Vancouver Island – Four Seasons RV

Die Station von Four Seasons RV befindet sich in Abbotsford. Blickt man nur grob auf die Landkarte, sieht das aus wie der Stadtrand von Vancouver. Schaut man sich die Entfernungen aber etwas genauer an, muss man feststellen, dass man eine Stunde benötigt, um vom Flughafen oder vom Zentrum zur Station zu gelangen.

Wer in den Westen startet oder aus diesem zurückkehrt, für den ist diese Lage natürlich praktisch. Wir wollen aber nach Vancouver Island und werden nach zwei Wochen auch aus dieser Richtung zurückkommen. Dann ist der Standort eher ungünstig. Aber trotz der unter Umständen längeren Fahrzeit kann ich empfehlen, diese Station anzusteuern – belohnt wird man dann mit günstigen Preisen.

Der Service bei der Übernahme ist super und bei Bedarf mehrsprachig, also problemlos auch auf Deutsch möglich. Die Einweisung ist ausführlich und alle Fragen werden geduldig beantwortet. Die Station ist zudem personell sehr gut besetzt, sodass außer in absoluten Stoßzeiten immer genug Mitarbeiter Zeit für einen haben.

Die Fahrzeuge wurden früher von Fraserway genutzt, somit also auch von Fraserway gebaut. Damit ist die Grundqualität schon mal sichergestellt. Sie sind 3 bis 4 Jahre alt und in einem hervorragenden Zustand. Unser Fahrzeug hat ca. 80.000 km auf dem Tacho und bis auf die Polster ist es ihm nicht anzusehen.

Zum ersten Mal kommen wir in den Genuss eines kleinen Fahrzeugs. Das MH200 ist für zwei Personen absolut ausreichend. Als kleiner Nachteil stellt sich nach kurzer Zeit lediglich die relativ enge WC-/Duschzelle heraus, da beim Duschen das „Badezimmer“ mit bewässert wird. Da die meisten Campgrounds jedoch über gute Duschen verfügen (meistens 1 $ für 5 bis 6 Minuten Warmwasser), ist das aber überhaupt kein Problem. Und auf den Plätzen in den State oder Provincial Parks ohne Duschen springen wir halt in einen See.

Ein festes Bett hat man im MH200 nicht. Entweder baut man die Sitz- und Essecke in wenigen Handgriffen zur Liegefläche um, oder – wie wir es machen werden – man schläft im Alkoven. Dort hat man großzügig Platz und auch die Kopffreiheit ist angemessen und nicht beengend.

Der Stauraum in den Schränken ist natürlich, verglichen mit den größeren Fahrzeugen, eingeschränkter, und Koffer passen nur in begrenzter Größe in die Luken unten im Fahrzeug, sodass im Zweifel faltbare Reisetaschen die bessere Wahl für das Gepäck sind. Bei einer Rundreise kann man aber Taschen und Koffer auch einfach an der Station lassen.

Wundern sollte man sich nicht über die tatsächliche Fahrzeuggröße – unser Fahrzeug (ein MH200, also offiziell ein 20‘-Fahrzeug) war tatsächlich 22‘ lang. Hier zählten für diese Angabe wohl die Stoßstangen mit. Dies ist allerdings nicht zu verallgemeinern, man kann also grob schon von der angegebenen Größe ausgehen.

Der große Vorteil eines so „kleinen“ Fahrzeugs ist, dass man sich auch in den Städten viel flexibler bewegen und besser parken kann. Und nebenbei verbraucht ein kleineres, leichteres Wohnmobil natürlich auch weniger Benzin. Für dieses zahlt man übrigens im Schnitt 1,10 $ pro Liter.

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25.August 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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