Viel Natur zwischen Traverse City und Chesterton

Sleeping Bear Düne

Heute lag die ziemlich lange Strecke von Traverse City nach Grand Rapids vor uns. Damit wir uns unterwegs möglichst viel anschauen konnten, brachen wir schon früh auf. Als Erstes fuhren wir zum Sleeping Bear Dunes National Lakeshore, ein Park, der am Ostufer des Lake Michigan liegt und hohe Dünen, steil aufragende Klippen, Laubwälder und unberührte Natur zu bieten hat. Um die schönsten Punkte zu sehen, fuhren wir nördlich von der kleinen Stadt Empire auf den Pierce Stocking Scenic Drive, der zwischen Mai und Oktober geöffnet ist. Dieser 12 Kilometer lange Rundweg hat viele schöne Einblicke in den Park zu bieten: Wald wechselt sich mit Dünen ab, und man hat immer wieder grandiose Ausblicke auf den See und die Steilküste. Die Dünen ragen hier übrigens bis zu 140 Meter in die Höhe – hinaufzuklettern ist eine große Herausforderung; wir gaben nach der Hälfte auf … Der nächste Stopp unserer Fahrt war Glen Haven, wo wir uns eine historische Schmiede, einen Tante-Emma-Laden und eine alte Obstkonservenfabrik angeschaut haben. Dann steuerten wir Glen Arbor an, einen kleinen Ort, der sich sehr gut für eine Pause eignet. Wir bummelten durch die Straßen und genossen einen guten Kaffee in der Leelanau Coffee Roasting Company.Sleeping Bear Dunes-Glen Haven General store

Da wir lieber auf einer landschaftlich schöneren Route fahren wollten, nahmen wir die M-22 weiter gen Süden. In Frankfort hielten wir an, um uns das Point Betsie Lighthouse anzuschauen – ja, Leuchttürme und Weinanbaugebiete gibt es in dieser Region viele! –, und fuhren dann weiter bis Grand Haven. Von dort ging es über den Highway 96 nach Grand Rapids, der zweitgrößten Stadt Michigans. Leider haben wir nicht sehr viel gesehen, denn nachdem wir im Amway Grand Plaza Hotel eingecheckt hatten, gingen wir direkt zum Abendessen ins B.O.B. (Big Old Building). Hier sind fünf Restaurants untergebracht, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Nach dem Essen schlenderten wir noch ein wenig durch die Innenstadt und fielen danach hundemüde ins Bett.

Am Tag darauf führte uns die Landstraße 131 ins Elkhart County – wo wir uns plötzlich in einer ganz anderen Welt befanden. Dunkle Kutschen klapperten gemächlich vor uns her, in den Gärten hingen unzählige blaue, graue und türkisgrüne Kleider auf den langen Wäscheleinen, als Fortbewegungsmittel sahen wir oft Fahrräder, und Männer mit Rauschebart und Hüten grüßten uns sehr freundlich – wir waren mitten im Siedlungsgebiet von etwa 20.000 Amischen. Aus Respekt vor dieser Glaubensgemeinschaft haben wir kaum Fotos gemacht. Unser nächstes Ziel war Chesterton. Wenn man es nicht zum Sleeping Bear Dunes National Lakeshore schaffen sollte, hat man hier die Möglichkeit, den Indiana Dunes State Park zu besuchen; viele Indianerstämme haben dort ihre Wurzeln. Am Abend haben wir im Port Drive In gegessen. Seit über 50 Jahren serviert das kleine Drive-in-Lokal für wenig Geld Burger, Hotdogs, Sandwiches und leckere Milchshakes.

Grand Rapids-Spiegelung Haus in HausChesterton war für uns der ideale Ort für die letzte Nacht auf unserer Reise, weil es von hier nicht weit nach Chicago ist. Auf der Fahrt dorthin standen wir das erste Mal während unseres Urlaubs im Stau, erreichten aber nach gut drei Stunden die Stadt – oder genauer: die Chicago Premium Outlet Mall. Unser Rückflug startete erst spät am Abend, also stand am letzten Tag noch Turboshopping auf dem Programm. Am Infostand des Einkaufszentrums kauften wir für 10 Dollar ein Couponheft, das uns noch zusätzliche Rabatte verschaffte. Nach dem Shopping gaben wir unseren Mietwagen ab und fuhren mit dem kostenfreien Shuttle zurück zum Flughafen, wo sich unser Urlaub dem Ende entgegenneigte und wir Abschied von Michigan und Illinois nehmen mussten.

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15.September 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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