Von Idaho weiter nach Oregon

Kanu fahren in Bend

Kanutour in den Cascade Mountains

Der letzte Tag in Idaho und weiter nach Oregon

Der letzte Tag in Idaho lag vor uns, bevor es in den nächsten Staat nach Oregon gehen sollte. Wir fuhren zeitig los und waren dementsprechend schon recht früh an unserem Koa Campground in Arco. Der Campground verfügt über einen schönen Pool, den wir praktisch für uns alleine nutzen konnten. Es war zur Abwechslung ganz schön, mal wieder viel Platz und Komfort zu haben. Der Wechsel zwischen State Park Campgrounds und den privaten (KOA) Campgrounds, die natürlich alle hervorragend ausgestattet sind, ist wirklich empfehlenswert. Wir genossen das Wasser eine gute Stunde bei herrlichem Sonnenschein. Abends ließen wir uns vom KOA Burger und Pommes direkt an unseren Stellplatz bringen, ein toller Service! Mit einem großen Salat dazu hatten wir ein leckeres Abendessen und ich musste mal nicht kochen.

Abenteuer am Lake Owyhee

Am nächsten Tag konnten wir auch noch schön frühstücken gehen, denn der KOA bietet morgens zwischen neun und zehn Uhr frisch zubereitete Waffeln. Lecker! Wir starteten kurz nach zehn und sollten für unsere Strecke nach Oregon laut Google Maps ca. fünf Stunden brauchen – mit einem Camper sollte man immer etwas mehr Zeit einplanen. Wir hatten eine ganz entspannte Fahrt und alle waren gut gelaunt. Das letzte Stück der Strecke zum Lake Owyhee State Park war dann aber doch anspruchsvoller. Die Straße wurde immer enger und wand sich am Abgrund entlang. Die Landschaft war zwar traumhaft schön, aber die Straße sehr eng und kurvig und auch noch mit einem ganz engen Tunnel unterbrochen. So konnte ich leider die Landschaft nicht genießen, da ich mich gut konzentrieren musste. Gegen fünf Uhr nachmittags erreichten wir dann unseren Campground, direkt am Lake Owyhee gelegen.

State Park Lake Owyhee

Der Lake Owyhee in Oregon

Lake Owyhee State Park Campground

Unser schöner Stellplatz am Lake Owyhee

Die Mädchen gingen schwimmen und ich vertrat mir nach der langen Fahrt die Beine. Unsere Abendunterhaltung bestand darin, den Lösch-Helikoptern zuzusehen, die sich Wasser aus „unserem“ See holten – hinter der nächsten Bergkuppe war anscheinend ein größerer Waldbrand. Rauchwolken zogen entlang der Berge und sehen makaber schön vor dem ansonsten immer noch blauem Himmel aus. Gegen 21 Uhr klopfte der Ranger an unser Wohnmobil und erklärt uns, dass der Campground evakuiert werden musste. Ein Schreckmoment! Ich scheuche die Mädchen aus der Dusche, wir packen fix zusammen und fuhren los. Laut Anweisung des Rangers durften wir unterhalb des Dammes einfach an der Straße stehenbleiben und übernachten. Langsam fuhren wir los und suchten im Dunkeln einen Platz.Gar nicht so einfach. Außer ein paar Park Rangern und der Feuerwehr kam uns niemand entgegen. Schließlich fanden wir einen geeigneten Platz, machen die Schotten dicht und krabbelten ziemlich müde von der Aufregung in unsere Betten. Etwas mulmig war uns schon aber der Schlaf kam trotzdem recht schnell.

Waldbrand in der Nähe von Lake Owyhee

Dicke Rauchwolken am Horizont

Waldbrand am Abend am Lake Owyhee

Das Feuer kommt langsam über die Berge

Auf dem Weg quer durch Oregon nach Bend

Am Morgen wurden wir vom Heulen der Kojoten geweckt. Feuer und Rauchwolken sahen wir nicht mehr, also war alles wieder gut. Wir hatten eine ziemlich lange Strecke vor uns, quer durch die fruchtbaren Landschaften von Oregon bis nach Bend. Wir fuhren früh los und frühstücken unterwegs. Allen, denen wir von unserer Evakuierung erzählten, waren schwer beeindruckt – so hatten wir unterwegs jede Menge Gesprächsstoff … Am frühen Nachmittag kamen wir in Bend an und fuhren unseren Campground im Tumalo State Park an. Er liegt direkt am Deschutes River, hier konnten wir also wieder baden. Allerdings war das Wasser diesmal wirklich sehr kalt und hatte auch eine ziemliche Strömung. Also sprangen wir nur kurz rein und ließen uns dann ausgiebig von der Sonne trocknen. Der Stellplatz im Park war sehr schön, wir hatten wieder Full Hook-Up und mussten uns somit nicht ums Dumpen kümmern, auch mal nett. Heute nutzten die Mädchen dann auch mal wieder unser WiFi von Road Bear, schließlich mussten wir allen noch von unserem Abenteuer berichten … Als wir schlafen gingen, freuten wir uns schon sehr auf den nächsten Tag – wir hatten vorweg eine Kanutour gebucht.

Gegen Mittag fuhren wir zunächst schnell einkaufen und danach ging es dann mit Wanderlust Tours zu einem der wunderschönen Seen in den Cascade Mountains. Wir paddeln für etwa drei Stunden entspannt auf dem Elk Lake. Zwischendurch wurde sogar gebadet – das Wasser im See war, trotz der Höhenlage, viel wärmer als der Fluss am Campingplatz. Besonders wenn man mit Kindern unterwegs ist, sind die vielen Bademöglichkeiten, die es einfach fast überall gibt, immer wieder ein Highlight.

Kanutour auf einem See in den Cascade Mountains

Kanutour auf glitzerndem Wasser

Kanutour im Tumalo State Park

Ausblick auf den Tumalo State Park

 

 

 

 

 

 

 

 

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24.Februar 2017  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


2 Kommentare für “Von Idaho weiter nach Oregon”

  1. Kirstin Denicke sagt:

    Hallo Lydia,

    freut mich, dass Ihnen der Bericht gefällt. Wir hatten wirklich viel Spass auf unserer Reise. Wenn Sie früher unterwegs sind, ist es bestimmt nicht so heiss! Meine Kollegin war mal um den 20. Juni im Yellowstone National Park und über Nacht hatte es dann sogar geschneit … 20cm Neuschnee am Morgen. Das hielt dann aber auch nur ein paar Stunden, dann war der Spuk vorbei. Für den Yellowstone National Park empfehle ich den ganzen Sommer über eine Reservierung für die Plätze im Park. Es gibt einige, die sind „first come first served“, aber das ist natürlich immer ein Risiko. Damit Sie diesen tollen Park wirklich entspannt und mit genug Zeit geniessen können, rate ich in jedem Fall zu einer Vorabreservierung.

    Ich wünsche Ihnen einen tollen Urlaub.
    Kirstin Denicke

  2. Lydia K. sagt:

    Hallo Frau Denicke
    Habe Ihren Blog von Denver nach Seattle mit Interesse gelesen und mir ein paar Notizen gemacht. Wir fahren Ende April bis Anfangs Juni von LA nach Arizona und New Mexico und später von Denver ebenfalls hoch zum Yellowstone Park, evtl eine ähnliche Route, auch mit einem Womo von Road bear über Canusa. Ihre Reise tönt richtig spannend und erlebnisreich. In welchen Monaten haben Sie die Reise gemacht? Wir sind vermutlich zu einer früheren Zeit unterwegs, dann sollte es noch nicht so heiss und die Campgrounds im Yellowstone noch nicht so voll sein, was meinen Sie?
    Freundliche Grüsse Lydia K.

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