Team Phoenix: In Utah gehen die Uhren anders – Rafting und Jeep-Fun mit Tag-A-Long Expeditions

Moab in Utah

Moab ist die Outdoor-Hauptstadt dieser Region. Rafting, Mountainbiking, Wandern, ATV-Fahren – hier kann man alles machen, was das Sportlerherz begehrt. Auf unserem Campingplatz haben sich lauter Enthusiasten versammelt. Uns gegenüber steht ein Class-A-Wohnmobil (das sind die, die aussehen wie ein Bus) mit Slide-Outs auf jeder Seite, in dem unzählige Personen untergebracht sind. Mit dabei: ein Jeep, der einen Anhänger mit vier ATVs (Quads) und sieben Mountainbikes zieht. Wir sind dagegen definitiv unterausgestattet …

Wir wollen aber auch raus in die Natur. Daher stehen heute eine Rafting-Tour auf dem Colorado River und eine Jeep-Tour im Arches National Park mit der Firma Tag-A-Long Expeditions an. Das Büro liegt mitten in Moab und bietet sogar für unseren E27 ausreichend Parkplatz. Es wird aber auch ein Shuttleservice angeboten.

Der Arches National Park Ausgestattet für die Rafting-Tour

Pünktlich um 7:15 Uhr stehen wir bereit – dachten wir. Im Vergleich zu Arizona ist die Zeit in Utah allerdings eine Stunde voraus. Das hatten wir völlig vergessen! So war unsere Jeep-Tour bereits abgefahren. Aber zum Glück ist man bei Tag-A-Long flexibel. Kurzerhand wird unsere Rafting-Tour auf den Vormittag verlegt und die Jeep-Tour auf den Nachmittag. Als wir nicht auftauchten, hatte man sich schon gedacht, dass wir noch auf Arizona-Time sind. Kein Problem. Passiert ständig, wie man uns sagt. Peinlich ist es trotzdem. 🙂

Sarah, die Sales Managerin von Tag-A-Long ist extra früh aufgestanden, um uns zu begrüßen. Nun leider eine Stunde zu früh – und das am Sonntag! Wir haben jetzt noch ein bisschen Zeit, bis unser Scenic Splash Rafting Trip beginnt und können so in Ruhe die richtige Ausrüstung zusammensuchen: Sandalen, Badezeug, Brille mit Befestigungsband, Sonnencreme und ganz wichtig: die Wasserflasche!

Die restlichen Teilnehmer der Rafting-Tour trudeln so langsam ein. Kaum zu glauben, Rainer und Claudia aus München sind auch dabei. Die beiden haben wir schon bei der Ballonfahrt in Phoenix getroffen. So gibt es ein nettes Wiedersehen und wir tauschen das bis hierher Erlebte aus.

Mit dem Schulbus erreichen wir den Colorado River, auf dem wir einen halben Tag verbringen werden. Ingesamt drei Rafts sind dabei und jede Menge gut gelaunter Tag-A-Long-Guides. Bereits auf dem Weg weist uns unser Guide David auf einige Besonderheiten in der Gegend hin. Nach der wichtigen Sicherheitseinweisung geht es endlich auf den Fluss. Zunächst bewegen wir uns in gemächlichem Tempo vorwärts, genießen den Ausblick auf die fantastische Landschaft und lernen alle Mitfahrer kennen. Unser Boot ist zufällig komplett mit Deutschen besetzt, von München bis Hamburg ist alles vertreten.

Rafting-Tour auf dem Colorado River Wertvolle Tipps vom Guide

Die ersten Stromschnellen lassen nicht lange auf sich warten – wir sitzen vorn und werden gleich ordentlich nass. Aber dafür sind wir ja hier! Baden ist auch möglich, man lässt sich einfach ins Wasser gleiten und hält sich am Raft fest. Auf dem Scenic Splash gibt es Stromschnellen der Kategorien zwei bis drei, es geht also noch friedlich zu. Dieser Trip ist wirklich für jedermann geeignet, auch für Kinder. Unterwegs legen wir eine kurze Pause ein und klettern auf einen Felsvorsprung. Von hier aus hat man einen sagenhaften Blick auf die Lasal Mountains und viele urige Gesteinsformationen. Die Guides verbreiten nicht nur gute Laune, sondern haben auch Ahnung von der Natur und beantworten geduldig alle Fragen.

Felsformationen Anngret und Peter im Arches National Park

Gegen Mittag ist unsere Tour leider schon zu Ende. Der Schulbus erwartet uns bereits und bringt uns zurück nach Moab. Da wir zwei Halbtagestouren in Kombination gebucht haben, ist bei uns Lunch inklusive. Dieser erwartet uns bereits an einem schattigen Plätzchen neben dem Büro: selbst gemachte Sandwiches, frische Früchte und eiskalte Limonade. Wir haben richtig Hunger und langen ordentlich zu. Unser Guide für den Nachmittag ist Bill. Er erzählt uns schon mal, was uns bei unserer Tour in den Arches National Park erwarten wird. Mit von der Partie ist noch Shane, der gerade zum Guide ausgebildet wird und unsere Tour als Trainingsfahrt nutzt. Wir sind die einzigen Gäste auf der Tour, daher dürfen wir beide beim Fahrer vorn sitzen. Das ist natürlich klasse, da man dann alles hautnah mitbekommt.

Wer schon immer mal einen Nationalpark auf eine Art und Weise entdecken wollte, zu der sonst nicht jeder die Möglichkeit hat, ist bei dieser Tour genau richtig. Hier geht es nicht zu den üblichen Aussichtspunkten, die jeder auch mit seinem eigenen Auto erreichen kann. Wir fahren wirklich über Stock und Stein in das Backcountry und sehen Arches (die berühmten Gesteinsbögen), die nur selten jemand zu Gesicht bekommt. Dabei wird der 4-Wheel-Drive unseres Jeeps ordentlich ausgenutzt. Unser Guide Bill hat sichtlich Spaß an seinem Job!

Die Landschaft ist schon wieder völlig anders als alles, was wir bisher gesehen haben. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Vor allem die Arches beeindrucken uns nachhaltig. Davon gibt es ca. 2000 Stück im ganzen Park. Wir sehen nur einen ganz kleinen Bruchteil davon.

Jeeptour durch den Arches National Park

Nach einer kurzen Pause mit eisgekühlter Limonade geht es weiter und tiefer in das Backcountry. Wir treffen dort kein anderes Fahrzeug auf der Schotterstraße. Hier gibt es nur uns und die Natur. Sagenhaft! In der Ferne können wir sogar einen Sturm mit Regenwolken beobachten. Ein tolles Naturschauspiel.

Das Backcountry - Natur pur! Eye Of The Whale Arch

Aber auch diese Tour muss irgendwann zu Ende gehen. Sicher und wohlbehalten werden wir wieder am Tag-A-Long-Büro in Moab abgeliefert. Voll von Eindrücken machen wir uns auf den Weg zu unserem Campground. Eigentlich müsste man in Moab noch ein bisschen länger bleiben. Wir müssen wohl wiederkommen …

A BIG thank you to everyone at Tag-A-Long for a great day in the Outdoors! And thank you for being so flexible … 🙂

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12.Juni 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Ein Kommentar für “Team Phoenix: In Utah gehen die Uhren anders – Rafting und Jeep-Fun mit Tag-A-Long Expeditions”

  1. Tilo sagt:

    wir hatten auch die stunde verpasst und waren zu spät. das passiert bei tag-a-long glaube ich jeden tag. ein super partner, das ist sicher… gute heimreise. tilo

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