Team Phoenix: Ein Highlight jagt das andere – von Lake Powell über Monument Valley nach Moab

Weiterfahrt mit unserem Wohnmobil

Vom Grand Canyon aus führt uns unsere Reise in Richtung Page an den Lake Powell. Dieser etwa 300 Kilometer lange Binnensee hat insgesamt mehr Küstenlinie als die komplette Westküste der USA! Hier befindet sich das Wassersportparadies für Einheimische und Besucher gleichermaßen. Besonders beliebt ist das Mieten von Hausbooten, das für jedermann auch ohne Bootsführerschein möglich ist.

Vom Lake Powell Resort am Ufer des Sees aus starten Bootstouren zur berühmten Rainbow Bridge und in den Lower Antelope Canyon. Wir entscheiden uns für die circa 1,5 Stunden lange Tour in den Canyon – einfach nur, weil es auf dem Wasser kühler als an Land ist …

Unser Reiseführer sagt zum Lake Powell: „Pompöse Dramatik in Stein und Wasser – die skurrile Schönheit eines Wüstensees.“ Diese Aussage trifft es ziemlich genau. So richtig schön erscheint uns der See auf den ersten Blick nicht, eher etwas karg und fast leblos. Aber faszinieren tut er uns dennoch. An den imposanten Felswänden kann man am helleren Gestein den früher höheren Pegelstand des Sees erkennen. Dieses war vom mineralhaltigen Wasser des Sees bedeckt und bildet nun einen starken Kontrast zum rötlichen Gestein der Felsen.

Der Lake Powell Blick auf den Lake Powell

Auf unserer Bootstour sehen wir aber nur den unteren Teil des Antelope Canyons. Um den berühmten oberen Teil, den Slot Canyon zu sehen, haben wir im Internet eine Tour mit einem Jeep für den nächsten Morgen vorgebucht.

Und so heißt es dann wieder: früh aufstehen. Über eine Sandpiste erreicht man von Page aus den Eingang zum Canyon. Unser Guide warnt uns noch vor Spinnen und Skorpionen, bevor wir die Naturkulisse des nur einen Meter breiten Canyons selbst erleben dürfen. Durch sogenannte Flash Floods, mitreißende Wassermassen, ist dieser Canyon entstanden. Das Wasser hat sich seinen eigensinnigen Weg durch das Gestein gesucht und hat bizarre Kurven und Krümmungen entstehen lassen. Von oben fällt das Sonnenlicht ein, es entsteht ein faszinierendes Farbenspiel. Der Vorteil an der frühmorgendlichen Tour ist, dass wir die Ersten im Canyon sind, bevor es voll wird. Die berühmten Lichteinfälle, die Light Beams, sieht man aber am besten auf einer Tour um die Mittagszeit, wenn das Licht senkrecht in den Canyon fällt. Wir können uns gar nicht sattsehen an den vielen verschiedenen Motiven, die sich im Canyon ergeben. Hinter jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv.

Eindrücke vom Antelope Canyon bei PageDer beeindruckende Antelope Canyon

Noch völlig beeindruckt vom gerade Erlebten, folgt ein kurzer Abstecher zum Horseshoe Bend. An genau diesem Ort macht der Colorado River, der tief im Canyon liegt, eine hufeisenförmige Kurve. Durch die steilen Canyonwände in der typischen roten Farbe und das grünblau schimmernde Wasser ergibt sich ein tolles Bild für den Betrachter. Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzer Sandwanderweg zu den Klippen, von denen aus man den besten Blick hat. Aber bei Temperaturen um die 35 Grad Celsius und absolut keinem Schatten hat es auch dieser kurze Weg in sich.

Jetzt heißt es erst einmal: fahren, fahren, fahren. Wir wollen heute noch Moab in Utah erreichen, bis dahin sind es rund 290 Meilen. Auf der Stecke geht es landschaftlich abwechslungsreich zu. Kaum hat man sich über die bizarren Felsformationen am Horizont gewundert, ändert sich das Bild und das nächste Highlight kommt um die Ecke.

Auf dem Weg ins Monument Valley Unser Wohnmobil von Cruise America

Um die Mittagszeit erreichen wir das Monument Valley. Es ist eigentlich kein Tal, sondern ein Hochplateau mit monolithartigen Gesteinsformationen. Schon bevor wir das Visitor Center erreichen, von wo aus man einen spektakulären Blick auf diese Felsriesen hat, sind wir total beeindruckt von der Landschaft. Es gibt einen ungefähr 27 Kilometer langen Scenic View Drive, der an allen Höhepunkten des Monument Valley vorbeiführt. Allerdings ist dieser eine Schotterstraße und aufgrund des unwegsamen Geländes für Wohnobile über 25 Fuß nicht empfehlenswert, sodass uns als Alternative eine geführte Jeeptour bleibt. Wir entscheiden uns allerdings dagegen, da man auch vom Aussichtspunkt schon einen sagenhaften Ausblick hat.

Der Tafelberg im Monument Valley Der Aussichtspunkt beim Monument Valley

Die Sandsteinmonolithen sind über die Zeit durch Wind und Erosion entstanden. Kaputtzukriegen sind sie dennoch nicht. Eine härtere Gesteinsformation liegt über der weicheren im Innern und schützt so diese Riesen. Uns beeindruckt auf dieser Reise immer wieder tief, was die Natur alles zu formen vermag …

Jetzt überqueren wir die Stateline und landen in Utah. Hier wird die Landschaft zunächst grüner und man sieht wieder landwirtschaftlich genutzte Flächen. Aber kaum dachten wir, die Augen können sich ein bisschen erholen, ragen schon wieder merkwürdige Gesteinsformationen am Horizont auf. Man kann praktisch in jedem Felsen eine Figur erkennen. Vom Nilpferd bis zum Indianer ist alles dabei.

Und von der beeindruckenden Landschaft nicht genug, liegt auch noch unser Campground etwas außerhalb von Moab mit direktem Blick auf den Arches National Park. Den Sonnenuntergang mit seinem Lichterspiel genießen wir bei leckerem Essen und gekühlten Getränken. Und wir haben so das Gefühl, dass auf dieser Reise noch so einige Highlights folgen werden …

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8.Juni 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


5 Kommentare für “Team Phoenix: Ein Highlight jagt das andere – von Lake Powell über Monument Valley nach Moab”

  1. Torben sagt:

    Na, da habt ihr ja wirklich sämtliche Highlights des Südwestens vor bzw. schon hinter euch. Wenn man die Fotos sieht und eure Erlebnisse liest bekommt man schon wieder Fernweh…
    Gute Reise und viel Spaß noch!
    LG, Torben

  2. stefan sagt:

    Hi,
    wir fahren Eure Tour im kommenden August (natürlich über Canusa gebucht :))) ), bloß andersrum von Denver nach Las Vegas. Leider haben wir bis jetzt über die simple Buchung hinausgehend keinerlei weitere Infos oder Tipps erhalten (sorry für die Kritik), deshalb sind wir ganz scharf auf euren Bericht und vor allem auch Campground-Adressen, sehens- und erlebenswerte Zwischenausflüge, die man vorbuchen sollte, usw.. Eine Super-Idee und für uns sehr wertvoll! Danke für jeden Bericht! Viel Spass weiterhin… Stefan

  3. Jutta Wirsing sagt:

    Hallo Ihr Zwei, wollt Ihr eigentlich wieder nach Hause nach einer solchen Traumreise?
    Lg Jutta und Horst

  4. Team Las Vegas sagt:

    Hallo Ihr 2!
    Wir haben gestern Page verlassen und sind heute am Monument Valley, wir sind also noch hautnah dabei!
    Wann wart Ihr denn in Page oder im Monument? Da haben wir uns wohl knapp verpasst …
    Das wär lustig gewesen sich zu treffen!
    Ganz viel Spass noch and travel safely!
    VG vom Team LAS

  5. Dagmar sagt:

    Howdy,
    na, mittlerweile dürfte euer Wohnmobil auch schon die Farbe ins rötliche wechseln, oder?? Die Landschaft des Südwestens hat es doch wirklich in sich. Toll, was ihr alles so erlebt. Der Kontrast mit den „roten Felsformationen“ und dem blauen Himmel ist wirklich beeindruckend!!!
    Geht ihr im Canyonlands NP auf Jeep Safari oder auf eine Rafting Tour??
    Viel Spaß weiterhin in diesen unglaublich schönen Gebiet 😉
    lg
    daggi

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