Team Seattle – Bye, bye USA and back to Reality

AB NACH SEATTLE!

Unser letzter voller Tag in den USA sollte ein Tag der Gegensätze werden: morgens Natur pur auf unserer Kayaktour, nachmittags noch mal Camperfeeling auf einem gut gefüllten Campingplatz und abends dann Trubel und Glitzer im Tulalip Casino Resort. Aber der Reihe nach…

Am Freitag Morgen musste alles mal ganz fix gehen, da wir schon um 8 Uhr bei Anacortes Kayak Tours (http://www.anacorteskayaktours.com/) auf Fidalgo Island sein mussten. Vom wunderschönen Deception State Pass Campground sind es aber nur ca. 15-20 Fahrminuten, die unter anderem über die Deception State Pass Bridge führen, und so ist auch das zu schaffen.

Übrigens: wer fluglärmempfindlich ist, sollte dann besser doch nicht auf dem Campground übernachten, denn ganz in der Nähe gibt es eine „Naval Air Station“ und die Jungs dort üben fleißig mit ihren Kampfjets… egal zu welcher Uhrzeit!

Zurück zur Kayak-Tour: nach Erledigung des „Papierkrams“ bekommen wir eine gute Wegbeschreibung mit, wie wir zum Startplatz unserer Tour in der Skyline Marina kommen. Auch der ist schnell gefunden und wir lernen unsere „Mit-Paddler“ Charlene, Linda, Margret und Ron aus Bellevue kennen, die zuhause teilweise sogar eigene Kayaks haben – Vera und ich sind beide bisher nur einmal per Kayak unterwegs gewesen… aber unser Guide Blake beruhigt uns: wir würden das locker schaffen!

Nach einer kurzen Einweisung werden wir gut verpackt, um auch möglichst trocken wieder anzukommen und dann geht’s auch schon los. Da Niedrigwasser herrscht, sehen wir vor allem viel Unterwasserleben, also Seesterne in prächtigen Farben, riesig-lange Algen und allerlei Muscheln und sonstiges Getier.

Blake zeigt uns während der 3-stündigen Tour nicht nur, wie man möglichst muskelkater-vorbeugend paddeln kann, sondern auch, dass das Unterwasserleben rund um die San Juan Inseln tatsächlich einige Delikatessen beherbergt. Nun ja, zumindest in einigen Kulturen dieser Welt gilt der Seeigel als solches. Julia ist nach einer Kostprobe eher nicht so davon überzeugt, und Vera hat noch ziemlich lange den salzigen Geschmack der Algen im Mund…

Trotzdem macht uns die Tour wahnsinnig viel Spaß. Es ist herrlich ruhig und der kleine Stop auf Burrows Island mit seinem schönen Leuchtturm gibt Gelegenheit, sich mal ordentlich zu strecken und zu dehnen. Wale sehen wir zwar keine, dafür begleitet uns ein Tümmler einen kleinen Teil der Strecke und auch ein junger Seeadler schaut uns eine Weile zu. Aber drei Stunden sind für uns Anfänger wirklich genug – es tut gut, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben!

Am frühen Nachmittag kommen wir im Wenberg County Park (http://www.parks.wa.gov/parks/?selectedpark=Wenberg) an – unser allerletzter Campground auf dieser Reise. Wir haben uns bewusst für diesen kleinen, aber sehr schönen ehemaligen State Park entschieden, da wir auch die letzte Nacht möglichst „mitten in der Natur“ verbringen möchten. Und mit ca. 45 Minuten Fahrzeit ist es auch gar nicht weit bis zur Cruise America-Station in Everett.

Reserviert haben wir -wie auf all den Plätzen zuvor- nicht und trotzdem bekommen wir noch einen schönen Platz unter Bäumen. Man merkt aber deutlich, dass Freitag ist, denn der Campground füllt sich mehr und mehr und die vielen Familien um uns herum läuten mit schönen großen Lagerfeuern ihr Wochenende ein.

Wir dagegen sehen ganz fest der Realität ins Auge und fangen an zu packen. BEVOR wir ins Outlet Center fahren! So war zumindest der Plan, denn das Seattle Premium Outlet (http://www.premiumoutlets.com/outlets/outlet.asp?id=71)  liegt nur ca. 15 Minuten von unserem Campground entfernt. Doch leider kommt es gar nicht mehr zum ultimativen Shopping-Erlebnis, denn 1. findet sich überhaupt kein Platz mehr in unseren Koffern und Taschen und 2. haben wir nach dem Packen gar keine Zeit mehr zum Shoppen. Wir haben doch noch einen Termin am Abend…

Direkt nebem dem Premium Outlet Center wartet das Tulalip Resort Casino (http://www.tulalipcasino.com/) auf uns, denn in dessen Blackfish Restaurant sind wir netterweise zum Essen eingeladen. Als wir das Resort betreten werden wir schlagartig in eine ganz andere Welt versetzt: um uns herum summt, surrt, klingelt und blinkt es von all den Spielautomaten. Da Julia noch nie in Las Vegas mit all seinen Casinos war, ist solch ein Anblick völlig neu für sie. Wir staunen beide darüber, wie viele solcher slot machines auf einem Platz stehen können – und auch noch besetzt sind!

Das Essen im Blackfish ist fantastisch: eigentlich wollte Julia ja nach all dem Seafood endlich mal ein gutes Steak essen, aber unser Kellner Sam rät dringend zu „Salmon on the stick“, einer lokalen Spezialtät der Tulalip-Indianer, wobei der Lachs auf einem Holzstab über dem offenen Feuer gegrillt wird. Auch Sam’s weiteren Empfehlungen für Vorspeise und Nachtisch folgen wir gerne. Nach Seeigel und Algen am Morgen ist das eindeutig der kulinarische Höhepunkt des Tages. 😉

Am Samstag Morgen heißt es dann tatsächlich Abschied nehmen: zuerst von unserem „Knubbel“, den wir nach 1113 gefahrenen Meilen wieder bei Cruise America abgeben. Die Rückgabe erfolgt zügig und unkompliziert. Per Taxi lassen wir uns anschließend zur South Everett Freeway Station bringen, von wo aus wir per Bus zurück nach Seattle Downtown fahren. Nette Mitfahrer informieren uns direkt darüber, dass der Bustunnel in Seattle gesperrt ist und wir per Zubringer-Bus zur Rail Link Station gelangen, die uns dann zum Flughafen bringt. Tja, auch am letzten Tag unserer Reise nutzen wir gerne lauter verschiedene Fortbewegungsmittel. 😉

Auf dem Weg nach Seattle zeigt sich die Gegend von ihrer besten Seite und und wir bestaunen bei klarer Sicht und blauem Himmel im Westen die Olympic Mountains und im Osten die Cascade Mountains mit Mount Rainier – was für ein Panorama!

In Downtown reicht uns eine halbe Stunde Aufenthalt noch für einen allerletzten Besuch bei Starbucks – so können wir uns auch gebührend von Seattle verabschieden. Am liebsten hätten wir der Stadt dabei auch ein „See you back in September“ zugerufen!

Die Delta Airlines-Maschine hob leider erst mit einer guten Stunde Verspätung von Seattle ab, daher haben wir unseren geplanten Anschlussflug in Amsterdam verpasst. Bei unserer Ankunft dort war aber alles schon automatisch auf den nächsten Flug umgebucht, so dass wir noch rechtzeitig vor Beginn des Deutschland-Spiels wieder in Frankfurt gelandet sind.

Wir hatten eine fantastische Zeit mit wundervollen Eindrücken und Erlebnissen im Pacific Northwest – herzlichen Dank dafür allen, die dies ermöglicht und dazu beigetragen haben!

And a very big THANK YOU to everybody who made this tour such a special trip for us: John, Dan, Jack, Christian, Karen V., Karen and Russ, Carol and Rob, Joe, Donna and last but not least Eva. We hope you enjoyed ‚traveling‘ with us – we had a blast!

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22.Juni 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Ein Kommentar für “Team Seattle – Bye, bye USA and back to Reality”

  1. Gabi K. sagt:

    hi Julia und Vera,

    Kompliment, also das war ja mal eine sehr beeindruckende „Photostory“! 😉 Die Bilder sind traumhaft schön, gut getroffen und geben vor allem einen guten Eindruck davon, was einen dort erwarten wird. Aber noch besser gefielen mir Eure treffenden und immer heiteren Kommentare – man spürt es Euch wirklich ab, dass Ihr den Trip in vollsten Zügen genossen habt, Ihr richtig Spass hattet und diese Tour unbedingt weiterempfehlen würdet.

    Das macht wirklich Lust auf mehr… 🙂

    Danke!!

    Gabi

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