Grand Canyon, Lake Powell und Antelope Canyon

Ooh-Aah-Trail

Grandiose Ausblicke vom Ooh Aah Viewpoint am Grand Canyon

Unsere Ooh-Aah-Momente am Grand Canyon

Um die vorigen paar Tage zu beschreiben, fehlten uns allen noch etwas die Worte. Wir hatten ein Naturwunder nach dem anderen gesehen, und es würde noch dauern, diese überwältigenden Eindrücke zu verarbeitet. Am Grand Canyon verbrachten wir zwei Nächte, sodass wir einen vollen Tag Zeit hatten, um die Gegend zu erkunden. Schnell stand fest, dass wir nicht nur von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt fahren, sondern trotz der Sommerhitze eine Wanderung machen wollten.

Die Grand Canyon Schlucht

Bei diesem Ausblick kommt man zu Ruhe

Lake Powell Arizona

Sonnenuntergang am Lake Powell

Beim Einchecken hatten wir eine kleine Infozeitung bekommen, in der die Wanderungen nach Schwierigkeit und Dauer aufgelistet waren. Unsere Entscheidung fiel letztlich auf den Ooh-Aah-Trail, da der Name doch sehr vielversprechend klang. Und was soll man sagen: Der relativ anstrengende Abstieg belohnt jeden Wanderer mit spektakulären Ausblicken auf die Steinformationen, die den Grand Canyon so einzigartig machen. Noch beeindruckender ist der Ausblick, der sich uns vom Ooh-Aah Point aus bot – dort ist der Name wirklich Programm, denn wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wir saßen einfach auf den Felsen über dem Abgrund, genossen die Ruhe und beobachteten die Vögel. Nach einigen Fotos mussten wir uns bald auf den Rückweg machen, da wir den Sonnenuntergang oben am Rand des Canyons betrachten wollten. Erstaunlicherweise waren wir viel schneller oben als gedacht, sodass wir einen schönen einsamen Platz fanden. Am Abend zuvor, als wir ankamen, sah der Himmel wunderschön aus, da die Wolken in vielen verschiedenen Farbtönen leuchteten. Leider hatten die Wolken anscheinend beschlossen, dieses Schauspiel am nächsten Tag nicht zu wiederholen, aber der Sonnenuntergang war dennoch ein wundervolles Erlebnis. Hier ein kleiner Tipp am Rande: Auch wenn es tagsüber sehr warm ist, sollte man sich für abendliche Ausflüge eine Jacke einpacken. Als die Sterne dann immer zahlreicher leuchteten, wurde uns schon etwas kalt, aber es war einfach viel zu faszinierend, um auf das Kältegefühl zu achten.

Horseshoe Bend Colorado River

Der Horseshoe Bend

Lake Powell in Arizona

Kajaktour am Lake Powell

Der Lake Powell und der Horseshoe Bend

Am nächsten Morgen mussten wir dann auch schon wieder vom Mather Campground Abschied nehmen, der wirklich toll gelegen ist. Das System der Shuttle-Busse ist gut ausgebaut und kostenlos. Der Grand Canyon bot uns auf der Fahrt zum Lake Powell noch einige tolle Aussichten. Leider hatten wir einmal mehr Pech mit den Highways, da der vom Navi angezeigte gesperrt war und wir dies erst kanpp 30 Meilen zu spät merkten. Wir hatten schon befürchtet, dass die Straße bis zum Horseshoe Bend gesperrt sein könnte, aber der Besitzer einer Tankstelle beschrieb uns den Weg dorthin, noch bevor wir überhaupt gefragt hatten. Für diese atemberaubende Aussicht lohnt sich aber definitiv jeglicher Umweg. Der Colorado River hat sich an dieser Stelle hufeisenförmig durch den Stein gefressen, was von oben durch die tollen Farbkontraste schon fast unwirklich schön aussieht. Dieser Mäander ist bei Touristen zwar schon bekannt, aber es war dort auch an einem Samstagnachmittag nicht überlaufen. Vom Parkplatz aus muss man noch etwa 1,5 Kilometer zurücklegen.

Jeep Safari in Page

Jeep Safari zum Antelope Canyon

Felshöhlen vom Antelope Canyon

Leuchtende Felsen im Antelope Canyon

Langersehnt: der Antelope Canyon

Um kurz nach sieben erreichten wir dann unser nächstes Ziel: den Wahweap Campground, wo auch viele tolle Aktivitäten angeboten werden: Kajak fahren, schwimmen, Jetski fahren oder auch Bootstouren zur Rainbow Bridge unternehmen. Den Strand hatten wir am gestrigen Vormittag ausgiebig genossen, bevor wir zu unserer langersehnten Tour durch den Antelope Canyon aufbrachen. Die Fahrt mit dem Jeep durch die Wüste war ein großer Spaß, und auch der Canyon ist sehr beeindruckend. Um 14 Uhr sind die Lichtverhältnisse nicht ganz so toll zum Fotografieren wie zwei Stunden davor, wenn die Sonne genau über dem Canyon steht. Nichtsdestotrotz sind die Farbabstufungen im Sandstein sehr schön, und die Guides geben den Besuchern Tipps, von wo aus man die Farben besonders gut fotografisch festhalten kann. Was wir alle sehr schade fanden, war, dass es ziemlich voll war und wir nicht viel Zeit hatten, die Umgebung auf uns wirken zu lassen. Dies lag aber vielleicht auch daran, dass unsere Tour an einem Sonntag stattfand. Nach einem Frozen Yogurt wollten wir eigentlich zum Kajakfahren gehen, allerdings hatten die Bootsverleihe am späten Sonntagnachmittag bereits geschlossen. Also fuhren wir zurück zum Campground und bereiteten alles für unser nächtliches Lagerfeuer vor: Es sollte Stockbrot und Marshmallows geben. So ein Abend gehört zu so einem Urlaub einfach dazu! Da wir bis dahin ohnehin nie vor 9 Uhr losgefahren sind, beschlossen unsere (vorübergehenden) Frühaufsteher Christin und Berit, die Kajaktour schon morgens um 7 Uhr zu machen. Dabei boten sich dann tolle Blicke über den Lake Powell und die Canyons. Allerdings empfiehlt es sich, einen ganzen Tag für die Entdeckungsreise auf dem See einzuplanen. Um halb zehn ging unsere wilde Fahrt in Richtung Bryce Canyon dann weiter, wo wir nach rund eineinhalb Stunden ankamen und eine schöne Wanderung unternehmen konnten.

| VORHERIGER BEITRAG | ZUR ÜBERSICHTSSEITE DIESER REISE | NÄCHSTER BEITRAG


 

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag mit Ihren FreundenPin on PinterestShare on FacebookGoogle+Tweet about this on Twitter

Möchten Sie immer auf dem laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt den CANUSA Blog!



8.April 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Kommentar schreiben

[huge_it_share]