Vancouver Island: Die Route – Sunshine Coast

Wir fahren von Vancouver aus für die ersten drei Tage an der Sunshine Coast gen Norden.

Dafür sind zwei Fährüberfahrten mit BC Ferries notwendig. Die erste führt uns gleich nördlich von Vancouver von der Horseshoe Bay nach Langdale. Die Überfahrt an sich ist schon eine Attraktion, die Sicht vom Wasser auf die Küsten ist beeindruckend.

Vom Ankunftshafen fahren wir gleich weiter nach Gibson, einer kleinen, netten Stadt (Stadt in Kanada ist halt relativ, da sagt man auch schon mal zu einem Kaff mit 50 bis 500 Einwohnern großzügig Stadt …) am Wasser. Probiert unbedingt das Eis bei Mike‘s Place, einem unscheinbaren Deli mit hausgemachten, exotischen Sorten (Kronk ist ein Traum).

Einen zweckmäßigen Campground finden wir in der Nähe von Kleindale (Crossroad RV Park).

Auf die Feuerstellen als Grillmöglichkeit können wir uns in Kanada leider nicht verlassen – das meist fest installierte Rost ist 60 bis 80 cm über dem Boden und macht Holzkohle damit unbrauchbar. Für ein Lagerfeuer ist das vielleicht nett; dies ist wegen der Waldbrandgefahr jedoch während unserer gesamten Reisezeit verboten. Zum Grillen haben wir uns im Supermarkt für 6 $ einen kleinen Grill gekauft (optimal mit der selbstentzündenden Grillkohle von Kingsford!).

Die zweite Fährroute am Folgetag führt von Earls Cove nach Saltery Bay, ebenfalls wieder sehr malerisch.

Wenige Minuten nördlich des Hafens liegt schon der Provincial Park Campground Saltery Bay. Die Provincial Campgrounds kosten fast alle 16 $ pro Nacht und sind damit die günstigste Möglichkeit zu übernachten. Meist sind sie sehr idyllisch gelegen, dieser befindet sich im Wald und nur wenige Meter vom Meer entfernt. An der Mermaid‘s Cove (kurz vor dem Ufer liegt eine Meerjungfrauenstatue am Grund, die ein beliebtes Ziel für Taucher ist) kann man wunderbar auf großen Felsen in der Sonne liegen. Ganz Verrückte oder Kanadier (was wahrscheinlich aufs Gleiche hinausläuft) gehen auch baden. Bei Wassertemperaturen, die 14 °C nicht überschreiten, ist mir Warmduscher das jedoch bei Weitem zu kalt.

Den Abend genießen wir wie (fast) immer bei gegrilltem Fleisch (Top Sirloin ist eine gute und preiswerte Alternative zum T-Bone-Steak), Salat und wahlweise Bier oder überraschend gutem kanadischen Wein. Mein Insidertipp hier: NK MIP, gesprochen „inka meep“, aus dem Okanagan als Chardonnay oder Gewürztraminer.

Wir fahren noch nach Lund, ein Ort, der vielfach empfohlen wird. Ort ist hier jedoch auch wieder übertrieben für ein knappes Dutzend Häuser, darunter ein historisches Hotel von 1892 und ein „Restaurant“ (Fish-and-Chips-Bude). Den Abstecher kann man sich sicher sparen. Was sich dafür aber wirklich lohnt, ist eine Übernachtung am Okeover Inlet. Wieder ein Provincial Park Campground, der schön am Wasser liegt, wo es aber noch ruhiger und weniger besucht zugeht, weil er abgelegener ist. Erstaunlicherweise gibt es hier neben der verstreuten Handvoll Häuser das Restaurant Laughing Oyster mit Blick auf das Inlet (Fjord), in dem wir lecker lunchen.

Letzte Station und Abfahrtshafen nach Vancouver Island ist Powell River. Es gibt, wie im Reiseführer beschrieben, schöne Häuser mit Blick auf die Georgia Strait. Bummeln ist hier aber besser per Auto angesagt, weil sich der Ort doch sehr in die Länge zieht.

Mit der Fähre nehmen wir Abschied von der Sunshine Coast, die ihrem Namen alle Ehre gemacht hat und es mit ihren eindrucksvollen Landschaften auf jeden Fall wert ist, drei Tage dort zu verbringen.

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2.September 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


3 Kommentare für “Vancouver Island: Die Route – Sunshine Coast”

  1. Kolja sagt:

    Hallo Melanie und Ralf,

    ich kann von Four Seasons nur Positives berichten. Die Fahrzeuge sind nicht so neu wie bei anderen Vermietern (wie zum Beispiel Fraserway RV), doch auch mit drei, vier oder fünf Jahren noch sehr gut in Schuss, weil sie einfach hervorragend gewartet werden. Außerdem ist die Herstellungsqualität offensichtlich so gut, dass die Fahrzeuge länger vermietet werden können als andere.
    Natürlich sieht man bei genauerem Hinschauen, dass es kein neues Fahrzeug ist, doch abgesehen davon, dass natürlich alles einwandfrei funktioniert, ist es sauber, praktisch und stabil.

    Dazu erhält man bei Four Seasons selbstverständlich auch einen günstigeren Preis, was ausschlaggebend für die Entscheidung sein kann. Zumal man ja nur für zwei oder drei Wochen in dem Fahrzeug wohnt und keine Ewigkeit.

    Nicht vergessen möchte ich den Service bei Übernahme und Rückgabe. Es gibt deutschsprachiges Personal, wir fühlten uns sehr persönlich willkommen geheißen und erhielten eine ausführliche Einweisung, bei der alle Fragen beantwortet wurden.
    Insgesamt bin ich rundum zufrieden und empfehle Four Seasons nicht nur, sondern würde ein solches Fahrzeug jederzeit wieder mieten.

    Viel Spaß auf eurer Tour
    Kolja

  2. Ralf sagt:

    Hallo,
    uns interessiert vor allen Dingen Eure Erfahrung mit dem Vermieter FOUR SEASONS !

    Es wäre sehr nett und hilfreich, wenn Ihr Eure positiven, wie auch negativen Erfahrungen uns mitteilen könntet.
    Wir wollen im Juni –für leider nur 2 Wochen— eine ähnliche Tour fahren:

    Vielen Dank im voraus
    Melanie und Ralf Kamphausen

  3. Michael sagt:

    Vielen Dank für den tollen Bericht. Macht richtig Lust auf mehr. Das Wetter hat sich nach den Fotos zu urteilen, auch von seiner besten Seite gezeigt. Wir wünschen Euch noch viel Spaß.
    Gabi & Michael

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