Viele Geysire und der Yellowstone Lake

Der eindrucksvolle Lake Yellowstone im Yellowstone National Park

Der Blick über den Lake Yellowstone im Yellowstone National Park

Bereits um kurz nach 5 Uhr morgens klingelte unser Wecker. Wir waren zwar im Urlaub, aber wollten natürlich so viel wie möglich sehen. Vorab hatten wir eine geführte Tour mit einem der tollen gelben Oldtimer gebucht, die dort schon vor 50 Jahren für Sightseeing-Trips genutzt wurden. Die Originalfahrzeuge wurden mit besseren Motoren ausgestattet und liebevoll gepflegt. Bei schönem Wetter wird das Dach aufgeklappt, um wie mit einem Cabrio durch den Park zu fahren. Als die Tour um kurz nach sechs mit unserem Guide David aus Oregon startete, war es noch ziemlich kalt. Die Tour Wake Up to Wildlife geht ins Lamar Valley, auch „Serengeti Nordamerikas“ genannt. Dort hat man die besten Chancen, die Tierwelt des Yellowstone National Parks zu erleben.

Wir waren zusammen mit einer Familie aus Texas nur zu sechst auf dieser Tour und machten es uns im Oldtimer schön bequem. Auf den Straßen war kaum etwas los, und so hatten wir richtig Glück, am Straßenrand einen kleinen Schwarzbären entdeckt zu haben und diesen in Ruhe beobachten zu können. Er kletterte über Baumstämme und Steine und verschwand etwas später im Gebüsch. Ein toller Start für unsere Wildlife-Tour! Doch es sollte noch viel besser kommen. Im Lamar Valley hielten wir an einem Aussichtspunkt und beobachteten eine riesige Büffelherde, sogar Gabelböcke ließen sich blicken. Unser Guide hatte ein Fernglas dabei und fand immer wieder Interessantes für uns. Als wir weiterfuhren, bekamen wir noch mehr Bisons zu sehen, sogar von Nahem, denn wir landeten mitten in einem „Bison Jam“. Eine ganze Herde von insgesamt fast hundert Tieren mit Jungtieren und Bullen lief genau um uns herum. Da waren wir dann ziemlich froh, nicht in dem Kleinwagen zu sitzen, der vor uns stand. Die Geräuschkulisse war beeindruckend, und fotografieren konnten wir fast unendlich viel. So stellten wir uns das vor. Wir waren total beeindruckt und warteten geduldig ab, bis die Herde an uns vorbeigetrabt war – eine andere Wahl hatten wir sowieso nicht. Wir beobachteten noch eine Bergziege durch das Fernglas von David und machten uns dann langsam auf den Rückweg zur Canyon Lodge, wo unser Truck geparkt war. Nachdem wir schon so viele Eindrücke hatten, konnten wir kaum glauben, danach noch weitere Highlights im Park zu sehen.

Bisonherde auf einer Straße des Lamar Valleys im Yellowstone National Park

Eine Bisonherde im Lamar Valley

Eine Oldtimerfahrt durch den Yellowstone National Park

Sightseeing-Trip mit einem Oldtimer

 

Den Upper Loop erkunden

Wir machten uns auf in Richtung Norden, um den Upper Loop des Parks zu besuchen. Am oberen Ende des Loops, an der Grenze zu Montana, konnten wir die Sinterrassen der Mammoth Hot Springs bewundern. Wir stärkten uns erst mal mit einem Burger im Fountain Grill der Mammoth Lodge, bevor wir uns auf den Weg zum Boardwalk machten, der durch die Terrassen führt. Bunt gefärbtes Gestein mit rauchenden Löchern im Boden boten wieder tolle Fotomotive. Wir sahen in der Ferne bereits dunkle Wolken aufziehen, und kurz darauf wechselte das Wetter innerhalb von Minuten von sonnig und warm zu windig und regnerisch. Dort muss man immer auf alles vorbereitet sein. Wir zogen schnell unsere Regensachen über und machten uns auf den Weg zurück zu unserem Camper. Gut, dass man seine „private Umkleidekabine“ immer bei sich hat. Wir waren nämlich klatschnass bis auf die Socken und zogen uns dann schnell um. Bis dahin war das schlechte Wetter vorbei und der Himmel wieder blau. Unsere Tour führte uns weiter, nun am Norris Geyser Basin vorbei und dann zum Yellowstone Lake. Dieser See war für uns wirklich beeindruckend, es ist der größte Bergsee Nordamerikas und an einigen Stellen mehr als 120 Meter tief. Er kam uns auch eher wie ein Meer vor, so groß ist er. Wir hielten am Lake Yellowstone Hotel, dem besten im Park betriebenen Hotel, direkt an der Nordseite des Sees gelegen. In der eleganten Lobby wird Livemusik am Piano gespielt, und die Leute genießen von der Lounge aus den Blick auf den riesigen See.

Mit dem Truck Camper am Lake Yellowstone

Die Fahrt entlang des Lake Yellowstone

Die beeindruckenden Felsformationen der Minerva Terrace bei den Mammoth Hot Springs

Die Sinterrassen der Mammoth Hot Springs

Weiter zum West Thumb Geyser Basin

Wir hatten natürlich einen Platz auf einem Campground gebucht und machten uns daher wieder auf den Weg. Das nächste Highlight war das West Thumb Geyser Basin, dass sich direkt am Yellowstone Lake befindet. Der tiefblaue See war für uns ein toller Hintergrund, um Fotos von den verschiedenen Geysiren zu machen, die wir entlang des Boardwalk bestaunen konnten. Ein Wanderführer ist dort übrigens für eine Spende von einem Dollar zu bekommen und sehr praktisch, denn so hat man eine Karte, auf der alle Geysire eingezeichnet sind und die geologische Beschaffenheit beschrieben wird. Das fanden wir sehr praktisch. Voll von den ganzen Eindrücken des bereits jetzt schon langen Tages steuerten wir den Grant Village Campground an. Alle anderen Campgrounds im Park haben das Prinzip „first come, first served“ und sind in der Hochsaison meist schon am Vormittag ausgebucht. Gut, dass wir vorab reserviert hatten. Kaum standen wir auf unserem Stellplatz, schmissen wir auch schon den Grill an. Kurze Zeit später war unser Feuer im Feuerring und nicht das einzige, denn es roch überall nach Wald und Feuer – Camping ist herrlich! Wir ließen den Tag bei einem kühlen Glas Wein am Feuer ausklingen. Am Tag darauf würde es noch mehr zu entdecken geben.

Das beeindruckende West Thumb Geyser Basin im Yellowstone National Park

West Thumb Geyser Basin

Die imposanten Tower Falls im Yellowstone National Park

Unterwegs in Yellowstone National Park

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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27.April 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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