Windsurfing, Wasserfälle und grandiose Schluchten in Oregon

Rowenta Crown Viewpoint im Columbia River Gorge

Blick vom Rowenta Crown Viewpoint

Von Hood River entlang der Alley of Waterfalls zum Crown Point

Wir fuhren an diesem Tag zum 20 Kilometer weiter westlich liegenden Ort Hood River – von vielen bezeichnet als „Windsurfing Capital of the World“, weil es dort immer den passenden Wind gibt (zumindest sagt man das hier). In Hood River angekommen, wollten wir erst mal frühstücken und fanden in der Pine Street Bakery das für uns bis dahin beste Gebäck – und wir hatten schon ziemlich gute Bäckereien auf unserer Reise gefunden! Den Cappuccino fanden wir auch dort sehr lecker und nahmen noch Kuchen für den Nachmittag mit. Danach bummelten wir etwas durch das sehr nette und gemütliche Örtchen. Auf der Oak Street gibt es feine Cafés, interessante Wine Tasting Rooms, schöne Geschäfte und viele Sportläden. Wir genossen die entspannte Atmosphäre dieser Kleinstadt. Sie ist übrigens terrassenförmig angelegt, sodass man immer einen netten Blick auf die Schlucht hat.

Zum Schluss nahmen wir noch einen Kaffee aus der Dog River Coffee Company mit und überlegten, was wir als Nächstes unternehmen könnten. Das Wetter wurde leider schlechter, und es fing an zu regnen. Da wir dort im großen Obst- und Weinanbaugebiet mit vielen Obstfarmen und Weingütern waren, beschlossen wir, eine Weinprobe etwas außerhalb auf einem der vielen Weingüter zu machen. Wir fuhren zur Cathedral Ridge Winery und probierten uns so durch. Die Gegend dort ist vor allem bekannt für die Rebsorten Pinot noir und Chardonnay. Wir kauften ein paar Flaschen für den Rest der Reise sowie als Mitbringsel ein. Dann wurden wir doch etwas hungrig und überlegten, wo wir unser verspätetes Lunch einnehmen könnten. Die größte Auswahl gibt es in Hood River – also fuhren wir noch einmal zurück in den Ort.

Winery bei Mount Hood

Leckerer Wein in der Winery bei Mount Hood

Hood River - Parkplatz der Surfer

Kultiges Surfer-Wohnmobil in Hood River

Erst die Surfer suchen, dann weiter zum Ainsworth State Park

Inzwischen war es ganz schön windig geworden, und wir suchten die Surfer und Kitesurfer, von denen es dort ja nur so wimmeln sollte. Wir wunderten uns etwas über die Bezeichnung „Windsurfing Capital of the World“. Unten am Strand stand ein Surf-Container neben dem anderen, aber sie waren wirklich alle verschlossen – die Bezeichnung des Ortes passte wohl eher in den Sommer. Nach einer kleinen Stärkung in der Double Mountain Brewery fuhren wir zum Ainsworth State Park, etwa 40 Kilometer weiter westlich. Dort beginnt dann auch die wohl sehenswerteste Strecke auf dem Historic Highway mit dem Beinamen Alley of Waterfalls. Dort reiht sich ein Wasserfall an den nächsten, einige sind direkt von der Straße aus zu sehen, andere sieht man nur auf längeren Wanderungen. Das wollten wir uns aber für den nächsten Tag aufbewahren. Als wir im State Park ankamen, fing es an zu regnen. Wieder kein Lagerfeuer heute, schade.

Alley of Waterfalls – wunderschöne Wasserfälle

Wir fuhren am nächsten Tag die Alley of Waterfalls entlang, leider bei Regen und wieder mit einer fiebrigen Karlotta – wahrscheinlich bekam sie gerade den nächsten Backenzahn. Aus Richtung Osten kommend, waren die ersten Wasserfälle die Horsetail Falls, die direkt von der Straße aus zu bewundern sind. Wir beschlossen, trotz des Regens einen Trail zu laufen, hinauf an die Spitze des rund 65 Meter hohen Wasserfalls. Dieser Trail geht dann auch weiter zu den sogenannten Oneonta Falls. Wir liefen durch den Regenwald, vorbei an moosigen Bäumen und Farnen, und fühlten uns wie im Regenwald des Olympic National Park in Washington State, nur dass es hier viel feuchter ist – eine tolle Stimmung. Karlotta verschlief die schöne Wanderung in der Kraxe. Unterwegs kamen wir zunächst an den kleinen Ponytail Falls vorbei, der Wanderweg führte uns unter dem Wasser durch – oder besser gesagt: hinter den Wasserfällen vorbei, total verrückt! Die Oneonta Falls erreichten wir am Ende der Oneonta Gorge, und wir fanden sie nicht ganz so spektakulär wie beschrieben. Aber die gut zweistündige Wanderung hat sich trotzdem sehr gelohnt. Zurück im Camper, bekam Karlotta erst einmal Fiebersaft, da das Fieber leider nicht runtergegangen war. Dann fuhren wir weiter zu den wohl bekanntesten Fällen hier: zu den Multnomah Falls, die höchsten – gut 200 Meter hoch – und spektakulärsten entlang der Alley of Waterfalls. Auch die sind von der Straße aus zugänglich. Da es eine der Top-Attraktionen an der Columbia River Gorge ist, versammeln sich dort natürlich auch wieder mehr Touristen. Es gibt auch eine Lodge, die unter anderem ein Restaurant und einen Souvenirladen zu bieten hat. Wir liefen den kurzen Weg hoch zu einer Brücke, machten ein paar Fotos und fuhren dann weiter – es war uns zu viel los.

Alley of Waterfalls, Horsetail Falls

Ausflug zu den Horsetail Falls

Multnomah Falls bei der Alley of Waterfalls

Multnomah Falls

Zum Vista House auf dem Crown Point

An den Latourell Falls machten wir noch einen Foto-Stopp und fuhren dann weiter zum Vista House auf dem Crown Point. Dieses Haus wurde vor gut hundert Jahren als Rastplatz und in Gedenken an die Oregon-Pioniere eingeweiht. Die Aussicht von dort, in 225 Meter Höhe ist wirklich beeindruckend. Heute dient das Vista House als Museum. Leider hatte es schon geschlossen, als wir ankamen, und wir machten nur einen kurzen Halt, um zu fotografieren. Kurz danach führte uns die Straße zum Larch Mountain. Die je Richtung rund 22 Kilometer lange Fahrt endet an einem Aussichtspunkt, von dem aus wir alle Vulkane der Region sehen konnten: Mt. Adams, Mt. St. Helens, Mt. Hood und Mt. Rainier. Wegen des sehr schlechten Wetters mit Wolken und Regen fiel dieser Abstecher leider aus. Stattdessen ging es auf dem Historic Highway 30 in die andere Richtung weiter nach Troutdale, wo diese Straße endet. Wir überlegten noch, ein bisschen weiter in Richtung Norden zu fahren (wir befanden uns nun schon wieder auf dem Rückweg nach Vancouver), da Karlotta schlief und wir das ausnutzen wollten. Wir kamen noch bis Longview und blieben in Castle Rock auf dem KOA-Campingplatz, wo wir zwei Wochen zuvor auch schon mal waren. Dort hatten wir nach vier Tagen mal wieder einen Zugang zum Internet sowie ein Full Hook-Up, konnten die Batterien aufladen, waschen und ausgiebig duschen. Am folgenden Tag wollten wir nach Seattle fahren und hofften, eine bessere Wettervorhersage für das kommende Wochenende zu hören (bis dahin war nur Regen angesagt), denn wir wollten die Zeit dann auf den San Juan Islands verbringen.

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22.Februar 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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