Welcome to Atlanta

Atlanta

Gestern ging’s um acht Uhr morgens los: Mit United Airlines flog ich von Hamburg über Newark nach Atlanta und hatte auf beiden Flügen Plätze in der Premium-Economy-Klasse – das lohnt sich! Die durchschnittlich 15 Zentimeter mehr Beinfreiheit sind nicht nur was für große Leute, sondern auch für alle, die nicht stundenlang in einer Position verweilen können (also hippelig sind, so wie ich), und sich über weitere Entfaltungsmöglichkeiten freuen … Der Service und das Unterhaltungsprogramm waren wie immer gut, und in Newark gab es dann die große Überraschung: An den Immigration-Schaltern war gar nichts los, sodass ich in nicht einmal zehn Minuten die Einreiseformalitäten erledigt hatte. Der zweistündige Flug nach Atlanta war dann schnell vorbei. Zuerst freute ich mich über das umfangreiche Bordprogramm (über 100 TV-Sender!), musste dann aber feststellen, dass es nur über Bezahlung lief … und griff doch lieber zu einem Buch!

Und dann kam Atlanta: Ich war vorher schon sehr gespannt, ob sich die Größe des Flughafens bemerkbar machen würde. Und ich kann nur sagen: oh ja! Wir sind allein nach der Landung bestimmt noch mal 20 Minuten bis zum Terminal gerollt und haben in der Zeit unzählige Starts und Landungen gesehen. Dann musste ich mich auf den Weg zu meinem Gepäck machen, wozu ich zwei Möglichkeiten hatte: Flughafenbahn oder Fußmarsch. Nach dem ganzen Herumsitzen habe ich mich für die zweite Option entschieden. Bis ich irgendwann meinen Koffer hatte, war mehr Zeit vergangen, als ich in Newark für die Einreise, Kofferübernahme und -abgabe sowie die erneute Sicherheitskontrolle benötigt hatte!

Vom Flughafen aus bin ich mit der MARTA, dem Nahverkehr in Atlanta, zu meinem Hotel gefahren. Man hat die Wahl zwischen Einzelfahrten (2,50 $) sowie (Mehr-)Tageskarten und ist innerhalb von knapp 20 Minuten am Peachtree Center, wo sich mein Hotel befindet, das Hilton Atlanta. Das Hotel verfügt über gut 1300 Zimmer, einen eigenen Joggingpfad, drei Tennisplätze, einen Pool, ein Fitness-Center und, und, und. Für mich war die Lage das Wichtigste, denn von ihr aus sind CNN, die World of Coca-Cola und all meine anderen Ziele zu Fuß zu erreichen. In Atlanta hatte ich mich für den CityPass entschieden, der alle Sehenswürdigkeiten enthält, die ich besuchen wollte. Das heißt, man kauft den Pass und braucht nicht überall an den Ticketschaltern anstehen, hat häufig auch Zugang über die Fast Lanes und spart obendrein noch Geld.

 CNN von innenCNN
Coca Cola World of Coca Cola

Mein erstes Ziel war CNN. Das Gebäude beheimatet nicht nur den Fernsehsender, sondern auch ein Fitness-Center sowie einen Food-Court und grenzt direkt an das Omni Hotel, von dessen Balkonen aus man direkt in die Empfangshalle von CNN schauen kann. Während einer knapp einstündigen geführten Tour lernt man vieles über den Weg von der Entstehung einer Meldung bis hin zu ihrer Übertragung im Fernsehen. Man sieht Studios, die News Rooms, in denen Mitarbeiter rund um die Uhr nach den neuesten Meldungen suchen, und erfährt vieles über die Geschichte des größten Nachrichtensenders der Welt. Und wie man Menschen im Fernsehen nach und nach unsichtbar macht, konnte ich dort auch erfahren …

Danach ging ich durch den Centennial Olympic Park zur World of Coca-Cola – ein Fußweg von gerade einmal fünf Minuten. Auf zwei Etagen wird alles rund um Coca-Cola gezeigt: Erinnerungstücke, Filme und mehr. In einem 4-D-Kino geht man auf die Jagd nach dem Geheimrezept (Achtung: Personen, die Probleme mit dem Rücken haben, sollten lieber darauf verzichten), und in einem weiteren Raum kann man sich durch über hundert internationale Sorten des Konzerns probieren. Der deutsche Markt wird übrigens von Mezzo Mix vertreten. Man merkt: In diesem Gebäude waren die Marketing-Profis unterwegs … aber interessant ist es auf jeden Fall.

Direkt nebenan befindet sich das Georgia Aquarium, das größte Indoor-Aquarium der Welt. Raucher aufgepasst: Feuerzeuge werden bei der Sicherheitskontrolle einkassiert, also besser nicht das Lieblingsstück dabei haben. Das Aquarium ist in verschiedene Bereiche unterteilt, wie zum Beispiel Fluss und Ozean, es gibt eine Delfin-Show, ein 3-D-Kino und eine Ausstellung mit präparierten Meeresbewohnern. Ich war sehr beeindruckt! Man schaut sich die Fische nicht nur wie in den üblichen Aquarien an, sondern läuft unter ihnen durch oder durch sie hindurch. Es schwimmen Haie an einem vorbei, über dem Kopf sieht man einen riesigen Rochen, es gibt Belugawale, Pinguine, Otter und viele weitere Arten. Ich bin kein regelmäßiger Besucher von Aquarien, aber dieses hier fand ich sehr sehenswert!

Am Nachmittag bin ich dann mit dem Elektroauto durch die verschiedenen Bezirke Atlantas gefahren, eine sehr interessante Tour! In die Autos passen inklusive Fahrer sechs Personen, und man ist mit bis zu 30 Meilen pro Stunde unterwegs. Auf der witzigen Tour hatten wir viel Spaß, und unser Guide hat uns viele interessante, spannende und witzige Geschichten erzählt sowie Restaurant-Tipps für Atlanta gegeben! Das ist mal eine etwas andere Art, eine Stadt zu „erfahren“ – sehr empfehlenswert! Danach bin ich noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert, habe das Martin Luther King Memorial besucht und bin zurück zum Hotel gelaufen. Dort ließ ich den Tag gemütlich ausklingen, denn am nächsten Tag stand eine relativ weite Strecke mit dem Auto auf dem Plan – ab an’s Meer!

Martin Luther King Memorial Aquarium in Atlanta
Haus von Martin Luther King in Sweet Auburn in Atlanta Das größte Indoor-Aquarium der Welt in Atlanta
Das Georgia Aquarium entdecken Gebäude in der Innenstadt von Atlanta

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30.Oktober 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


3 Kommentare für “Welcome to Atlanta”

  1. Ann-Christin sagt:

    Hallo Kolja,
    Ich hab’s versucht, aber ich glaube, das ist nicht zu schaffen.
    Die Saison geht zu Ende und von daher war überall nicht allzu viel los und ich konnte mir alles in Ruhe anschauen.

  2. Kolja sagt:

    Klingt klasse. Viel Programm für einen Tag hast du da abgerissen. Hast du alle 100 Sorten Coca Cola probiert?

  3. Kristina sagt:

    toll, toll, toll!

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