Team Las Vegas: Rattlesnakes und Taranteln – Outdoortag im zauberhaften Zion Canyon

Frühmorgens auf dem Zion Campground mit Blick auf den Virgin River

Jeder Stellplatz im schön gelegenen Zion Campground direkt am Virgin River ist mit einer Sitzgelegenheit und einer Barbecuestation ausgerüstet. Das Rauschen des Virgin Rivers im Hintergrund lullt uns sanft in den Schlaf. Am nächsten Morgen werden sowohl das geräumige Doppelbett im hinteren Teil des Wohnmobils als auch der große Alkoven über der Fahrerkabine für gut befunden.

Bei unserem ersten Campingfrühstück fragen uns Hank und Betty, unsere Nachbarn, ob in Europa wirklich alle Leute so kleine Autos fahren. Die beiden sind mit einem Riesen-Luxus-Wohnmobil, ca.36 Fuß lang, unterwegs, und führen an der Anhängerkupplung einen nicht sehr kleinen Jeep mit sich. Dies beides (Riesen-Luxus-Wohnmobil und Riesen-Auto an der Anhängerkupplung desselben) scheint in den USA nichts Ungewöhnliches zu sein. Obwohl ein wenig betroffen („Ja, zumindest in Deutschland gibt es viele Kleinwagen“), schätzen wir uns glücklich, denn als Abschiedsgeschenk bekommen wir einen Streifen Grillanzünder für unser abendliches Barbecue und ein angebrochenes Tunnel Permit, mit dem wir kostenlos durch den Zion-National-Park-Tunnel fahren können. Normalerweise kostet das Permit 15 US-Dollar und ist gültig für zwei Tunneldurchfahrten.

Praktisch: von Springdale aus verkehrt ein kostenloser Shuttle bis zur Visitor Information im Zion National Park. Im Park selbst gibt es einen weiteren Shuttle, der an allen wichtigen Stationen hält. Mineralstoffhaltiges Frischwasser zum Nachtanken (wichtig! sehr heiß dort!) gibt es übrigens an vielen Zapfstationen kostenlos von der eigenen Zion-Quelle. Wir vergewissern uns erst mal, ob der von uns ausgewählte Observation Trail auch begehbar ist – und bekommen eine Warnung vor den im Park lebenden Taranteln und Rattlesnakes mit auf den Weg!

Fünf Meilen geht es fast nur bergauf durch eine abwechselnd schroffe, wundervoll rötlich schimmernde und dann wieder begrünte Felslandschaft. Jede Biegung und jeder Felsvorsprung beschert uns neue Eindrücke. Rohe Felsen und liebliche Natur mit zahlreichen bunten Blümchen und leuchtend blühenden Kakteen geben sich die Klinke in die Hand. Mal ist es vollkommen windstill und die stehende Hitze treibt uns ungewohnte ätherische Gerüche der Pflanzen in die Nase, ein paar Meter weiter weht uns eine erfrischende Brise entgegen.

Bunte Blümchen am Observation TrailVorbei am Weeping Rock, dem weinenden Felsen, gelangen wir in eine wirklich zauberhafte, sehr enge Schlucht mit einem kleinen Wasserlauf – den Echo Canyon. Zeit, sich die Füße zu kühlen! Hierbei leistet uns ein überdimensional großer gelber Schmetterling Gesellschaft. Typisch USA, denken wir, alles eine Nummer größer hier.

Kleine Erfrischung am und im Wasserlauf den Echo Canyon

Einige Trailabschnitte führen so unmittelbar an der Abbruchkante entlang, dass sich zumindest eine Person von uns mit Singen („Auf der Mauer auf der Lauer sitzt ’ne kleine Wanze“) von ihrer Höhenangst ablenken muss. Oben angekommen, ist die Aussicht vom Observation Point umwerfend und entschädigt für den anstrengenden Aufstieg!

Vom Observation Point kann man nahezu den gesamten Zion Canyon überblicken

Mit einem zünftigen Holzkohlebarbecue wollen wir den Tag beschließen und verräuchern dabei erst mal den halben Campground. Feuer machen will gelernt sein …

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4.Juni 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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