Von Halifax über die Cape Breton Highlands nach Argentia

Stopp an der Glenora Distillery auf dem Weg zu den Cape Breton Highlands

Statt im Hotel zu frühstücken, folgen wir einem Tipp und laufen um die Ecke zum Coffeeshop Wired Monk. Hier gibt es leckere Frühstücksspezialitäten und sehr guten Kaffee. Da wir heute noch eine längere Fahrt vor uns haben, besichtigen wir Halifax im Schnelldurchlauf – und auch, weil es leider in Strömen gießt. Sehenswert sind hier die Zitadelle mit tollem Ausblick über die Stadt und den Hafen sowie die Waterfront mit vielen Geschäften und Restaurants.

Unser heutiges Ziel sind die Cape Breton Highlands. Auf dem Highway erreichen wir zunächst Truro und machen dann einen Abstecher in die kleine Hafenstadt Pictou. Hier fährt ganz in der Nähe die Fähre nach Prince Edward Island ab. Da das Wetter leider immer noch nicht so ganz mitspielt, bleibt es bei einem kurzen Bummel entlang des Hafens, dann setzen wir unsere Reise fort. Über den Canso Causeway, ein Damm, erreicht man die Brücke hinüber nach Cape Breton Island. In Mabou halten wir kurz an der Glenora Distillery, die zugleich auch ein Hotel ist. Der kleine Pub sieht einladend aus, und das Grundstück ist sehr gepflegt. Man kann an einer Führung durch die Destille teilnehmen, wofür wir aber leider zu spät dran sind.

Es ist bereits dunkel, als wir im Island Sunset Resort ankommen, unsere Unterkunft für diese Nacht. Wir erwischen gerade noch jemanden am Office, der uns die Schlüssel übergibt. Wenn man außerhalb der Öffnungszeiten eintrifft, werden die Schlüssen einfach im offenen Zimmer hinterlegt, und ein Zettel an der Rezeption weist den Weg zum richtigen Apartment. Diese sind in einzelnen Häusern untergebracht und bieten alle einen tollen Blick auf den Atlantik. Hier kann man bei gutem Wetter einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben, was auch den Namen des Resorts erklärt. Die Apartments bieten alles, was man benötigt, um sich selbst zu versorgen. Es gibt ein Wohnzimmer mit Gaskamin und Kitchenette, ein separates Schlafzimmer sowie ein Bad. Alles sieht sehr neu und gepflegt aus, wir fühlen uns gleich wohl. Da wir zum Kochen keine Lust haben, machen wir uns auf den Weg zum Restaurant, das zum Hotel gehört. Hier ist heute Steak & Ale Night mit schottischer Livemusik angesagt. So genießen wir ein hervorragendes Essen, ein herrliches Bier und werden gleich so richtig auf Neuschottland – Nova Scotia – eingestimmt.

Unterkunft im Island Sunset Resort

Dicker Nebel begrüßt uns am nächsten Morgen, sodass wir uns den Ausblick auf das Meer vorstellen müssen. Zum Frühstück kehren wir bei Tim Hortons ein. Das Schnellrestaurant gehört quasi zum kanadischen Kulturgut und wird in Abwesenheit von Starbucks & Co. in dieser Region noch einige Male Anlaufpunkt für uns sein. Ein Bagel mit Cream Cheese und ein starker Kaffee machen uns fit für den Tag. Heute wollen wir im Cape Breton Highlands National Park wandern – der Skyline Trail steht auf dem Programm. Am Anfang des Weges wird der Nebel dann noch etwas dichter, und wir entscheiden uns schweren Herzens, die Wanderung lieber nicht zu machen. Am Eingang des Parks kaufen wir übrigens einen National Park Pass, mit dem wir freien Zugang zu allen kanadischen Nationalparks sowie zu sämtlichen National Historic Sites haben. Man sollte vorab ausrechnen, ob sich das lohnt. Da wir in Neufundland noch zwei Nationalparks und einige Historic Sites besuchen wollen, ist der Pass für uns auf jeden Fall eine sinnvolle Investition; er kostet 68 Dollar pro Person und ist ein Jahr gültig.

Statt im Cape Breton Highlands National Park zu wandern, folgen wir dem Cabot Trail, der berühmten Ringstraße, die einmal um die gesamte Insel herumführt, und warten darauf, dass sich der Nebel verzieht. Bei Ingonish machen wir Halt an der Keltic Lodge, die hoch oben auf einem Felsen einen traumhaften Blick bietet. Vor allem für Golfer ist das ein Paradies, denn hier spielt man überall mit Blick aufs Meer. Zum Lunch kehren wir im Restaurant der Lodge ein. Der Blick ist wirklich einmalig, Essen und Service hätten aber gern noch ein wenig besser sein können.

Am späten Nachmittag erreichen wir Baddeck, wo wir unser Abendessen einnehmen wollen, bevor wir gegen 23 Uhr an der Fähre in Sydney sein müssen. Für alle Fähren nach Neufundland muss man unbedingt spätestens zwei Stunden vor Abfahrt einchecken, da sonst die Reservierung gnadenlos verfällt. Wir zeigen unseren Voucher vor, erhalten problemlos unser Ticket und fahren in die vom Personal angewiesene Wartespur. Jetzt heißt es erst mal warten, denn erst rund eine halbe Stunde vor Abfahrt wird mit dem Beladen der Fähre begonnen. Wer sich noch mit Snacks oder Getränken versorgen möchte, der kann das im Terminal erledigen. Und eine Toilette gibt es natürlich auch.

Das Fährticket ist mit einem Barcode versehen und gleichzeitig die Key Card für unsere Kabine. Da wir hundemüde sind, begeben wir uns auch direkt dorthin und sind angenehm überrascht. Alles ist sehr sauber, das Bad ist größer als gedacht und zwei bequeme Betten sowie einen Flachbildfernseher gibt es auch. Überall an Bord kann man das kostenlose WLAN nutzen. Das Schiff wurde übrigens in Deutschland gebaut, was auch an den vielen Schildern in deutscher Sprache an Deck zu erkennen ist. Da die meisten Passagen von Sydney nach Argentia auf Neufundland über Nacht gefahren werden und rund 16 Stunden dauern, sollte man unbedingt eine Kabine buchen. Die Alternative sind Schlafsessel, auf denen man sich natürlich nicht so schön ausstrecken kann.

 

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19.Juli 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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