Zurück in der Stadt, die niemals schläft

Dämmerung in New York

Unser Kurzaufenthalt in Washington D.C. ist zu Ende, und wir reisen zurück an den Hudson. Zu unserem ohnehin nicht leichten Reisegepäck (wir hatten gehört, dass man innerhalb nur eines Urlaubes auf drei unterschiedliche Jahreszeiten treffen kann und uns entsprechend ausgestattet) hatte sich in Washington noch das eine oder andere Shopping-Ergebnis gesellt. Und so geht es beladen mit Reisetasche, diversen Tüten (bitte nicht knicken, die sehen soooooo toll aus!) und einem „Americaopoly“ aus dem Capitol wieder mit Amtrak Richtung Norden. Das Sommerwetter nehmen wir kurzerhand mit. In New York nehmen wir heute mal ein Taxi und lassen uns und unsere Tüten zum Hotel chauffieren. An der Penn Station wird man, wie auch am JFK-Airport, den Taxen zugewiesen. Sehr entspannt, es kommt gar nicht erst zu Gedränge.Unser Hotel liegt nicht nur in der 48. Straße, sondern es heißt auch so: Ink48, ein moderner Quader, durch eine Blockreihe vom Hudson getrennt. Wir beziehen ein palastähnliches Zimmer im 7. Stock und reißen als Erstes das Fenster auf. Es geht gen Norden, aber rechts um die Ecke sehen wir die Skyline von Manhattan und links um die Ecke die Kreuzfahrtschiffe auf dem Hudson – Bingo!

Die Aussicht aus dem Highline Hotel auf die Skyline New York's Zimmer im Ink48 Hotel in New York

Wir haben unsere Akkus in Washington mit neuer Energie betankt und machen uns sofort auf die zweite Entdeckungsreise: Mit der Metro fahren wir bis zur Station World Trade Center und dann rüber nach New Jersey. Die Züge der PATH sind zwar nicht im Metropass eingeschlossen, aber die 2,50 Dollar extra lohnen sich unbedingt. Direkt an der Haltestelle in New Jersey springen wir kurz ins Hyatt, denn fast hätten wir es für diesen Urlaub gebucht. Zwar ist der Panoramablick auf die Skyline Manhattans von hier aus um einiges attraktiver als von der Staten Island Ferry (man genießt prächtiges Breitband-Format), aber nach Manhattan müsste man jedes Mal kostenpflichtig übersetzen. Wir sind froh, dass wir auf der Insel eingecheckt haben und machen uns langsam auf den Weg zurück, aber nicht ohne die wechselnden Stadien der untergehenden Sonne festzuhalten, die Manhattan in Purpurrot tauchen.

New Jersey: Aussicht auf die Skyline Manhattan's  9-11 Memorial in New York

Dann wollen wir bummeln gehen und uns einfach mal treiben lassen – eine Art der Fortbewegung, die bislang in diesem Urlaub noch nicht vorgekommen ist. Statt die PATH zurück zu nehmen, ziehen wir die Fähre vor. Die Fahrt von New Jersey zum World Financial District dauert knappe 5 Minuten, kostet dafür aber 5,50 Dollar – Wahnsinn! Wen es interessiert: Für nur einen Dollar mehr gibt es eine Verbindung vom gleichen Anleger um die ganze Südspitze Manhattans herum bis zum Pier 11 am East River – wenn das kein Schnäppchen ist! Außerdem entdecken wir, dass man auch von der New-Jersey-Seite aus zu Miss Liberty schippern könnte. Also merken, falls auf der Manhattan-Seite die Schlangen ins Bodenlose gehen.

Manhattan-Skyline und Boot im Hudson River aus der Perspektive New Jersey's

Gemütlich bummeln wir durch die Chambers Street bis zum Broadway, holen uns bei Kitchenette einen Coffee to go, naschen unterwegs Sushi-Häppchen und genießen die relaxte TGIF-Stimmung (Thank God It’s Friday!) im Meatpacking District und Chelsea. Hier und da schauen wir in eine der vielen hippen Boutiquen oder Passagen rein und dämmen unsere Kaufversuche wegen drohender Übergepäckgefahr bedauernd ein. Vor dem Apple-Store in Chelsea werden wir wieder an die Ereignisse der letzten Tage erinnert: Der halbe Gehsteig ist von Unmengen Blumen und Kerzen eingenommen worden, und die Fensterscheiben sind mit einer Unzahl von Post-its gesprenkelt. Später in der Prince Street das gleiche Bild. Traurig.

Post-its am Apple Store in New York
Apple Prince Street in New York Apple Store Chelsea in New York

Die Dachterrasse des The Standard hat sich leider eine geschlossene Gesellschaft reserviert – schade, das wäre genau unsere Sundowner-Location gewesen. So tauchen wir ein in die überbordende Stimmung des zum Hotel gehörenden Biergartens: Oktoberfest im New-York-Style – cool! Unseren Sundowner kriegen wir dann doch noch, denn auch unser Ink48 verfügt über eine Dachterrasse. „Bewaffnet“ mit einer Margarita chillen wir in bequemen Fauteuils und verfolgen den Mond über der Skyline von Midtown Manhattan. Müssen wir wirklich schlafen gehen?

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14.Dezember 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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