Mit Kind und Kegel im Wohnmobil den Nordwesten der USA erleben

Familie Mantzel

Familie Mantzel auf Reisen

Kathrin Mantzel, Reiseberaterin bei CANUSA in München, reiste mit ihrem Mann Kay und ihrer damals einjährigen Tochter Karlotta 4 Wochen im Spätsommer durch die Bundesstaaten Washington State und Oregon im Nordwesten der USA. Die Reise begann im kanadischen Vancouver, ging weiter über Seattle und vorbei am Mount Rainier an die Oregon Coast bis nach Florence und dann über Bend zur Columbia Gorge, anschließend über Seattle und die San Juan Islands zurück nach Vancouver. Sie berichtet in diesem Blog – untermalt mit tollen Fotos – von den abwechslungsreichen Landschaften und gibt wertvolle Tipps für Reisen mit einem Baby im Wohnmobil. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Unsere Ferienwohnung auf Rädern

Wir hatten selbst schon sehr häufig in den USA und in Kanada Urlaub mit dem Wohnmobil gemacht und uns immer wieder gesagt: Wenn wir mal eine Familie haben, dann wollen wir so eine Reise auch mit den Kindern machen. Wir sehen darin die ideale Reiseform: Einfach drauflosfahren und bleiben, wo man will, keinen Koffer muss man immer wieder ein- und auspacken, dafür hat man Betten, eine Küche, ein Badezimmer dabei, und immer ist alles sofort abrufbar. In der Natur sein, abends grillen und am Lagerfeuer sitzen – genial! Wir waren schon gespannt, wie es der kleinen Karlotta gefallen würde! Unsere „Ferienwohnung auf Rädern“ war ein C23–25 Slide-out von Fraserway RV. Wir fanden, es war die perfekte Größe für zwei Erwachsene und ein bis zwei Kinder. Im Alkoven über der Fahrerkabine können zwei Personen schlafen, und im hinteren Teil bauten wir für die Kleine eine Kuschelecke, sodass sie nicht herausfallen konnte. Kein lästiges Umbauen von Sitzecken und so weiter. Auch den Slide-out fanden wir toll, denn dadurch wird der Wohnbereich noch einmal um einiges größer. Gerade bei Regentagen, wenn Karlotta das Wohnmobil als Spielzimmer nutzen musste, war der zusätzlich gewonnene Platz viel wert! Den Kindersitz für das Wohnmobil hatten wir übrigens schon von Deutschland aus reserviert.

Fraserway Wohnmobil als Ferienwohnung

Eine tolle Reisevariante für Familien: Die „Ferienwohnung auf Rädern“

Eine für uns ideale Reise

Ein guter Zeitpunkt für denUrlaub war für uns der September, die Kleine war gerade mal ein Jahr alt geworden, und Kay hatte noch einen Monat Elternzeit. Außerdem war die Hauptsaison vorbei, sodass die Preise wieder günstiger waren. Unsere Ziele waren Washington State und Oregon im Nordwesten der USA. Als Start bieten sich die Städte Seattle und Vancouver an. Wir hatten uns für Vancouver entschieden, da wir Seattle schon sehr gut kannten und am Ende der Reise noch einmal gemeinsam die Stadt in Kanada genießen wollten. Außerdem konnten wir mit Lufthansa den Nonstop-Flug von München nach Vancouver nutzen, was wir mit einem Kleinkind sehr praktisch fanden.

Ein paar Reise-Tipps vorweg

Wenn man mit einem Kleinkind unterwegs ist, muss man hier und da etwas konkreter Planen. Ich habe ein paar Tipps zusammengestellt die ganz nützlich sein könnten.

Manduca-Bauchtrage:
Die war für uns vor allem im Flugzeug sehr praktisch. Wenn Karlotta einschlafen sollte, schnallten wir sie einfach um, und sie konnte prima schlafen. Oder wenn es vor Ort mal schnell gehen musste, etwa auf der Fähre.

Kraxe:
Zum Wandern ideal geeignet: Karlotta wurde auf den Rücken geschnallt, hatte den Platz mit der besten Übersicht und konnte auch prima in der Rückentrage schlafen. Die Kraxe bietet zusätzlich ein paar Fächer zum Verstauen von Wasserflaschen, Sonnencremes und so weiter, sodass sie gleichzeitig als Rucksack dienen kann.

Kinderwagen/Buggy:
Wir hatten einen Chariot-Fahrradanhänger, den wir als Buggy und gleichzeitig als Anhänger nutzen konnten. Manduca und Kraxe hatten wir im Flieger mit in das Handgepäck genommen, und den Hänger gaben wir als Kinderwagen kostenlos zum Sperrgepäck auf.

Kinderhochstuhl:
Für Karlotta hatten wir einen portablen Tischsitz aus Deutschland mitgebracht, den wir an jeden Tisch anbauen konnten und der sich ideal für draußen und drinnen eignete. Er passte auch mit in unseren Koffer oder in die Reisetasche.

Babynahrung im Flieger:
Man darf im Flieger für Kinder alles mitnehmen, auch wenn es mehr als 100 Milliliter sind. Wir hatten ein paar Gläschen sowie Milchpulver für den Flug mitgenommen, Wasser gab es ausreichend an Bord, und auch Gläschen stellt die Lufthansa unterwegs zur Verfügung.

Telefonieren bzw. Internetzugang mit dem Handy in den USA:
Wir kauften in Seattle für 30 Dollar eine Prepaid-Karte, mit der wir für einen Monat eine Flatrate mit Internetzugang hatten sowie in den USA ohne Zusatzkosten telefonieren konnten. Für dreißig Minuten sind auch internationale Anrufe dabei. Im Wert von 50 Dollar gibt es für einen Monat eine Karte, um ohne Zusatzkosten zu telefonieren, auch international. Diese Karte kann online aufgeladen (Zahlung per Kreditkarte) und immer wieder benutzt werden.

Chariot–Fahrradhänger den man als Buggy nutzen kann

Sehr praktisch: Buggy & Fahrradanhänger in einem

Manduca-Bauchtrage

Eine Bauchtrage erlaubt entspannten Kaffeegenuss 🙂

Im nächsten Beitrag geht die Reise nach vielen Vorbereitungen dann endlich los! 🙂

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22.Januar 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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