Team Phoenix: Utahs Nationalparks – Capitol Reef, Bryce Canyon und Zion

In Utah gibt es noch so einiges zu sehen, sodass wir uns ganz früh auf den Weg machen, um wieder einmal einen längeren Streckenabschnitt hinter uns zu bringen. Von vielen wird der Capitol Reef National Park zu unrecht im wahrsten Sinne des Wortes links liegen gelassen. Wir wollen zumindest hindurchfahren, verlassen die I-70 bei Green River und biegen auf die UT-24 ab. Hier ist so gut wie gar kein Verkehr und nur selten kommt uns mal ein Wohnmobil oder ein Auto entgegen. Schon nach wenigen Kilometern werden wir für unsere Entscheidung belohnt.

Die Landschaft wird immer bizarrer. So sieht es wahrscheinlich auf dem Mond oder einem anderen Planeten (Mars???) aus. Immer wieder ändern sich die Felsformationen und man kann kaum erwarten, um die nächste Kurve zu fahren.

Der Capitol Reef National Park

In den Capitol Reef National Park kommt man auf dieser Strecke automatisch. Eintritt muss man nur zahlen, wenn man auf den Scenic View Drive abbiegen will. Wir bleiben weiter auf der Strecke, da man die Highlights des Parks auch gut von hier aus sehen kann. Die Karte des Parks, die es kostenlos am Orientation Point am Eingang gibt, zeigt alle sehenswerten Gesteinsformationen auf. In jedem Fall ein lohnenswerter Abstecher.

Am späten Nachmittag erreichen wir den Bryce Canyon. Im Internet hatte ich auf der Nationalparkseite bereits Reservierungen für einen Campground etwas außerhalb gemacht. Dass „etwas außerhalb“ 17 Meilen entfernt in der absoluten Wildnis bedeutet, wovon sechs Meilen auf Schotterstraßen verlaufen, wird uns jetzt erst bewusst. Hier trifft man so gar keinen Menschen mehr. Dafür aber Wildlife: eine Deer-Dreiergruppe läuft vor uns über die Straße. Der beschwerliche Weg zum Campground am Pine Lake (Achtung: auf Schotterstraßen besteht kein Versicherungsschutz!) wird mit einem absolut idyllisch gelegen Plätzchen belohnt. Nur wenige Camper sind auf dem Platz und nur einen kurzen Fußmarsch entfernt liegt der Pine Lake mitten im Wald. Herrlich, so ist campen in der Wildnis! Bei absoluter Ruhe und endlich mal kühlen Temperaturen in der Nacht schlafen wir so richtig gut.

Der wunderschöne Pine Lake

Der nächste Tag beginnt, wie jeder Morgen, mit einem selbst gemachten Caffè Latte. Unser Kaffee-Vollautomat passte leider nicht ins Gepäck, daher haben wir nur unseren Espressokocher aus Deutschland und so ein kleines Handmilchschäumgerät mitgebracht. Besser kann der Kaffee nicht sein!

Auf geht’s zum Bryce Canyon! Auch hier ist ein Shuttlebus-System eingerichtet, das allerdings nicht obligatorisch ist. Wir entscheiden uns dennoch dafür, da wir zum Bryce Point wollen und auf dem letzten Stück der Strecke Wohnmobile nicht erlaubt sind. Heute steht auf jeden Fall eine Wanderung auf dem Programm. Eigentlich sollte man mindestens zwei Nächte in dieser Gegend einplanen, damit man ausgiebig wandern und den Canyon entdecken kann. Da das bei uns zeitlich leider nicht passt, haben wir uns für die Wanderung über einen Teil des Rim Trails entschieden. Von hier aus kann man tolle Ausblicke auf das Bryce Amphitheater genießen.

Der Blick auf den Bryce Canyon Der beeindruckende Bryce Canyon

Man kann kaum glauben, dass es immer noch weitere neue Highlights auf dieser Seite gibt. Aber der Bryce Canyon beweist uns das Gegenteil! Es ist noch früh am Morgen und noch nicht ganz so heiß, sodass wir unseren Hike so richtig genießen. Der Duft nach Nadelwald und der sagenhafte Ausblick auf die Gesteinsformationen (Hoodos genannt) lassen einen diese Momente so schnell nicht wieder vergessen. Für den Fotografier-Fan ist das hier ein richtiges Paradies.

Wir wandern zum Inspiration, Sunset und Sunrise Point und fahren mit dem Shuttle in Richtung Parkausgang zurück. Heute wollen wir noch weiter zum Zion National Park. Leider ist der berühmte Zion-Mt. Carmel Highway auf einem Teilstück für Reparaturen während des Tages gesperrt, sodass wir einen fast zweistündigen Umweg in Kauf nehmen müssen, um von der I-15 aus den Park zu erreichen. Da wir für keinen der dortigen Campgrounds eine Reservierung gemacht haben und fürchten, keinen Platz zu bekommen, entscheiden wir uns für das kurz vor Springdale gelegene Zion River Resort.

Die Wahl erweist sich als Volltreffer. Der Park ist so richtig gepflegt, hat einen Pool sowie einen Laden und unser Stellplatz ist mit einem kleinen Steinwall umgeben. Wirklich gemütlich. Zudem haben wir hier Full Hookup (also alle Anschlüsse) und dazu kostenloses Wireless Internet (WiFi). Eine Übernachtung kostet zwar um die 50 Dollar, aber unserer Meinung nach ist es das auf jeden Fall wert.

Und am nächsten Morgen erwartet uns schon der letzte Nationalpark auf unserer Rundreise durch den Südwesten: Zion. Hier muss man definitiv sein Auto bzw. sein Wohnmobil parken und auf den Shuttlebus umsteigen. An jeder Haltestelle gibt es etwas zu sehen oder man kann verschiedene Wanderungen starten. Wir beginnen mit einer Wanderung zu den Emerald Pools. Bereits auf dem Weg eröffnen sich uns faszinierende Ausblicke in den Canyon. Die beiden Pools sind von Quellen gespeiste grüne Teiche, die sich auf einmal zwischen den Felsen erblicken lassen. Mit zwei anderen Wanderwegen (Kayenta und The Grotto) lässt sich unser Trail zu einem Rundwanderweg verbinden und wir gelangen schließlich zur Zion Lodge, wo wir uns im Café stärken. Wer in der Lodge übernachtet, erhält für sein Auto eine spezielle Genehmigung und darf bis dorthin fahren.

Eindrücke vom Zion National Park Die Landschaft des Zions

Wir hingegen steigen wieder in den Shuttlebus und fahren bis zum engsten Teil des Canyons im Norden, der zugleich das Ende des Scenic Drives ist. Auf einer kurzen Wanderung zum Weeping Rock, dem „weinenden Felsen“, bewundern wir die Hanging Gardens, für die Zion berühmt ist. Durch das aus Felsen tropfende Wasser wachsen Farne und andere Pflanzen und hängen sozusagen an den Felsen. Schon verrückt, was die Natur so alles einrichtet.

Für uns geht es jetzt direkt von der Natur zur Glitzerstadt in der Wüste. Las Vegas – we are on our way.

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14.Juni 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


2 Kommentare für “Team Phoenix: Utahs Nationalparks – Capitol Reef, Bryce Canyon und Zion”

  1. tilo sagt:

    Ihr habt uns wirklich schöne Berichte geliefert. Danke dafür, war fast wie selbst gereist! Tilo

  2. Thommes sagt:

    Hallo Ihr zwei,
    wenn man das so liest bekommt man schon „Fernweh“ :o)
    Muß ja ein mega schöner Trip sein – wünsche Euch noch viele kleine Abenteuer und viel Spaß!
    LG aus Glückstadt (Perle der Unterelbe)
    Thommes

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