Team Las Vegas: Eindrücke im XXL-Format – Monument Valley und Grand Canyon

Horseshoe Bend, die vielleicht schönste Schleife der Welt

Wir verlassen Lake Powell und Page in Richtung Monument Valley. Natürlich nicht ohne einen kurzen Stopp am Horseshoe Bend. Obwohl früher Vormittag, teilen wir uns die Aussicht nicht nur mit zwei Reisebussen voller japanischer Touristen, sondern auch mit 39 °C im Schatten (ohne Schatten natürlich). Viele japanische Besucher sind eingepackt, als würden sie Anchorage/Alaska erkunden oder Angst vor einer Epidemie haben. Die meisten tragen Kopfbedeckung, Halstuch, langes Shirt und Hose, Handschuhe und Mundschutz. Angesteckt von ihren hektischen Fotoaktivitäten knipsen auch wir unsere „Wir-waren-da-Fotos“ und freuen uns, den grünblau schimmernden Colorado River an seiner schönsten Kurve zu sehen. Ein kleiner Vorgeschmack auf den Grand Canyon.

Nach kurzem Gazoline-Tankstopp wollen wir am örtlichen Walmart unsere Vorräte auffrischen. Eben ausgestiegen, beobachten wir einen Pick-up mit Trailer, aus dem uns ein Quarter Horse neugierig beäugt. Der dazugehörige Cowboy und seine Frau kommen direkt auf uns zu. David (der Cowboy) erzählt, dass er auf dem Weg nach Albuquerque zu einem großen Rodeo ist. Er empfiehlt uns eine Weiterfahrt nach Durango in Colorado, wo in Kürze das nächste Rodeoevent stattfinden wird. Außerdem soll es dort etwas kühler sein. 😉

Monument Valley fesselt uns, sobald wir Kayenta passieren und die ersten Monolithen vom Auto aus erspähen. Schon aus der Entfernung wirkt die Weite des Tals mit den freistehenden Felszähnen faszinierend. Sind es die Mythen, die sich ums Valley ranken oder ist es die tatsächlich greifbare Nähe der weltbekannten Filmkulisse?

Archie Yellow von Sacred Monument Tours

Beim Visitor Center kümmern wir uns sofort um die Reservierung für einen Sunset Horseback Ride bei Sacred Monument Tours. Vor drei Wochen habe im Valley noch Schnee gelegen, erzählt uns Archie, bei dem wir unseren Ausritt buchen. Unvorstellbar, bei jetzt ca. 37 °C. Bis wir uns in die Westernsättel schwingen können, ist aber noch Zeit. Also marschieren wir zu Fuß los und umrunden den West Mitten Butte auf dem Wildcat Trail, dem einzigen Wanderpfad im Valley, der gut ausgeschildert ist. Zu empfehlen ist diese Wanderung auf jeden Fall zum Abend hin, wenn die Sonne nicht mehr ganz so brennt. Um 18:30 Uhr holen uns Gilbert und Robert, zwei junge Navajo, mit dem Jeep ab. Im Höllentempo brettern wir über die bucklige Sandpiste bis zum Pferdestall. Jeepsafari!

Wir reiten auf einem schmalen Pfad im roten Sand immer tiefer ins Valley. Unser Guide Gilbert führt uns zu den schönsten Aussichtspunkten und erklärt uns die lokale Tier- und Pflanzenwelt. Die Pferde sind erstaunlich trittsicher, Westernreiten ist bequem und macht Riesenspaß. Wir fühlen uns wohl, genießen das „Cowboyfeeling“ und den unvergleichlichen, wunderbaren Sonnenuntergang.

Als wir Gouldings, unseren Campground im Valley erreichen, ist es schon dunkel. Der Nachtschalter des Platzes empfängt uns auch zu später Stunde zuvorkommend. (Es gibt einen weiteren RV-Stellplatz direkt am Visitor Center, ohne Service und Facilities, für 20 Dollar. Gouldings ist der einzige Anbieter im Valley mit Full-Hook-up und WiFi.)

Grand Canyon, der Spektakuläre, ist unser nächstes Ziel. Durch eine karge Geröllwüste nähern wir uns von Osten der Riesenschlucht, deren Zugang sich im Kaibab National Forest befindet. Desert View, der erste Aussichtspunkt auf den Canyon am Watchtower, begeistert uns in jeder Hinsicht!

Aussicht und Campground, der in Self Service mit „First come – first serve“ zu befahren ist und idyllisch gelegene Stellplätze hat, sind traumhaft. Toll sind auch die Ranger Information Programs am Canyon, die es zur Hochsaison (ca. Juni–September) jeden Abend gibt. Hier erfährt man jede Menge über den Canyon, was im Infomaterial und im Reiseführer nicht zu lesen ist.

Nächtliches Rendezvous mit einem Grand-Canyon-Bewohner

Am nächsten Tag wird zum Mather Campground gewechselt, den wir vorab reserviert haben, was wir dringend empfehlen. Wasser, Strom oder WiFi gibt es auch hier nicht. Dafür aber Dates mit den benachbarten Hirschen!

W-LAN ist in der angrenzenden Yavapai-Lodge nutzbar, Dumpen und Wasserfüllen kann man am Eingang des Mather Campgrounds. Ebenfalls wunderschön im Wald gelegen, hat der Platz eine praktische Anbindung an die Shuttles, die das Grand Canyon Village, die Trailheads und Aussichtspunkte anfahren. Unser erstes Wanderziel, der South Kaibab Trail, ist moderat und bietet eine weitläufige Aussicht.

Der Bright Angel Trail tags darauf verlangt uns erheblich mehr Kondition ab. Gut, dass es unterwegs zwei Trinkwasserstationen gibt. Obwohl wir „nur“ zum 3 Mile Resthouse wandern, fühlen wir uns, als hätten wir den Mt. Everest bestiegen. Auf dem geteerten Rim Trail wandern wir zurück zum Camper und gönnen uns erst mal ein großes Eis!
 
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18.Juni 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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