Whistler: Der Traum vom kanadischen Schnee

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Einmal im kanadischen Whistler Ski fahren – diesen Traum hatten wir schon seit langer Zeit. Und doch sind wir bislang immer zum Skifahren nach Österreich gefahren. Aber dann hatten wir das Riesenglück und haben bei CANUSA diese tolle Skireise gewonnen. Alle waren sofort Feuer und Flamme und fieberten der Abreise entgegen!

Diese Reise war vorab schon sehr gut organisiert, wir mussten nur Namen und Daten angeben, und schon hatte man für alles, was man brauchte, einen Voucher in der Hand. Gleich bei der Ankunft in Vancouver stand der reservierte Mietwagen für uns bereit. Da wir aber etwas mehr Platz benötigten, wollten wir umsatteln, was von CANUSA ganz schnell geregelt wurde – wirklich top! Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, machten wir uns auf die kurze Reise vom Flughafen in Vancouver ins berühmte Whistler, wofür man rund zwei Stunden einplanen sollte. Wir legten auf halbem Weg einen kurzen Halt im Burger-Restaurant White Spot ein und kamen schließlich recht spät im Hotel an. Dort lagen zunächst nur zwei statt vier Skipässe für uns bereit, doch auch in diesem Fall reichte eine E-Mail aus, und am nächsten Tag beim Frühstück warteten schon die beiden fehlenden Pässe auf uns – ebenfalls bestens organisiert von CANUSA. Wir haben noch schnell unsere vorab reservierten Leihski im Shop um die Ecke abgeholt und dann einen Blick auf den aktuellen Wetterbericht für die nächsten Tage abgerufen – mit einem dicken Grinsen im Gesicht: Sonne und Neuschnee, was will das Skifahrerherz mehr?!

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Unser Hotel, das Coast Blackcomb Suites at Whistler, liegt genial: direkt an der Piste, also „Ski in – Ski out“. Man musste nur drei Schritte machen und konnte schon die erste Abfahrt genießen. Nach der Zeit auf der Piste ging es dann gleich ins Hot Tub, von dem man einen guten Blick auf Hotel und ebenfalls die Piste hatte. Der Whirlpool wie auch das Außenbecken waren eine Wohltat für unsere müden Muskeln. Im Hotel gab es nachmittags süßes Gebäck, Kaffee und Tee für den kleinen Hunger zwischendurch. Unser Zimmer war sehr großzügig gestaltet, hatte zwei getrennte Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit Küche und vor allem einen Gaskamin, mit dem es sofort sehr heimelig wurde.

Das Skigebiet hat uns sehr gefallen, und in Kanada Ski zu fahren, ist wirklich etwas anderes! Zunächst haben wir unsere Skipässe ein wenig belächelt, weil es hier kein Chipkartensystem wie in Österreich gibt. Man muss die Pässe jeweils an der Talstation vorzeigen, um auf den Berg zu gelangen, sie werden dann aber mit einem sehr freundlichen „How are you?“ persönlich vom Liftpersonal angeschaut. Alles in allem läuft es hier viel relaxter ab. Sowohl das Personal als auch die Mitfahrer sind sehr entspannt. Selbst Skifahrer, die allein unterwegs sind, warten so lange, bis bei einer Gruppe eine Person fehlt. Dann wird höflich gefragt, ob man wirklich noch mit in den Lift steigen dürfe. Kein Geschiebe und Gedränge, weil jeder der Erste sein will, wie man es bei uns zu Hause kennt.

Der Schnee macht seiner Bezeichnung „Powder“ tatsächlich alle Ehre: Aufgrund der Nähe zum Meer und der zugleich recht hohen Lage ist er den ganzen Tag über total fluffig, wenig aufgeschoben und sehr gut zu fahren. Überall gibt es Stellen, an denen sich auch die abseitsbegeisterten Freerider bestens austoben können, das Backcountry-Areal ist nahezu unbegrenzt, und für Park-and-Pipe-Liebhaber sind ganze Abfahrten in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden mit den verschiedensten Jumps, Boxes, Rails und „Gimmicks“ verfügbar. Die Pisten sind hier sehr weitläufig und ziemlich wenig befahren, und auch am Wochenende, wenn die Gäste aus Vancouver und dem Umland anreisen, gibt es genug Platz. Auch wenn der höchste mit Liften zu erreichende Gipfel in Whistler mit 2.284 Metern gar nicht so hoch liegt, hat man doch das Gefühl, nur sehr wenig zu liften, dafür aber sehr lange abzufahren. Die längste Abfahrt auf beiden Bergen (Whistler Mountain und Blackcomb Peak) ist jeweils elf Kilometer lang.

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Wenn man ausgepowert ist, kann man einen schönen Ziehweg nehmen, der quer durch den Wald und das Gebiet führt, und über den man alles erreicht. Hier lässt es sich bequem fahren ohne zu schieben. Es gibt Pisten der unterschiedlichsten Anforderungen, von der Kategorie „Grün“ bis hin zu „Doppelt Schwarz“ (Experts only), es ist also für jeden Geschmack etwas dabei. Das Skigebiet hier ist riesig, 22 Quadratkilometer, und wird überragt von den beiden Bergen Whistler Mountain und Blackcomb Peak. Mit der Peak to Peak Gondola – die Seilbahn mit der gegenwärtig größten Spannweite aller Luftseilbahnen (4,6 km) und der höchsten Höhe über dem Boden – kommt man von Berg zu Berg. Die Fahrt ist einfach atemberaubend!

Ein Highlight, das man nicht verpassen sollte, ist das „Fresh Tracks Ticket“. Es brachte uns am frühen Morgen gemeinsam mit rund 600 anderen Gästen schon vor dem ganzen Trubel auf den Berg. Zunächst fährt man auf die Bergstation in Whistler, um ein ausgiebiges Frühstück zu genießen. Trotz der vielen Leute, die gleichzeitig ans Buffet stürzen, kommt es kaum zu Warteschlangen; alles ist äußerst gut organisiert. Im Restaurant mit der großen Glasfront kann man einen fantastischen Sonnenaufgang in den Bergen miterleben – wie aus dem Bilderbuch, faszinierend! Sobald die Glocke und der Ruf „Tracks are open“ ertönen, zieht es alle hinaus auf die frisch gespurten Pisten oder auf den Berg, um die ersten Spuren in den Tiefschnee zu ziehen. Wir hatten wahnsinniges Glück, denn in der Nacht vor unserem Gipfelsturm hat Frau Holle es mit feinstem Pulverschnee gut mit uns gemeint und uns einen wundervollen Powder-Tag bei schönem Wetter beschert.

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Auch als Stadt hat Whistler viel zu bieten, zum Beispiel gute Möglichkeiten für die Abendgestaltung. Es macht Spaß, durch die ausgedehnte Fußgängerzone zu schlendern. Fast kommt man sich wie in Disney World vor. Hier und da lugt ein lebensgroßer Elch oder ein Bär (unecht, versteht sich) aus den Shops hervor, und bunte Lichterketten verleihen der Stimmung einen weihnachtlichen Touch. Es gibt sowohl Läden, in denen man sich mit Sportequipment ausstatten kann, als auch einige sehr nette Lädchen, die Souvenirs wie auch Kleidung anbieten. Darüber hinaus warten hier Restaurants für jeden Geldbeutel – empfehlen können wir den Mexikaner am Market Place und The Brewhouse ((http://www.markjamesgroup.com/brewhouse.html)) (leckere Pizzen und die besten Burger der Stadt). Auch eine Art Après-Ski kann man machen, was jedoch nicht mit der Schlager-Party-Musik in Österreich vergleichbar ist; das Amsterdam Café hat chillige Musik und der Irish Pub jeden Abend eine Liveband zu bieten. Aber es gibt noch viel mehr in Whistler. Das Freizeitangebot ist unerschöpflich und bietet weitere Abwechslung zur Piste. Die Stadt besteht aus zwei Teilen, Whistler Village und Blackcomb, die mit einem kostenlosen Shuttlebus miteinander verbunden sind. Zu Fuß braucht man auch nur gut 10 Minuten dorthin.

Unser Fazit: Whistler ist das größte und eines der schneereichsten Skigebiete Nordamerikas, obendrein gut organisiert und sehr zu empfehlen. Es bietet sowohl tolle weitläufige Pisten als auch viele Einkaufsmöglichkeiten, gute Restaurants und nette Bars. Die Hotels sind allesamt sehr schön. Eine Reiseziel, für das sich der lange Flug absolut lohnt! Kanada ist ohnehin immer eine Reise wert, im Sommer wie auch im Winter. Die Organisation mit CANUSA war toll, alles lief völlig reibungslos, und auf Fragen wurde prompt reagiert – sehr zu empfehlen!

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11.November 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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