Das Wohnmobil übernommen und los zur Route 66

Wohnmobil von El Monte RV

Unser Wohnmobil von El Monte RV

Nun ging für uns der Urlaub so richtig los. Wir sammelten vormittags unsere verstreuten sieben Sachen zusammen, um uns dann am Mittag gemeinsam mit Kai auf den Weg nach Elkhart zu machen. Dort sollten wir dann das Wohnmobil übernehmen – für drei Wochen unser Zuhause. Da wir nicht genau wussten, wann Kai bei der Arbeit wegkommen würde, hatten wir die Übernahme bei El Monte RV erst für 15:30 Uhr vereinbart. Für den Weg dorthin hatten wir gute zwei Stunden eingeplant, kamen aber schon eine halbe Stunde schneller dort an. Der Bundesstaat Michigan wollte für uns den Abschied wohl noch ein wenig schwerer machen und ließ deshalb die Sonne bei angenehmen T-Shirt-Temperaturen erstrahlen. Wir waren sehr gespannt, was für ein Wohnmobil wir bekommen würden. Wenn man nämlich „Run of Fleet“ bucht, weiß man vorher nicht genau, welches Fahrzeug man bekommt – nur dass es groß genug sein wird.

Natürlich hatten wir uns einen großen Camper gewünscht, und es ging tatsächlich in Erfüllung: Wir bekamen das größtmögliche Modell bei dieser Neuwagenüberführung, ein Wohnmobil, das 31 Fuß lang ist und zwei Slide-outs hat! Wir fanden es wirklich richtig groß! Zu groß? Uns kamen erst mal ein paar Bedenken, wie wir dieses „Schiff“ einmal quer durch Amerika lotsen sollten. Aber wir freuten uns auch über diverse Staufächer und Schränke, wo unsere Sachen problemlos verschwinden konnten, und über ein Badezimmer, das fast so groß war wie bei uns zu Hause.

Nach dem üblichen Formalitäten und einer netten Einweisung machten wir uns gegen 17 Uhr auf den Weg. Wir hatten uns für die erste Nacht einen Campground in New Carlisle rausgesucht, der etwa eine Stunde in Richtung Chicago lag, also etwa am Startpunkt der Route 66. Na gut, der Wendekreis hatte es zu Beginn etwas in sich, aber ansonsten ließ sich unser rollendes Apartment gleich völlig problemlos fahren. Kai begleitete uns noch für die erste Nacht, und nachdem wir den Camper halbwegs hergerichtet und auch etwas eingekauft hatten, machten wir abends tatsächlich noch unser erstes Lagerfeuer mit Marshmallows und grillten Burger. So hatten wir uns das vorgestellt!

Weiter nach Bloomington

Nach einem leckeren Frühstück mit Pancakes verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Kai. Er fuhr zurück nach Grand Rapids und wir … tja, grob gesagt immer Richtung Südwesten. Wir waren gespannt, wo wir an dem Tag wohl hinkommen würden. Es regnete leider in Strömen, also beschränkten wir unsere Aktivitäten einerseits darauf, Strecke zu machen, und andererseits darauf, einen geeigneten Laden für den großen Ersteinkauf zu finden. Bei diesem unfreundlichen Wetter wollten wir nicht zu viel Zeit und Meilen verschenken und suchten deshalb nach einem Laden am Wegesrand. Unser super Navi zeigte uns dann auch den nächstgelegenen , wo wir erst einmal frische Lebensmittel und auch einen ganz ordentlichen und überaus günstigen Autositz für Joni bekamen.

Grand Rapids bei Nacht

Grand Rapids bei Nacht

Denn in der Sitzecke, wo die Kinder in Fahrtrichtung sitzen können, gab es keine Kopfstützen, also war uns ein Kindersitz mit Rückenlehne wichtig. Den großen Kindersitz für Jesse hatten wir aus Deutschland mitgenommen, sodass nun beide Kinder gut versorgt waren. Wir fuhren noch ein Stück und ließen uns wieder vom Navi einen Campground in der Nähe von Bloomington zeigen. Anhand von Bewertungen, der Ausstattung und sogar mit Blick auf die Vorjahrespreise konnten wir mit dem Navi sehr gut Campingplätze finden, auch wenn wir nicht permanent online sein wollten und keinen genauen Plan hatten. Eine praktische Sache! Dieser Campground ist ein privater, nicht besonders aufregender Platz im Nirgendwo, was aber auch bedeutet, dass es dort nachts sehr schön ruhig ist.

Ein kurzer Stopp in Springfield

Am nächsten Morgen hatten wir wieder besseres Wetter. Wir duschten, gingen ein bisschen auf den Spielplatz und machten uns dann auf den Weg nach St. Louis. Auf halbem Wege stoppten wir beim Cozy Dog Drive In  in Springfield. Leider war Sonntag und der Diner, den wir wegen seiner legendären Hot Dogs am Stock angesteuert hatten, geschlossen. Aber wir trafen ein Springfielder Urgestein: Leroy Salomon, der gerade meinte, sein Portemonnaie verloren zu haben und uns dann seine halbe Lebensgeschichte erzählte. Danach fuhren wir weiter bis nach St. Louis, wo wir unseren gewünschten Campground nicht gleich fanden. Aber es war dann kein Problem, denn das Navi lotste uns zum nächstgelegenen Good-Sam-Campingplatz drüben in Illinois. Von dort aus wollten wir am nächsten Tag den Gateway Arch besuchen, das Tor zum Westen. Außer einem Spielplatz von 1950 gab es an diesem Nachmittag für uns nicht viel zu sehen. Durch die Nacht begleiteten uns hupende Züge, ein Geräusch, das wir schon lange mit Amerika und Urlaub verbinden.

Sitzgelegenheit für Kinder im Wohnmobil

Sitzgelegenheit für Kinder im Wohnmobil

 Camping mit der Familie am Good-Sam-Campingplatz

Camping am Good-Sam-Campingplatz

 

 

 

 

 

 

 

 

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19.Mai 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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