es durch die vielen Motorboote und Jetskis oft recht lebhaft zu. Die Stellplätze liegen zwar weit entfernt von Restaurant, Shop und Spielplatz, aber es gibt einen kostenlosen Shuttle-Service, den man per Telefon bei der Rezeption anfordern kann. Wir bewundern den Sonnenuntergang und planen bei einem Sundowner, wie unsere Reise durch den traumhaften Südwesten der USA weitergehen soll.
Den Sonnenuntergang genießen im Südwesten der USA

 

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2.Oktober 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


7 Kommentare für “Zwei Wohnmobile und der Südwesten der USA”

  1. Klaus sagt:

    Hallo Ihr lieben 5,
    ich freue mich sehr, dass Ihr einen so interessanten und schönen Urlaub hattet, den ich jetzt auf Grund Deiner Mail, liebe Kristina, nachverfolgen konnte. Morgen kommen ja Andreas und Julian mit weiteren Eindrücken zurück. In spätestens 2 Wochen sehen wir uns bei mir, dann bringt Ihr sicher Bilder mit und erzählt weitere Ereignisse. Also bis bald.
    Euer Klaus, Papi und Opi

  2. Kristina sagt:

    Hallo Gernot, an der Karte arbeiten wir noch:-) lieben Gruß, Kristina und Co.

  3. Gernot sagt:

    Hallo, Ihr Lieben, beneide Euch für die schöne Reise und das gute Wetter, hier fängt gerade der nasskalte Herbst an. Bis gestern noch sehr schönes Wetter.
    Wie wäre es, wenn ihr mal eine kleine Karte Eurer Route einblenden würdet, dann hat man eine bessere Vorstellung.
    Wir hoffen, dass Government shut down bald beendet ist.
    Noch viele schöne Erlebnisse

    Gernot

  4. Sandra sagt:

    Hallo Ihr 5!
    Da ist ja richtig was los bei Euch! Genießt es! Freu mich auf die Fortsetzung!
    Sandra

  5. Florian sagt:

    Hallo Svenja, Hallo Gerd,

    es ist in der Tat ein Traum. Gerd, sicherlich werden wir für Dich auch noch ein schönes Foto finden.
    Lieben Gruß von den Wildwest-Campern.

  6. Svenja sagt:

    Ich bekomme sofort wieder Reiselust. Der Joshua Tree National Park und die endlosen Highways, auf denen man sich so richtig schön treiben lassen kann, sind mir noch sehr gut in Erinnerung.
    Ich bin gespannt wie es weitergeht. Habt noch einen tollen Urlaub!
    Svenja

  7. Gerd sagt:

    es macht wirklich Freude, gedanklich dabei zu sein: bitte mehr davon!!!!
    Grüße aus Rosengarten am Nationalfeiertag der Deutschen
    … und wenn irgendwann eine fette Diesellok auftaucht: Foto nicht vergessen, bitte!

    Gerhild und Gerd

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