The Conch Republic – Key West

Motorradfahrer in Key West

1982 war es so weit, dass Key West seine Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten erklärte und die Conch Republic gründete. Benannt wurde der Ministaat nach den Conch-Muscheln (eigentlich Schnecken), die hier zu den lokalen Spezialitäten gehört. Das war nicht so ganz ernst gemeint, zeigt aber auch den eigenwilligen Charakter dieser Kleinstadt und ihrer rund 30.000 Einwohner. Hier lebt eine bunte Mischung aus Aussteigern, Künstlern und vielen Einwanderern, vor allem aus Kuba. Immerhin wird noch jedes Jahr am 23. April der Unabhängigkeitstag der Conch Republic mit einem großen Fest gefeiert.

Fest zu Ehren der Unabhängigkeit der Conch Republic in Key West

Wir genießen bei einem Stadtbummel einfach die besondere Atmosphäre dieser Stadt und bewundern die wunderschönen Holzhäuser, Conch-Häuser genannt, die so typisch sind für Key West und die Conch Republic. Dutzende Souvenirgeschäfte in der Duval Street locken mit mehr oder (meist) weniger geschmackvollen Andenken, und bei Sloppy Joe’s, der Lieblingskneipe von Hemingway, klingt schon am Mittag Livemusik bis auf die Straße.

 

Es ist wieder sehr heiß und schwül, und nach ein paar Stunden Rundgang müssen wir uns erst mal am Hotelpool etwas erfrischen und erholen. Am späten Nachmittag geht’s dann aber wieder zurück, diesmal zum Hafen, denn wir möchten an einer der vielen angebotenen Bootstouren teilnehmen.

Aussicht aus dem Glasboden eines Bootes in Key West

Bei leichtem Seegang und herrlichem Sonnenschein läuft unser Glasboden-Boot aus dem Hafen von Key West aus. Während sich die meisten Fahrgäste auf das sonnengeschützte Unterdeck zurückziehen und um die zwei großen, im Schiffsrumpf eingebetteten Glasplatten versammeln, genießen wir auf dem Oberdeck eine Rundumsicht auf den Atlantik und bekommen sogar einen Delfin zu Gesicht. Bei dem Ziel unserer Reise – dem Korallenriff – angekommen, gibt uns der kompetente Reiseleiter einen Einblick in das sensible Ökosystem vor der Küste von Key West. Insbesondere stellt er die Bedeutung der Korallen für die Keys dar und ihre Gefährdung durch den Menschen. Durch das Glas am Schiffsboden scheint die beeindruckende Wasserwelt zum Greifen nahe – skurrile Wasserpflanzen bewegen sich rhythmisch zu den Wellen an der Wasseroberfläche, und mittelgroße bunte Fische scheinen Gefallen daran zu finden, von faszinierten Touristen begutachtet zu werden, und folgen dem Schiff. Sogar ein Hai huscht am Meeresgrund unter der Glasplatte vorbei.

Sunset Key West Wir beide im Sonnenuntergang in Key West

Nach diesen interessanten Einblicken lenkt der Kapitän das Schiff wieder gen Heimathafen. Das Highlight der Tour ist eindeutig der tiefrote Sonnenuntergang gegen halb neun, welcher vom Boot aus zu beobachten ist. Während sich fast alle Mitreisenden an der westlichen Reling versammeln, um ein postkartenreifes Bild für das heimische Fotoalbum zu schießen, reicht die Crew Sekt aus Plastikbechern. Langsam passieren wir den Mallory Square, auf dem täglich der Sonnenuntergang gefeiert wird. In der Abendstimmung geben Straßenkünstler ihre Vorstellungen zum Besten, Bars laden zum Einkehren ein und Schmuck sowie lokale Köstlichkeiten – auch Conch-Muscheln – werden angeboten. Nachdem wir den Menschen zuvor nur vom Boot aus zuwinken konnten, zieht es uns nun mitten in das bunte Treiben …

Key West Zug in Key WestEin wunderschönes Haus in Key West

Wir beschließen den Abend dann noch mit einem köstlichen kubanischen Essen bei Pepe, immerhin sind wir hier näher an Kuba als an Miami.

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30.August 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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