Vulkanische Naturschutzgebiete in Oregon

Lavafelder am McKenzie Pass

Wanderung am McKenzie Pass

Nach Bend und zum Newberry National Volcanic Monument

Nun verließen wir die wunderschöne Oregon Coast, und unser nächstes Ziel war die kleine Stadt Bend in Central Oregon, gut 250 Kilometer von Florence entfernt; das war die bis dahin längste Fahrt auf unserer Reise. Wir ließen die Sanddünen im strömenden Regen hinter uns, wodurch uns der Abschied von der Küste nicht ganz so schwerfiel. Gut, dass wir gestern noch die Dünen bei Sonnenschein genießen konnten. Vorbei an Eugene – die zweitgrößte Stadt in Oregon – erreichten wir über den Highway 126 den Ort McKenzie Bridge. Von dort aus kann man über den McKenzie Pass nach Sisters fahren, statt außenrum über den Highway 20. Die Passstraße ist auf jeden Fall zu empfehlen: Eine landschaftlich sehr interessante Strecke durch Lavafelder und Wälder.

Der Pass geht hinauf bis auf 1500 Meter Höhe und befindet sich mitten in den Lavafeldern. Von hier aus hat man einen tollen 360-Grad-Blick auf die Berge und Vulkane der Region: Three Sisters, Mt. Jefferson, Mt. Washington, Black Butte, um nur die berühmtesten zu nennen. Die Straße hinauf zum Pass ist sehr kurvig, ziemlich eng und endet in dem kleinen Ort Sisters. Fahrzeuge mit einer Länge von über 35 ft. dürfen hier nicht fahren. Auch wir waren uns an manchen Stellen unsicher, ob die Straße breit genug für uns und das entgegenkommende Fahrzeug sein würde. Es war eine aufregende Fahrt, die sich auf jeden Fall für uns gelohnt hat.

Der Garden RV Campground – viel Komfort

Da es mittlerweile spät war, wollten wir erst mal einen Campground suchen und am nächsten Vormittag durch Sisters bummeln, bevor es dann weiter nach Bend gehen würde. Ein paar Meilen südlich von Sisters wurden wir fündig und bekamen gerade noch einen der letzten Plätze auf dem Garden RV Campground, einem der bis dahin für uns teuersten Plätze. Dafür wurden wir aber auch von einem Mitarbeiter mit einem Golfcart zum Stellplatz eskortiert, der dann auch noch unseren Müll entsorgte. Die Duschen und Toiletten befinden sich dort in einer Log Cabin mit Designer-Waschbecken – so etwas hatten wir auch noch nicht erlebt. Leider hatten wir unseren kleinen schönen Kugelgrill im Honeyman State Park vergessen und mussten nun auf dem Rost der Feuerstelle grillen, aber das ging natürlich auch, und es gab leckeres Filet Mignon. Draußen sitzen konnten wir leider nicht, da es auf 1000 Meter Höhe schon wesentlich frischer war und es später auch zu regnen anfing. Also: Indoor Dining und kein Lagerfeuer an diesem Abend. Etwas später zog noch ein richtiger Sturm auf, das Wohnmobil wackelte ganz gut, der Regen prasselte, und wir kuschelten uns unter unsere Decken – Goodnight!

Lavafelder am Vulkan im McKenzie Pass

McKenzie Pass im Lavagebiet

Kleine Stadt im Weternstil: Sisters

Sisters: „Der wilde Westen“ in Oregon

Sisters: Frühstück in der Sisters Coffee Company

Für den folgenden Tag war eigentlich Regen angekündigt, aber wir wurden mit ein paar Sonnenstrahlen geweckt. Bevor wir nach Bend fuhren, ging es erst einmal nach Sisters. Dort hatte man uns die Sisters Coffee Company empfohlen. Der Ort wurde im Westernstil erbaut und wirkte auf uns sehr relaxt mit seinen vielen netten kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants, wir fanden alles wirklich ganz süß. Das Gebäude der Sisters Coffee Company ist wie ein großer Saloon angelegt – es fehlten nur noch die angeleinten Pferde draußen … Drinnen fanden wir es urgemütlich mit den Tischen und Stühlen aus Holz, den kuscheligen Sofas und Sesseln und dem riesigen Kamin. Den dort gerösteten Kaffee fanden wir sehr gut. Zu empfehlen sind auch die Marionberry Muffins – die Beeren dafür wachsen übrigens nur in Oregon. Karlotta hatte sich gleich in das kleine Schaukelpferd vor dem Kamin verliebt. Und wir in den Kaffee – der Tag begann also fantastisch! Im Anschluss bummelten wir noch etwas durch Sisters und fuhren dann am frühen Nachmittag weiter in Richtung Bend. Eigentlich wollten wir dort stoppen, aber da Karlotta vorher noch gar nicht geschlafen hatte und gerade erst eingeschlafen war, beschlossen wir, noch etwas weiter zu fahren.

Einer von vielen Vulkanen: der Lava Butte

Am Lava Lands Visitor Center, 20 Kilometer südlich von Bend, hielten wir und informierten uns über das Newberry National Volcanic Monument am Lava Butte. Das ist nur einer von vielen hohen Vulkanen in dieser Gegend. Man kann auf ihn hochlaufen oder aber sich mit einem Shuttle-Bus (stündlich ab Visitor Center) hochfahren lassen. Den Bus hatten wir leider gerade verpasst und keine Lust, eine Stunde zu warten. Nachdem wir die interessante Ausstellung über das Newberry National Volcanic Monument im Visitor Center gesehen hatten, beschlossen wir, weiter Richtung Süden zu fahren und dort die Nacht auf einem der kleinen National Forest Campgrounds zu verbringen. Unser Plan war es dann, am nächsten Tag den Krater und die Lavafelder zu erkunden. Bevor wir dorthin aufbrachen, wollten wir jedoch noch nach Bend fahren und in einer der vielen Brauereien ein Lunch genießen. In dem Ort gibt es zehn Brauereien, die Deschutes Brewery ist wohl die bekannteste, in der wir dann auch landeten. Wir genossen leckere Burger und einen Sampler mit sechs verschiedenen Bieren. Die Microbreweries können sich wirklich sehen lassen, man trinkt dort richtig lecker!

Newberry Volcanic National Monument

Wandern im Newberry Volcanic National Monument

Campground am Paulina Lake in ORegon

Campground am Paulina Lake

Die Nacht am Paulina Lake

Es war spät geworden, und wir hatten mal wieder ein paar Einkäufe im Supermarkt zu erledigen. Leider blieb keine Zeit mehr für einen Bummel durch Bend, denn wir mussten ja noch gute 30 Kilometer zum Paulina Lake Campground fahren, der auf 2000 Meter Höhe direkt am kleinen Paulina Lake liegt. Der See ist so ähnlich wie der Crater Lake im gleichnamigen National Park, nur nicht so groß und so tief. Das Wetter dort oben war kalt, windig und regnerisch, und wir konnten leider kein Lagerfeuer machen. Wir hofften, dass es am nächsten Morgen besser werden würde. Karlotta spielte noch etwas im Camper, wir machten noch einen Leseabend und gingen früh schlafen.

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16.Februar 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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