Whitehorse und Umgebung

Dempster Highway im Yukon

Die unglaubliche Weite des Dempster Highways im Yukon

Wanderung durch den Tombstone Territorial Park, dann weiter nach Whitehorse

Am nächsten Tag trafen wir uns gleich morgens um 10 Uhr mit zwei Rangerinnen und weiteren Wanderern, um beim sogenannten Guided Hike mitzumachen. Im Tombstone Territorial Park  werden in der Hauptsaison fast täglich geführte Wanderungen angeboten. Alle Infos und Termine hierzu gibt es im Visitor Centre in Dawson City und im Informationsbüro des Parks.

Cathy, die dortige Leiterin, führte die Wanderung zum Grizzly Lake Viewpoint. Zum ersten Mal waren wir bei einer geführten Wanderung dabei und können es auf jeden Fall empfehlen. Cathy nahm sich viel Zeit, um uns die Entstehung des Parks zu erzählen, die Pflanzenarten zu erklären und uns das Spurenlesen beizubringen. So fanden wir unterwegs Spuren von Elchen, Wölfen und Stachelschweinen, die wir ohne die Erklärungen niemals als solche gesehen hätten. Als wir am Viewpoint angekommen waren, machten wir erst eine gemeinsame Pause und wanderten anschließend noch weiter über den Bergkamm, wobei es bis rund 1700 Meter in die Höhe ging. Das Panorama war an dem bedeckten Tag leider nicht ganz klar, aber dennoch atemberaubend. Den Grizzly Lake und den Mount Monolith konnten wir so gut sehen, als wäre es ganz in der Nähe gewesen – auch wenn die Entfernung bis zum See rund neun Kilometer betraf. Wir sahen, dass am See noch viel Schnee lag, und waren sehr froh, nicht dort, sondern in unserem kuscheligen Wohnmobil zu übernachten. Das Wandern in der Gruppe machte viel Spaß! Auch auf dem zweiten Teil des Trails begegneten uns dann ab und zu andere Wanderer. Es war für uns eine willkommene Abwechslung, weil wir sonst immer allein unterwegs waren.

Tombstone Territorial Park im Yukon

Willkommen im Tombstone Territorial Park

Grizzly Lake Viewpoint am Trail

Wanderung auf dem Grizzly Lake Trail

Eine Abendwanderung auf den Midnight Dome

Am nächsten Tag fuhren wir den Dempster Highway noch ein Stück weiter in Richtung Norden, bis wir bei Kilometer 170 waren. Dort machten wir eine kurze Wanderung (ein Geheimtipp von Cathy), konnten in der Nähe des Two Moose Lake tatsächlich zwei Elche aus nächster Nähe beobachten und fuhren dann am Abend noch einmal nach Dawson City. Es war um 21 Uhr noch so hell wie am Nachmittag, sodass wir uns eine halbe Stunde später noch spontan dazu entschieden, zum Midnight Dome zu wandern. Die passende Wegbeschreibung hatten wir uns zuvor im Visitor Centre geholt. Auch wenn man mit dem Auto auf den Midnight Dome fahren kann, wollten wir lieber zu Fuß dorthin. Der Weg beginnt am Ninth Avenue Trail noch recht flach, führt dann über das Geröll des Steinbruchs und wird von da an sehr steil. Wir waren froh, dass zum Teil Seile zwischen die Bäume gespannt waren, so konnten wir uns immer wieder daran hochziehen. Es war für uns ein tolles und durchaus herausforderndes Erlebnis des Kletterns und Wanderns. Die Sonne schien auch noch hell, als wir um 23 Uhr oben am Midnight Dome ankamen und einen schönen Blick auf Dawson, den Yukon River und die vielen Berge genießen konnten. Die Sicht war so klar und weit, dass wir vom Aussichtspunkt aus sogar den Tombstone Mountain und Mount Monolith erkennen konnten – genau die Berge, die wir am Tag davor aus nächster Nähe gesehen hatten. Ob man nun zu Fuß dorthin wandert oder mit dem Auto fährt, durch den Ausblick vom Midnight Dome aus lohnt es sich auf jeden Fall! Wie wir oben sahen, gibt es Platz für drei oder vier Camper, um dort kostenlos übernachten zu können – ein absoluter Tipp! Wir hatten unseren Camper auf dem Goldrush Campground stehen gelassen und machten uns gegen halb eins in der Nacht auf den Rückweg. Ein Einheimischer fuhr mit dem Auto nach unten und nahm uns freundlicherweise mit. Die Sonne hatte zu diesem Zeitpunkt fast ihren tiefsten Stand erreicht, und auch wenn es nicht richtig dunkel war, wollten wir trotzdem ungern durch den Wald zurückwandern. Wir schlenderten aber noch ein bisschen durch Dawson City und genossen das besondere Licht der Dämmerung, bis wir schließlich unsere Müdigkeit bemerkten und in den Camper krabbelten.

Abendwanderung auf den Midnight Dome

Wanderung auf den Midnight Dome

Dawson City: zweitgrößte Stadt im Territorium Yukon

Die urigen Häuser von Dawson City

Zwei Nächte an den Seen zwischen Dawson City und Whitehorse

Wir konnten uns nur schweren Herzens von Dawson City verabschieden und beschlossen, irgendwann mal wieder dort hinzufahren. Dann ging es auf den Weg in Richtung Whitehorse, wo wir unsere letzten Reisetage verbringen wollten, um die Stadt und die Umgebung zu erkunden. Die Fahrt ging über den North Klondike Highway durch riesige Wälder und entlang einiger Seen, unterwegs legten wir noch zwei Stopps ein. Auf dem Weg nach Whitehorse übernachteten wir noch auf dem Twin Lakes Campground und auf dem Campground am Lake Laberge – beides sehr schöne kleine Campingplätze, die direkt an den Seen in herrlicher Natur liegen. Nach zwei erholsamen Tagen an den Seen fuhren wir weiter nach Whitehorse. Dort buchten wir uns bei den Kanoe People eine Kajak-Tour für den nächsten Tag und machten noch einen Ausflug zum Miles Canyon. Der Wanderweg oberhalb des Canyons ist sehr schön und einfach zu laufen. Wir spazierten bis nach Canyon City, wo noch ein paar Überbleibsel aus der Goldgräberzeit zu sehen waren.
Abends fuhren wir zu den Takhini Hot Springs und stellten uns auf den dazugehörigen Campground, der privat geführt ist und idyllisch liegt – er zählte für uns zu einem der schönsten Plätze, auf denen wir bis dahin übernachtet hatten. Der Eingang des Bads ist nur 100 Meter von dort entfernt und direkt zugänglich. Wer sich auf dem Campingplatz angemeldet hat, spart beim Besuch der Hot Springs 20 Prozent. Das Ticket ist immer den ganzen Tag über gültig – wer Lust hat, kann somit einen ausgiebigen Wellness-Tag machen, das Bad hat im Sommer bis 23 Uhr geöffnet. Wir genossen den Abend in den Hot Springs und können einen Besuch besonders zum Ende einer Reise empfehlen. Gerade an kühleren Tagen ist es im Bad richtig schön. Das bis zu 47 Grad Celsius warme Thermalwasser wirkte entspannend auf uns und tat richtig gut. Im Bad waren vor allem Einheimische: Eltern mit ihren Kindern, junge Leute und ältere Paare – ganz bunt gemischt und eine sehr nette Atmosphäre.

Lake Laberge Campingplatz

Campground am Lake Laberge

Lake Laberge Territorium Yukon in Kanada

Lake Laberge

 

 

 

 

 

 

 

 

| VORHERIGER BEITRAG | ZUR ÜBERSICHTSSEITE DIESER REISE |


 

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag mit Ihren FreundenPin on PinterestShare on FacebookGoogle+Tweet about this on Twitter

Möchten Sie immer auf dem laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt den CANUSA Blog!



31.Oktober 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


Kommentar schreiben

[huge_it_share]