Westernstimmung in Winthrop in Washington State

Diablo Lake, View Point , Ross Talsperre

Diablo Lake in der Ross Talsperre

Den nächsten Tag begannen wir früh mit dem hehren Ziel, den Highway 20 bis zum verschlafenen Westernort Winthrop und wieder zurück zu fahren. Bei bestem Wetter führte uns unser Weg, dem Highway 20 folgend, zunächst zum nächsten Damm, dem Ross Dam. Vom Viewpoint aus wurden wir wieder mit einer spektakulären Aussicht belohnt. Generell gibt es auf dem gesamten Weg über den Highway 20 sehr viele kleine Parkbuchten, Parkplätze und wunderschöne Wasserfälle. Man fährt in kleinen Etappen von einem Aussichtspunkt zum nächsten.

Das kam uns sehr gelegen, da wir an einer Campertour die flexiblen Möglichkeiten für spontane Stopps, kleine Wanderungen und Picknicks an den schönsten Orten so sehr mögen. Zwei Viewpoints können wir auf dem Weg durch die Cascades ganz besonders empfehlen: den Washington Pass Overlook und den dahinter gelegene Wendepunkt Richtung Kangaroo Ridge! An diesen beiden Punkten wird man mit atemberaubenden Aussichten in das Tal und einem wunderschönen Ausblick über die Gebirgslandschaft belohnt. Ein Stopp ist hier ein Muss! Je nach Jahreszeit kann es sein, dass der Weg zum Viewpoint für Fahrzeuge gesperrt ist, zu Fuß ist es aber trotzdem möglich, bis zum Aussichtspunkt zu spazieren. Ab hier führt der Highway bergab. Nach und nach verlässt man die Berge, und die Landschaft ist zunehmend durch Felder und blühende Wiesen am Rande von großen Farmen geprägt. Die Ranches haben sowohl ein typisches amerikanisches Flair, das man aus Westernfilmen kennt, erinnern oftmals aber auch an kleine Bergdörfer in den Alpen. Nicht umsonst ist der Spitzname der North Cascades „American Alps“.

Highway 20

Farm am Highway 20

Farmen entlang des am Highway 20

Ausblick entlang des Highway 20

Winthrop
Auf dem Weg zum Westernstädtchen Winthrop änderte sich das Wetter leider zum Schlechten. Wir stellten den Camper hinter dem Ortsschild auf einem kostenlosen Camper Parkplatz ab. Von dort aus war es nur ein halber Kilometer zu Fuß bis in die Stadt. Die Bilder unseres Reiseführers haben Lust auf die Westernatmosphäre gemacht. Winthrop ist zwar eine wieder aufgebaute Westernstadt, aber unsere Erwartungen wurden trotzdem nicht enttäuscht. Wer mit dem leichten Kulissencharakter leben kann, der wird einen Stadtbummel durch Winthrop mögen. Die kleine lebendige Stadt bietet viele Essens- und Einkaufsmöglichkeiten. Nach einem Spaziergang durch die Stadt haben wir uns mit einer Portion Pommes im rustikalen Saloon Three Fingered Jacks belohnt. Die Atmosphäre ist auch hier zwar kulissenartig, aber sympathisch. Außerdem goss es draußen in Strömen, sodass wir unsere Pommespause richtig genießen konnten.

Als wir mit dem Essen fertig waren, hörte der Regen auf, sodass wir uns wieder auf den Rückweg machen konnten. Wir wollten vor der Etappe durch die Berge noch tanken und entdeckten zufällig eine Tankstelle in Mazama, einem kleinen, etwa 25 Kilometer von Winthrop entfernten Ort. Die hölzerne Tankstelle entpuppte sich auch als sympathischer Bioladen mitten im Nirgendwo. Hier betankten wir unseren Camper mit Diesel und deckten uns mit leckerem Essen ein, bevor wir mit Stopps an einigen Viewpoints zum Colonial Creek Campground zurückfuhren. Trotz des Regens verbrachten wir hier noch eine schöne vorletzte Nacht unserer Reise und machten uns am kommenden Tag zeitig auf den Weg Richtung Grenze und Vancouver.

Westernstädtchen Winthrop in Washington State

Das kleine Westernstädtchen Winthrop

Tankstelle vor Winthrop

Urige Tankstelle und Bioladen

Eine der schönsten Strecken
Im Nachhinein können wir sagen, dass die Strecke durch die North Cascades (Highway 20) – egal aus welcher Richtung man kommt – eine der schönsten ist, die wir bislang gefahren sind. Das reine Fahren ist auf Camperreisen nicht unsere Lieblingsbeschäftigung, aber diese Strecke hat uns mit den immer wieder atemberaubenden Aussichten und den vielen Wasserfällen am Straßenrand absolut überzeugt! Bei schönem Wetter zwischen den Bergen entlangzufahren und immer wieder die Aussicht auf die türkisblauen Stauseen zu genießen, ist wahnsinnig beeindruckend! Wir empfehlen deshalb, genug Zeit einzuplanen, um den Highway 20 in beide Richtungen fahren zu können. Der Perspektivenwechsel auf der Rückfahrt lohnt sich.

 

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5.Januar 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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