Von dem Craters of the Moon National Monument bis nach Kanada

Das beeindruckende Schutzgebiet des Craters of the Moon National Monument in Idaho

Auf dem Weg durch das Craters of the Moon National Monument

Das Wetter war an diesem Tag wie erwartet nicht ganz so gut wie gestern, und so wachten wir bei leichtem Regen auf. Das störte uns aber nicht besonders, denn so konnten wir immerhin auch mal unsere Regenjacken nutzen. Nach rund einer halben Stunde erreichten wir das National Monument. Mit unserem Interagency Pass hatten wir auch hierfür bereits unseren Eintritt bezahlt. Wir stoppten kurz am Visitor Center, um unsere Höhlen-Permits für das Craters of the Moon National Monument abzuholen. Außer uns war auf der Loop Road, dem Rundweg, noch niemand unterwegs, erst recht nicht auf dem ersten Wanderweg, auf den wir uns trotz des einsetzenden stärkeren Regens wagten. Wow – wir liefen auf erkalteter Lava! Alles um uns herum war schwarz, nur in der Ferne leuchtete unser Camper schneeweiss auf dem Parkplatz. Mit insgesamt sieben Haltepunkten, den Highlights des Parks, fuhren wir durch das National Monument und sahen verschiedene Krater, erkaltete Lavaströme und interessante Pflanzen. Für uns waren vor allem die Höhlen spannend. Über einen rund 750 Meter langen Weg kamen wir zur ersten Höhle, die man sich vor allem von oben anschauen kann. Etwas weiter den Weg entlang erreichten wir den Indian Tunnel – eine Höhle, die durch mehrere Einstürze sogenannte Skylights erhielt und so auch ohne eine Taschenlampe gut zu erkunden ist. Wir kletterten über die Lavahaufen und bestaunten die merkwürdigen Oberflächen, die sich bildeten. Die Höhle konnten wir am Ende durch einen anderen Ausgang wieder verlassen und wanderten dann über das Lavagestein zum Eingang zurück. Das war toll! Dann gingen wir den Weg auch bis zum Ende und schauten uns die anderen Höhlen an. Dort brauchten wir aber auf jeden Fall eine Taschenlampe. Wir mussten sogar fast kriechen, um einige Teile der sogenannten Boyscout Cave zu erreichen. Natürlich wollten wir auch die Beauty Cave kurz bewundern. Dieses Craters of the Moon National Monument sollte man sich auf jeden Fall anschauen!

Beeindruckende Landschaft des Craters of the Moon National Monument

Die beeindruckenden Felsformationen

Der imposante Weg durch das Lavafeld des des Craters of the Moon National Monument

Der Weg durch das Lavafeld

Die Fahrt durch Idaho

Nachdem wir kurz diskutierten, wie wir durch Idaho fahren wollten, entschieden wir uns für die etwas längere, dafür aber auch landschaftlich reizvollere Strecke. Es ging über den Sawtooth Scenic Byway bis nach Sun Valley, einem netten kleinen Bergort mit dazugehörigem Skigebiet. In der Stadt waren viele Fußgänger und Fahrradfahrer unterwegs, es herrschte eine richtig nette Atmosphäre. Mit einem Frappuccino von Starbucks fuhren wir weiter und nahmen den Salmon River Scenic Byway. Hinter jeder Ecke wartete ein neuer toller Ausblick über waldbedeckte Berge, den Salmon River und gepflegte Felder und Farmen. Der Umweg hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt, auch wenn wir etwa 150 Kilometer mehr gefahren sind. Zu Recht wird diese Strecke im Reiseführer als landschaftlich schönste in Idaho beschrieben. Immer wieder sahen wir vom Staat betriebene Campingplätze, die toll am Fluss liegen. Wir wollten aber vorankommen und hielten daher erst kurz vor Hamilton am Lake Como, wo wir gleich einen Stellplatz bekamen. Auch wenn es etwas regnete, machten wir ein kleines Feuer und grillten uns ein Steak und Würstchen – das musste einfach sein, so mitten im Wald. Es war mit 7 Grad bedeutend kühler als die letzten Tage, sodass wir uns am Feuer wärmten.

Der fantastische Blick vom Salmon River Scenic Byway in Idaho

Der Salmon River Scenic Byway

Die Aussicht über den Salmon River genießen bei einer kleinen Pause

Eine kurze Pause am Salmon River Scenic Byway

Eine Nacht am Whitefish Lake State Park

Da wir am folgenden Tag nur ungefähr drei Stunden Fahrt nach Whitefish in Montana vor uns hatten, ließen wir uns Zeit und genossen das Frühstück mit Spiegeleiern und Speck. Das Wetter sah vielversprechend aus, also starteten wir mit bester Laune und unter blauem Himmel. Vom Highway aus sahen wir noch mehr Farmen, und in manchen Orten wirkten sie eher so, als seien sie verlassen. Am Wegesrand gab es viele Schilder vor den leerstehenden Gebäuden. Gegen Mittag erreichten wir den Flathead Lake, der 24 Kilometer lange und 14 Kilometer breite See ist damit der größte Frischwassersee im Westen der USA. Das Naherholungsgebiet ist vor allem bei Wasserfans beliebt. Wir sahen dort Jetskis, Motor- wie auch Segelboote und Leute, die Stand Up Paddling unternahmen. Am Ende des Sees ist Kalispell, eines der Zentren unweit des nahegelegenen Glacier National Park. Wir waren auf unserer Tour nun sozusagen auf der anderen Seite des Parks angekommen. Schöner übernachten konnten wir im etwa 30 Minuten entfernten Whitefish – idyllisch am See gelegen. Wir gönnten uns ein leichtes Lunch in der Poolbar der Lodge am Whitefish Lake State Park mit Blick auf den See, umgeben von vielen Bäumen. Auch wenn es nur knapp über 20 Grad Celsius waren, hatte die Sonne ganz schön viel Kraft. Spontan entschieden wir uns, doch noch am selben Tag über die Grenze nach Kanada zu fahren, um etwas mehr Zeit im Banff National Park verbringen zu können.

Flexibel und bequem alles Sehenswürdigkeiten sehen mit dem Truck Camper

Mit dem Truck Camper in Richtung Kanada

Die offenen Landschaften von Montana

Unterwegs durch Montana

In Eureka hinüber nach Kanada

In der Nähe von Eureka überquerten wir die Grenze – aber leider nicht so schnell. Man sagte uns dort nämlich, dass wir in den USA gekaufte frische Eier nicht mitnehmen dürften, da dort eine Hühnerkrankheit verbreitet sei. Die sollte natürlich nicht nach Kanada eingeschleppt werden. Wir durften die Eier aber auch nicht einfach in Kanada entsorgen, sondern mussten mit dem Pass und zu Fuß zur amerikanischen Seite der Grenze gehen und dort in einem Duty-free Shop die Eier in einem Mülleimer entsorgen. Der Besitzer erzählte mir, dass er sich an Wochenenden vor Eiern kaum retten konnte. Es wäre einfacher gewesen, wenn es ein Schild vor der Grenze gegeben hätte … Zumindest musste ich mich nicht hinter den Autos anstellen, sondern wurde von den kanadischen Grenzbeamten nach vorn gewunken, sodass wir unseren Weg gleich fortsetzen konnten. In Fort Steele fanden wir einen netten Campingplatz, wo mich der Besitzer Bob überschwänglich begrüßte und uns einen netten Platz aussuchte. Wir konnten zum Glück in US-Dollar bezahlen, denn wir hatten nicht genug kanadische Dollar dabei, und keine unserer Kreditkarten wurde akzeptiert. Die Temperaturen waren noch richtig mild, und nach kurzer Zeit lag wieder der Duft nach Steak und gegrilltem Gemüse in der Luft. Auf unserer Picknickbank im Freien genossen wir unseren ersten (und einzigen) Abend in der Provinz British Columbia auf dieser Reise.

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6.Mai 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada, USA  Autor:


2 Kommentare für “Von dem Craters of the Moon National Monument bis nach Kanada”

  1. Ewa Troyke sagt:

    Hallo,

    danke für deinen Kommentar und deine Fragen. Um diese etwas konkreter beantworten zu können, wäre es gut zu wissen, in welche Richtung ihr von Edmonton aus gerne fahren würdet und ob ihr schon mal in der Gegend wart. Gibt es Sehenswürdigkeiten, die ihr unbedingt sehen möchtet? Und wie lange möchtet ihr unterwegs sein? Wir haben viele Kollegen, die schon fast überall unterwegs waren, und können euch dann mit ganz vielen konkreteren Antworten dienen. Wir freuen uns über eine neue Nachricht.

    Viele Grüße
    Dein CANUSA-Blog Team

  2. Wilke sagt:

    hallo an alle — wir wollen ende juni bis mitte july nach kanada und eine wohnmobilreise ab edmonton starten.
    war jemand schon mal da und kann uns gute tipps für die reise geben.vielen dank

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