Unterwegs auf dem Highway 1

Aussicht vom Highway 1

Tolle Ausblicke auf dem  Highway 1

On the road again

Um die letzten zweieinhalb Tage zu beschreiben, gibt es gar nicht die passenden Worte – denn wir haben Orte gesehen, die uns tief beeindruckt haben. Und außerdem haben wir vieles übers Fahren von Wohnmobilen hinzugelernt. Den Highway 1 – auch California State Route 1 genannt – haben wir bezwungen, und in manchen Kurven glich die Fahrt durch die Schräglage wirklich eher einer Herausforderung. Wer die kurvenreiche Traumstraße in Kalifornien kennt, der weiß, wie nah man am Abgrund fährt – manchmal ein purer Adrenalinkick!

Kaliforniens Küste entlang Highway 1

Die schöne Küste Kaliforniens

Steilküste entlang Highway 1

Blick auf die Steilküste

Mehrere Pausen mit tollen Aussichten lassen dies jedoch schnell vergessen. So gab es zahlreiche Fotostopps, die bei uns durchaus auch zu lustigen kleinen Fotoshootings ausarteten. Hin und wieder führten auch überraschende Ausrufe wie „Wale!“ dazu, dass wir einige Minuten an einem Aussichtspunkt blieben und eine Walfamilie beobachten konnten. Ein besonders schönes Erlebnis sind die McWay Falls. Wir mussten etwas weiter entfernt parken, und nach einer kurzen Diskussion darüber, ob wir den Weg bei den Temperaturen wohl schaffen würden oder nicht, hatte sich die Mehrheit glücklicherweise dafür entschieden. Denn auch wenn der Weg ein wenig anstrengend war, wurden wir tausendfach dafür entschädigt. Angesichts der vielen internationalen Besucher ist der kleine Wasserfall in der wunderschönen Bucht wohl kein Geheimtipp mehr, aber es ist dort immer wie ein kleines Paradies. Nach dieser Wanderung wollten wir anfangen, unseren Campingplatz zu suchen. Aber irgendwie ist der Highway 1 offensichtlich kein normaler Highway, denn es gibt kaum Abfahrten, und da sich unser vorab gebuchter Campground etwas weiter im Landesinneren befand, hätte dies einen Umweg von 70 Meilen bedeutet. Also für die Zukunft merken: Highway ist nicht gleich Highway. Aber mit etwas Glück und Überzeugungskraft fanden wir noch eine Möglichkeit zum Übernachten, ganz in der Nähe des Sand Dollar Beach, wo wir Muscheln sammeln und den Abend bei einem Picknick zum Sonnenuntergang ausklingen lassen konnten.

McWay Falls in Kalifornien

McWay Falls

Sand Dollar Beach am Highway 1

Sonnenuntergang am Sand Dollar Beach

See-Elefanten und eine spannende Fahrt

Am nächsten Morgen ging es früh weiter auf dem Highway 1, und wie sich später herausstellen sollte, machte sich dies bezahlt. So sind nicht nur die Straßen noch schön leer, man kann mit etwas Glück auch noch Wale beobachten. Etwas später sahen wir auch noch See-Elefanten, die sich im Sand wälzten oder im Wasser kämpften. Unser nächster Stopp war Morro Bay, wo wir uns den Cerro Alto Campground ausgesucht hatten. Auch das „Alto“ im Namen hatte uns bei der Auswahl nicht abgeschreckt, obwohl es ja „hoch“ heißt. Und nachdem wir uns bei den Einheimischen durchgefragt hatten, wurde uns auf der Fahrt in die Berge klar, warum er so heißt: Um zur Campsite zu gelangen, mussten wir nämlich eine enge, sehr kurvige Straße hinauffahren. Wie Christin das mit unserem Riesenfahrzeug geschafft hat, war wirklich großartig. Der Campingplatz ist sehr ursprünglich – kein Hook-up, keine Duschen und nur Toiletten, die eher an Dixi-Klos erinnerten –, also duschten wir uns kurzerhand am Anschluss des Gartenwasserschlauchs ab. Auf dem Campground in Monterey war uns die Dusche etwas zu dreckig, aber was das angeht, hatten wir unsere Ansprüche schon deutlich zurückgeschraubt. Nach einer Schüssel Müsli und interessanten Gesprächen sind wir dann alle müde ins Bett gefallen. Noch ein paar Tipps für Cerro Alto: Wenn man mit dem Camper auf diesen Campground möchte, dann lieber mit einem kleineren Modell, und nachts sollte man alle Fenster geschlossen halten, da es sehr kühl werden kann.

See-Elefanten an der kalifornischen Küste

See-Elefanten am Strand

Parkplatz Aussichtspunkt Highway 1

„Papa Schlumpf“ am Aussichtspunkt am Highway 1

Übrigens: Ganz wie man(n) es von von Frauen erwartet, hatte unser Camper inzwischen einen Namen bekommen: „Papa Schlumpf“ oder „Schlumpfi“. Wahrscheinlich, damit wir uns einreden konnten, er wäre kleiner. Wirklich amüsant fanden wir übrigens die Blicke anderer, wenn sie sahen, dass wir vier Mädels allein mit diesem Monster-Fahrzeug unterwegs waren. Nachdem wir am folgenden Tag weitergefahren sind, erreichten wir schon bald das nächste Ziel: Malibu Beach. Das bedeutete: Duschen, Wäsche waschen, WLAN – aber vor allem: ab in den Pazifik!!! Und morgen: Let’s Rock LA, Girls!

 

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4.April 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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