Wale und Vancouver

Vancouver Skyline

Schweren Herzens haben wir den Okanagan Lake und unseren idyllischen Campground am Bear Creek verlassen und uns auf den Weg in Richtung Vancouver gemacht. Auch wenn die Strecke nur gut 400 Kilometer lang ist, können wir nur empfehlen, mindestens sechs Stunden für die Fahrt einzuplanen. Vor allem der Highway 97C bis nach Merritt ist sehr bergig, sodass man auf manchen Passagen trotz sehr guter Straßen höchstens 40 km/h fahren kann – aber man wird immer wieder mit tollen Bergpanoramen und Ausblicken auf idyllische Bergseen belohnt. Ab Merritt führt der Highway 5 nach Vancouver, eine ebene und einfach zu fahrende Strecke. Auf dem Weg haben wir noch einen Zwischenstopp in Harrison Hot Springs eingelegt – ein hübscher kleiner Ferienort am für Familien besonders gut geeigneten Harrison Lake. Es gibt dort auch einen Kinderstrand mit Wasserrutsche, Hüpfburg und vielen Spielmöglichkeiten. In Vancouver haben wir zunächst unseren Campground angesteuert, den Burnaby Cariboo RV Park; er ist gut vom Highway aus erreichbar und liegt rund 20 Kilometer östlich der Innenstadt. Für einen städtischen Campingplatz ist der Park recht grün und ruhig; vor allem ist er komfortabel ausgestattet: mit Indoorpool, Whirlpool, Mini-Supermarkt und kostenlosem WLAN. CANUSA-Kunden erhalten dort übrigens 10 % Rabatt auf die erste Übernachtung. Die Innenstadt ist von hier aus sehr gut mit dem Skytrain, einer Hochbahn, erreichbar, die Station Production Way/University ist 10 Minuten zu Fuß entfernt, und die Bahn benötigt nur 30 Minuten bis zur Waterfront. Die Tagestickets sind an der Rezeption des Campgrounds erhältlich. Tipp: Abends ab 18 Uhr kosten die One-way-Tickets ins Zentrum und zurück nur 1,90 Dollar.

Vancouver Skyscraper Vancouver Stanley Park
Vancouver Sonnenuntergang am Strand Vancouver abends

Da wir neugierig auf die Stadt waren, von der wir vor der Reise so tolle Bilder und Reportagen gesehen hatten, haben wir uns am gleichen Abend noch auf den Weg nach Downtown gemacht. Wir fuhren zur Haltestelle Burrard und spazierten von dort aus die Burrard Street entlang bis zum Sunset Beach. Die Stimmung und das schöne Licht während der Dämmerung machten den Blick auf Granville Island und die English Bay noch malerischer. Die Atmosphäre am Sunset Beach war sehr entspannt, viele Radfahrer und Jogger waren unterwegs, und die letzten Boote fuhren in den Hafen. Wir spazierten am Strand entlang zum Inukshuk und genossen dort den Sonnenuntergang. Der Blick auf die Bucht und die in der Bucht liegenden Frachter ist einmalig! Beflügelt von der tollen Stimmung am Strand spazierten wir über die Denman Street und den Harbour Green Park vorbei an den vielen beeindruckenden Jachten in der Marina zur Waterfront-Station, von wo aus wir zurück zu unserem Campingplatz fuhren. In der Denman Street gibt es übrigens viele Restaurants, Bars und Cafés, in denen man den Abend gemütlich ausklingen lassen kann – sehr zu empfehlen!

Vancouver Inukshuk Vancouver Marina
Im Stanley Park unterwegs Vancouver Stanley Park, Ausblick vom Teahouse
Vancouver Stanley Park, Totempfähle Vancouver Steam clock

Am nächsten Tag sind wir durch die Innenstadt und den berühmten Stanley Park gelaufen. Los ging es an der Station Waterfront, immer entlang des Coal Harbour bis zum Stanley Park. Die Sonne schien, und wir hatten entlang des Stanley Park Drive, der einmal um die Halbinsel herumführt, traumhafte Ausblicke auf die Skyline, den Hafen sowie North und West Vancouver. Auf dem Hauptweg ist immer viel los, kaum hat man ihn jedoch verlassen und einen der zahlreichen Waldwege im Park betreten, wird es ruhiger und ursprünglicher. Ein Netz aus vielen Rad- und Wanderwegen führt durch den Park; je nach Lust und Zeit kann man hier auch einen ganzen Tag durch den Wald spazieren. Wir kamen an hohen alten Zedern und am schönen Beaver Lake vorbei und begegneten Eichhörnchen in allen Farben und Größen. Schließlich erreichten wir das Teahouse, vor dem einige Picknicktische und Bänke stehen und von wo aus man einen traumhaften Blick auf den Burrard Inlet hat. Diesen schönen Tag ließen wir später im historischen Stadtteil Gastown ausklingen. Wir schlenderten die Water Street und die umliegenden Straßen entlang, warfen von außen einen Blick in einige der vielen interessanten Galerien, aßen etwas in einem der gemütlichen Cafés und besuchten die berühmte Steam Clock. Dieser Stadtteil zeigt mit seinen schönen roten Backsteingebäuden, den schmalen Gassen sowie mit bunten Galerien und alternativen Cafés eine andere interessante Facette von Vancouver, abseits der modernen Hochhäuser und Metropolen-Atmosphäre.

Am nächsten Tag verließen wir den Campingplatz und fuhren nach Granville Island. Von dort aus stand für uns eine Whale-Watching-Tour in der Strait of Georgia und vor den Gulf Islands auf dem Programm. Die Tour mit den Wild Whales Vancouver hatten wir am Vortag im Visitor Centre an der Waterfront im Zentrum gebucht. Mit 130 Dollar war der Ausflug nicht ganz billig, und wir fragten uns, ob es das wert wäre – aber dann verbrachten wir einen traumhaften Tag auf dem Wasser! Die Tour begann um 12 Uhr in der Broker’s Bay, wo sie um 18:30 Uhr auch wieder endete. Wir hatten vorher und nachher noch Gelegenheit, uns Granville Island anzuschauen, frühstückten frische Leckereien auf dem Public Market und schlenderten durch die kleinen Gassen. Dann ging die Tour los, die sich allein schon wegen der tollen Blicke auf die Stadt, die Küste und später auf die wunderschöne Inselwelt vor Vancouver Island lohnte. Auf der einen Seite wilde, zerklüftete Küstenabschnitte und ursprüngliche Wälder und auf der anderen feine Sandstrände und Privatgrundstücke mit schicken Bauten. Kaum hatten wir die Strait of Georgia verlassen und gelangten zu den Gulf Islands, trafen wir auch schon die ersten Robben und konnten Weißkopfseeadler sowie Kormorane beobachten. Dann erreichten wir eine Bucht, in der sich laut unseres Captains eine Gruppe von Orcas befinden sollte – und so war es auch! Wir trafen auf eine Gruppe von über zehn Tieren und konnten sie eineinhalb Stunden auf ihrer Reise begleiten. Sowohl junge Orcas als auch erwachsene Tiere waren in der Gruppe, und es machte riesigen Spaß, sie zu beobachten. Die Jungtiere machten viele Sprünge und Drehungen, als würden sie miteinander spielen. Während der Tour hat unser Guide Catherine, eine Meeresbiologin, die Tiere und ihre Lebenswelt sehr gut erklärt. Ein Ausflug, den wir nur empfehlen können!

Walbeobachtung in der Strait of Georgia Walbeobachtung von Vancouver aus

In der Abendsonne fuhren wir auf dem Sea-to-Sky Highway von Vancouver in Richtung Squamish und erreichten den Klahanie Campground. Der Patz liegt sehr schön oberhalb des Howe Sound und gegenüber den Shannon Falls, ist einfach ausgestattet und sehr ruhig und gemütlich. Wir hatten Glück und bekamen einen Platz mit Blick auf den Howe Sound – der ideale Ort, um diesen erlebnisreichen Tag in Ruhe ausklingen zu lassen. Aufgrund seiner Lage und der netten Atmosphäre können wir den Platz sehr empfehlen.

Campground Squamish, Sea-to-Sky-Highway Campingplatz Squamish

Odette und Sebastian, Walbeobachtung

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2.August 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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