Unterwegs in Wisconsin: Madison und die Door Peninsula

Madison-Oldtimertreffen

Rockford-Chinese Garden 4

Wenn man in Rockford übernachtet hat, darf ein Frühstück im The Stockholm Inn nicht fehlen. Wir waren dort auch im Souvenir-Shop, und ich kam nicht daran vorbei, einen original Sock Monkey zu kaufen. Nachdem wir leckere Swedish Pancakes genossen haben, machten wir uns auf den Weg zu den Anderson Japanese Gardens. Es war noch früh am Morgen, und der Garten war kaum besucht, was einerseits bestimmt daran lag, dass es noch recht früh am Morgen war, andererseits aber auch an der schwülwarmen Luft, die an diesem Tag herrschte. Der schön angelegte Garten war eine tolle Abwechslung zu unserem bisherigen Reiseprogramm. Auf dem fast zwei Kilometer langen Rundweg kamen wir an Koi-Teichen, exotischen Pflanzen, kleinen Wasserfällen und einem Teehaus vorbei – eine richtige Oase der Ruhe! Mit 6 Dollar Eintritt pro Person ist der Besuch auch erschwinglich.

Madison-Uni Campus XXXXterrace

Der Weg nach Madison – Wisconsins Haupt- und Studentenstadt – war ziemlich kurz, sodass wir schon am frühen Nachmittag dort ankamen und durch die Stadt spazieren konnten. Verlaufen kann man sich in der Innenstadt übrigens nicht, denn von nahezu jedem Punkt aus ist das State Capitol zu sehen. Man kann das Gebäude, das dem Capitol in Washington nachempfunden ist, kostenlos besichtigen. Von dort geht die State Street ab, eine Fußgängerzone und die Einkaufsmeile der Stadt. Es gibt zig Restaurants, Eisdielen, Cafés, Boutiquen und nette kleine Läden. Wir bummelten die Straße hinunter bis zum Campus der Universität und aßen das berühmte Babcock-Eis auf der Terrasse des Memorial Union. Hier war ein reges Treiben, und bei herrlichem Sonnenschein genossen wir den Blick über den Lake Mendota und den kleinen Jachthafen.

Am nächsten Morgen besuchten wir den bekannten Farmers Market, der jeden Samstag rund um das Capitol aufgebaut wird und auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Hier gibt es alles: von Blumen, über Gewürze und Brote bis hin zu leckerem Fisch. Zur selben Zeit fand in der State Street auch gerade ein Autotreffen mit vielen Oldtimern statt – wir konnten gar nicht mehr aufhören, die vielen tollen Autos zu fotografieren. Da wir aber noch eine Strecke von gut 400 Kilometern vor uns hatten, machten wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg, fuhren an Milwaukee vorbei und erreichten bald das schöne Örtchen Cedarburg. Hier lohnt sich ein Stopp, um einen Blick auf die gut erhaltenen alten Backsteingebäude zu werfen. Es gibt sogar noch richtige Kolonialwaren- und Kramläden – Cedarburg ist eine Stadt mit Ambiente.

Über den Highway 43 erreichten wir dann bald die Door Peninsula. Wenn man durch Door County fährt, sollte man sich auf jeden Fall Zeit für kleine Pausen nehmen, denn hier bieten sich viele schöne Hafenorte für kleine Spaziergänge an. Außerdem kann man in dieser Gegend ziemlich viel unternehmen: wandern, Rad fahren, reiten, Kanu- und Bootstouren oder Segeltörns machen, schwimmen, angeln und vieles mehr. Wer es eher ganz gemütlich mag, der ist in den vielen Cafés und Künstlerateliers oder auch auf den Weingütern und Obstplantagen gut aufgehoben. Als wir die Halbinsel erreichten, bemerkten wir sofort, dass es gut 15 Grad kühler war als im Inland – brr! Wir übernachteten in Sister Bay, einem beschaulichen Örtchen im Nordwesten der Landzunge. Das Country House Resort hat 45 Zimmer, wird mit viel Liebe zum Detail geführt und liegt idyllisch am Lake Michigan, rund zwei Kilometer von Sister Bay entfernt. Hier wird einem viel geboten: Spa, Pool, Tennisplatz, kostenlose Leihfahrräder und vieles mehr. Außerdem gibt es einen großzügig angelegten Garten mit Springbrunnen. Uns gefiel auch das im Preis enthaltene Frühstück, und am Abend genossen wir einen schönen Wein auf unserem Balkon und schauten hinaus auf den Lake Michigan – was kann es Besseres geben?

Ausblick vom Eagle Tower

Das Wetter spielte am ersten Tag leider nicht richtig mit, sodass wir uns entschieden, ganz entspannt in den Tag zu starten. Erst am Mittag stiegen wir ins Auto und fuhren an die Ostseite der Insel, wo es noch ruhiger, grüner und weniger besiedelt ist. Wir machten längere Spaziergänge und genossen die Einsamkeit in dieser abgelegenen Gegend. Am Abend gingen wir in einem ganz besonderen Ort essen. Das Restaurant Mission Grille ist in einer ehemaligen Kirche untergebracht, und wer möchte, kann sogar noch auf den alten Kirchenbänken Platz nehmen und dort am Tisch speisen.

Am zweiten Tag war das Wetter auf der Halbinsel dann wirklich klasse, also entschieden wir uns, zum Peninsula State Park zu fahren. In Door County gibt es viele State Parks, und im erstbesten sollte man sich auch gleich einen Tagespass für 10 Dollar besorgen. So kann man sich den ganzen Tag lang in Ruhe mehrere Parks anschauen, ohne sich um weitere Eintrittskarten kümmern zu müssen. Als Erstes stand für uns das Eagle Bluff Lighthouse auf dem Programm. In dem Leuchtturm ist heute ein Museum untergebracht, das einem die Geschichte der Seeleute und der Leuchtturmwärter näherbringt. Im Park hatten wir immer wieder tolle Ausblicke auf schöne Buchten und abgelegene Strände. Nach einem kleinen Picknick steuerten wir als Nächstes den Eagle Tower an. Von dort oben hat man eine ganz tolle Aussicht auf den See, und wir bekamen sogar ein paar Adler zu Gesicht. Da das Wetter so gut war, machten wir noch eine Wanderung auf dem Eagle Trail. Da es hier über Stock und Stein geht – das ist wörtlich zu nehmen –, sind festes Schuhwerk, ein Mückenspray und Getränke ein Muss. Wir liefen durch den Wald, entlang des Ufers und vorbei an Klippen und Höhlen und erreichten nach eineinhalb Stunden wieder den Eagle Tower.

Door County-Peninsula State Park-Eagle Bluff Lighthouse    Door Peninsula-Old Mission Point Lighthouse

Auf dem Rückweg zum Hotel hielten wir noch in Ephraim, einem Ort, der viel Kunstgewerbe zu bieten hat – ideal geeignet, um individuelle und einzigartige Andenken mit nach Hause zu nehmen. Den Tag ließen wir am Abend in Sister Bay bei gutem Wein und köstlichen Steaks im Grasse’s Grill ausklingen.

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7.Juli 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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