Von Argentia nach St. John’s

Bunte Häuser in St. John's
Ausgeschlafen und frisch geduscht verlassen wir am Morgen unsere Kabine und schauen uns auf dem Schiff nach einem Ort um, wo wir einen Kaffee bekommen können. Es gibt ein Restaurant mit Frühstücksbüfett oder alternativ eine Art Snackbar, für die wir uns entscheiden. Muffins, Toasts und Bagels, aber auch Früchte, Müsli und Joghurt kann man hier zu moderaten Preisen bekommen. Gegen Mittag erreichen wir Argentia. Bei schönem Wetter empfiehlt sich auf dem Weg nach St. John’s durchaus ein Abstecher zum Cape St. Mary’s, wo es ein Ecological Reserve mit Brutstätten vieler Vögel gibt.

Leider meint es das Wetter wieder nicht gut mit uns, also fahren wir auf dem direkten Weg nach St. John’s und checken im Leaside Manor ein. Das Inn der gehobenen Klasse ist in einem alten viktorianischen Gebäude untergebracht. Als Überraschung hat man uns die Honeymoon Suite gegeben. Gemütliche Räume mit Gaskamin, Himmelbett und Whirlpool im Zimmer erwarten uns. Wir machen es uns vor dem Kamin gemütlich und schmieden erst einmal Pläne für die nächsten Tage. Das Leaside Manor verfügt über kein Restaurant, aber da es knapp 20 Gehminuten von der Innenstadt entfernt liegt, kann man zu Fuß oder per Auto bequem einen gemütlichen Ort für das Abendessen finden. Wir haben aber keine große Lust, essen zu gehen, deshalb besorgen wir uns etwas zum Mitnehmen und genießen lieber noch ein bisschen unsere Honeymoon Suite.

Die hübsche Honeymoon-Suite im Leaside Manor

Am nächsten Morgen genießen wir auf unserem Zimmer das fantastische Frühstück, das im Übernachtungspreis enthalten ist. Man hat die Wahl und kann entweder mit allen Gästen gemeinsam an einer großen Tafel im Esszimmer frühstücken oder bekommt ein liebevoll gedecktes Tablett auf das Zimmer geliefert. Ein toller Service!

St. John’s ist eine gemütliche Universitätsstadt mit farbenfrohen Häusern, die typisch für die neufundländische Architektur sind. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier zwei Nächte zu verbringen, zumal es auch in der Umgebung so einiges zu sehen gibt. Als Erstes fahren wir nach Cape Spear, das nur wenige Kilometer südlich der Stadt liegt. Die National Historic Site mit altem und neuem Leuchtturm sowie Verteidigungsanlagen und Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg liegt direkt an einem Kap mit zerklüfteten Felsen. Während der Führung durch den Leuchtturm kann man sich die Originaleinrichtung anschauen und erhält einen Eindruck, wie das Leben eines Leuchtturmwärters und seiner Familie zur Zeit des Zweiten Weltkrieges aussah.

Der für diese Region typische Nebel begleitet uns weiter auf unserem Weg entlang der Küste nach Ferryland. Hier gibt es, hoch oben auf einer Klippe, ebenfalls einen Leuchtturm. Über einen schmalen Schotterweg gelangen wir zu einem Parkplatz, den Rest müssen wir zu Fuß gehen.
Unser Insidertipp: Am Ferryland-Leuchtturm kann man ein frisch zubereitetes Picknick genießen. Man erhält einen Picknickkorb mit Sandwich, Salat, Dessert und hausgemachter Limonade sowie eine Picknickdecke. Auf den Felsen kann man sich dann einen gemütlichen Platz suchen und die herrliche Aussicht genießen. Bei nicht so gutem Wetter, wie wir es hatten, kann man direkt im Leuchtturm essen. So genießen wir die wunderbaren Speisen in toller Atmosphäre und am warmen Bollerofen. Das Picknick kann man übrigens auch bei CANUSA vorab buchen. Gegen Vorlage des Vouchers stellt man sich dann sein Picknick selbst zusammenstellen – es gibt Sandwiches, Wraps, Salate und vieles mehr.

Leckeres Picknick im Ferryland Leuchtturm genießen

Am Nachmittag klart das Wetter endlich auf, und zurück in St. John’s klettern wir bei blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein auf den Signal Hill. Man kann diese Historic Site zwar auch mit dem Auto erreichen, aber ich empfehle den schönen Wanderweg, der direkt an der Küste entlangführt. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Hafen und die Stadt und kann sehr gut Fotos machen. St. John’s ist bekannt für seine Pub-Kultur, also wollen wir auch in einem einkehren. Allerdings sehen wir schon auf der Fahrt durch die Stadt, dass sich vor sämtlichen Pubs lange Schlangen gebildet haben. Es scheint eine Art After-Work-Abend in St. John’s zu sein. Und da wir richtig viel Hunger haben, besorgen wir uns eine Pizza und essen einfach auf unserem Zimmer.

 

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26.Juli 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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