Von Florence nach North California

Unterwegs an der Oregon Coast
Die Oregon Dunes National Recreation Area nimmt kein Ende. Sie bleibt uns sicher noch auf den nächsten 50 Kilometern erhalten und wechselt sich dann wieder mit dem beeindruckenden Landschaftsbild der Steilküsten ab. Heute wollen wir das Bandon Dunes Golf Resort erreichen, einen der besten Dünen-Golfplätze der USA – wenn nicht gar der Welt.Es ist ein sagenhafter Platz, auch wenn wir heute fast ausschließlich bei Nebel spielen. Sehr viele Bahnen verlaufen parallel zum Pazifik, und man kann sich vorstellen, dass die Anlage nicht so ganz leicht zu spielen ist. Zwischendurch wird man stets kritisch von anderen „Bewohnern“ des Platzes beäugt. Am Schluss steht unser Urteil fest: Ein neues unvergessliches Erlebnis dieser Reise. Und was den Platz auch noch besonders macht: Es wird ausschließlich gelaufen, was in den USA selten ist.

Das hervorragende Bandon Dunes Golf Resort Bandon Dunes Golf Resort
Golfplatz Bandon Dunes Golf Resort

Unser Tipp für Golfer: Man darf sich von der Qualität und den Vorschusslorbeeren nicht beeindrucken lassen. Jedes Handicap wird gegen Greenfee (im Sommer rund 275 Dollar) genommen. Der ideale Zeitpunkt zum Spielen ist der Nachmittag – wegen der besseren Preise.

Auch hier im Süden des Staates, fast an der Grenze zu Kalifornien, finden wir wieder großzügige State Parks mit Plätzen, die in oder an den Dünen liegen und auch in der Hochsaison ausreichend freie Plätze haben. Die Kosten für Campgrounds liegen in Oregon bei rund 22 bis 26 Dollar pro Nacht, und es gibt immer großzügige kostenlose Duschen. Die einfacher ausgestatteten Campingplätzen liegen bei 12 Dollar pro Nacht.

Abends an der Küste Oregons

Ab Bandon fahren wir wieder entlang der wunderschönen Küste und kommen an weiteren Highlights vorbei. Wir sehen Steilküsten, vorgelagerte Felsen, Blumenwiesen und viele kleine charmante Badeorte mit Villen in direkter Strandlage, aber auch mit ganz netten kleinen Häuschen in zweiter Reihe. Ein Erlebnis ist auch die Überquerung der Staatsgrenze zwischen Oregon und Kalifornien. Es gibt tatsächlich einen Grenzübergang mit Häuschen und eine „Agricultural Control“. Auf die Frage nach frischen Produkten darf man jedenfalls nicht mit „Kirschen“ oder „Mais“ antworten. Dann nämlich wird man ganz sicher wegen angeblicher Gefahren gebeten, die entsprechenden Produkte sofort zu entsorgen – oder schnell noch zu essen. Wir entschließen uns, schnell zehn Rainier-Kirschen zu verspeisen und setzen dann die Fahrt, ohne die Kerne zu zeigen – das sollten wir tatsächlich! –, unbehelligt fort. Willkommen in Kalifornien!

Von Crescent City aus fährt man durch herrliche Redwood-Landschaften. Uns wird trotz unseres relativ kleinen Campers dringend davon abgeraten, auf dem Highway 199 in den Jedediah Smith Redwoods State Park zu fahren, da die Äste der Bäume dort extrem niedrig hängen.

Wir fahren in den Redwood National Park und sehen den ganzen Tag Wälder und Redwood Trees pur. Diese Mammutbäume können bis zu 2000 Jahre alt und mehr als 110 Meter hoch werden. Die Hälfte des gesamten Bestandes dieser Bäume an der Pazifikküste ist in diesem Nationalpark zu finden.

Der wunderschöne Redwood National Park in Kalifornien Riesige Mammutbäume im Redwood National Park in Kalifornien

Unser Tipp: Der Park ist begehrt, man sollte den Campground vorab reservieren oder sich gleich nach der Ankunft erst mal registrieren. Wenn der Park besetzt ist, einfach zu diesem fahren: Patrick’s Point State Park – Regenwald und Campingplätze, eine mystische Kombination …

Riesieger Mammutbaum im Redwood National Park in Kalifornien Spaziergang im herrlichen Redwood National Park in Kalifornien

Wie zuvor in den anderen Gebieten, so gibt es auch hier perfekt ausgeschilderte Wanderwege. Wir wählen einen langen Hike, der am Prairie Creek Visitors Center beginnt und wandern fast fünf Stunden ununterbrochen unter den Kronen dieser majestätischen Bäume. Der Weg schlängelt sich durch den Wald, ab und zu vorbei an saftig grünen Farn- und Kleewiesen und wird von einzelnen Sonnenstrahlen erhellt, die sich durch die hohen Baumgipfel kämpfen.

Am Abend zelebrieren wir unser Dinner an einem der schönsten Strandplätze dieser Gegend. Wir beobachten bei einem der klarsten Sonnenuntergänge die mit leichtem Flügelschlag schwebenden Pelikane. Danach geht’s auf den Übernachtungsplatz. Trotz des klimatisch perfekten Abends werden wir am nächsten Morgen auf unserer kurzen Küstenwanderung vom kalifornischen Sommernebel begleitet. Eine besonders mystische Stimmung und laut brüllende Seehunde belohnen uns für diese Nebelwanderung.

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16.April 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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