Tag 6: Von Aspen nach Denver

Independence Pass in Colorado

Ausflug zum Independence Pass

Nach einem reichhaltigen Frühstück erkundeten wir Aspen per Bus. Es ist ein ganz normales Städtchen, völlig ohne Starallüren. Dass hier die bekanntesten Größen aus dem Filmgeschäft ihr Haus haben, würde einem gar nicht einfallen. Der Ort ist sehr fußgängerfreundlich, die meisten Hotels, Restaurants und Bars kann man gut zu Fuß erreichen. Zudem gibt es ein kostenloses Bussystem, um die Gäste zu animieren, auf das Auto zu verzichten.

Im Winter erreicht man auch per Shuttle-Bus die verschiedenen Skigebiete der Region. Unterwegs kamen wir am Aspen Meadows Resort vorbei, einem im Bauhausstil errichteten und abseits der Hauptstraßen im Grünen gelegenen Hotel. Hier gibt es Ruhe pur!

Über den Independence Pass schlängelt sich eine sehr kurvige Bergstraße (im Winter gesperrt) über die Höhen von Colorado, der höchste Punkt zählt 3686 Meter. Wir fuhren vorbei an schneebedeckten Bergen, tiefen Abgründen und am höchsten Berg Colorados, dem Mount Elbert. Die Straße wurde erst vor drei Wochen für den Verkehr freigegeben. Nach rund zwei Stunden Fahrt erreichten wir Vail. Das Städtchen hat den Charme eines bayerisch-österreichischen Bergortes mit allem, was dazugehört: die Architektur der Häuser und die Namen mancher Hotels, Shops und Bäckereien, wobei Letztere meist aus der Schweiz kommen. Wir trafen auch einige Schweizer, die wegen der Berge dort geblieben sind. Hier herrscht ein alpiner „Chic“! Auffallend sind die vielen kleinen Kunstgegenstände im gesamten Ort. Wir schauten uns das luxuriöse Hotel The Sebastian an. Diana Carey, die Verkaufsdirektorin des Hotels, führte uns herum. Schon die Eingangshalle begeisterte durch einige Kunstwerke und einen herrlichen Duft, der sich durch alle Räume zog. Das Hotel präsentierte sich im klassisch-modernen Stil mit viel Holz, Naturstein und gediegenen Accessoires. In den sehr exklusiven Zimmern würden wir auch gern wohnen! Ein Spa gehört ebenso dazu wie ein hervorragendes Restaurant, von dem wir eine Kostprobe in Form eines Lunches auf der Terrasse des Hotels probieren konnten – ein Genuss! Nicht nur im Winter ist hier viel los, auch im Sommer werden an fast allen Wochenenden Veranstaltungen organisiert, die keine Langeweile aufkommen lassen. Viele Leute aus dem nahen Denver und Umgebung kommen dann zur Erholung hier herauf. Wir erfuhren, dass die Skiorte Vail, Beaver Creek, Breckenridge und Keystone durch einen kostenlosen Skibus miteinander verbunden sind. So ist eine tolle Kombination der Orte möglich, und man kann das Skigebiet erheblich erweitern. Da einige Passstraßen jedoch im Winter manchmal stundenweise gesperrt sind, empfiehlt man uns, lieber eine Safari zu machen, mit jeweils ein paar Tagen Aufenthalt in zwei oder drei Orten.

Independence Pass in Colorado

Independence Pass

Hotel Sebastian in Vail Colorado

Hotel Sebastian in Vail

Nach diesen schönen Eindrücken mussten wir leider weiter. Das Ziel hieß Denver. Kurz bevor wir die Stadt erreichten, sahen wir uns noch das grandiose Red Rocks Amphitheatre an. Zwischen roten Sandsteinfelsen hat man hier ein Naturtheater mit grandioser Akustik eingerichtet. Als wir eintrafen, wurde gerade ein Konzert vorbereitet. Die Zuschauertribüne steigt mit ihren im Halbrund angelegten Steinstufen den Berg hinauf, im Hintergrund erhebt sich der Blick auf die Kulisse von Denver. Bei Dunkelheit muss das sehr eindrucksvoll sein – schade, dass wir das Konzert nicht erleben konnten! Aber die Atmosphäre war auch so einfach umwerfend. Unsere Fahrt nach Denver verlief ohne Staus, und die Stadt machte einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Spiegelnde Hochhausfassaden wechseln mit alten Kirchen oder Bauten der Jahrhundertwende ab. Als Erstes erlebten wir einen riesigen Outdoor-Shop, den REI Store, in dem wir uns etwas umsahen. Hier gibt es wirklich ALLES, was man irgendwie zu jeglichen Sportarten und Erlebnissen in der Natur gebrauchen kann. Unser nächster Halt galt dann einer der vielen Brauereien in Colorado, der Denver Beer Co.. Man braut hier verschiedene sehr schmackhafte Biersorten, die den deutschen in nichts nachstehen. Wir bekamen eine Auswahl verschiedener Proben: Rousse, Blonde, Hefeweizen … sehr lecker! In einem Westernshop, dem Rockmount Ranch Wear, der Ikone seiner Art, gibt es tolle Westernkleidung und passendes Zubehör für den Ranchurlaub. Uns war schon aufgefallen, dass auch auf den Straßen einige Leute in Westernstiefeln herumlaufen, was absolut gut aussieht.

Dann liefen wir eine der Haupteinkaufsstraßen, die 16th Street Mall, entlang, um zu unserem Übernachtungshotel zu kommen. Ein kostenloser Bus erleichtert das Einkaufen, indem er die Gäste von einer Station zur nächsten entlang der Straße chauffiert. Wir gingen jedoch zu Fuß, um die Eindrücke der Stadt aufzusaugen. Unser Hotel für die letzte Nacht war das Sheraton Denver Downtown. Hier kann man sich verlaufen! Zwei Hochhaustürme bilden das Hotel, dazwischen gibt es einen Übergang in der zweiten Etage. Von ganz oben hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. Und unsere Zimmer waren mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet.

Red Rocks Amphitheater Denver

Red Rocks Amphitheater

Gemütliche Einkaufstraße in Vail Colorado

Gemütliche Einkaufstraße in Vail

Dann hieß es: Wieder einmal den Koffer umpacken, Sachen sortieren und noch ein nettes, möglichst unzerknittertes Kleidungsstück für unseren letzten Abend in Colorado herausfischen. Wir hatten nämlich eine Verabredung in einer sehr schönen Location vor uns. Der neu renovierte Bahnhof, die Denver Union Station, ist nicht nur ein Amtrak-Haltepunkt und künftig Abfahrtsort des neuen Flughafenzubringers, sondern gleichzeitig ein beliebter Treffpunkt mit Hotel, Bars und Restaurants. Eine imposante Halle, in den Farben Weiß und Gold gehalten, mit riesigen Lampen und sehr moderner Einrichtung, verströmte eine exklusive Atmosphäre. Auf der Empore befindet sich die Cooper-Lounge. Hier waren wir mit Repräsentanten der Tourismusbranche zu einem kleinen Cocktail verabredet. Ein wunderbarer Ort! Danach erlebten wir ein weiteres Highlight unserer Reise: Unser letzter Abend klang nämlich in einem sehr guten mediterranen Restaurant aus, dem Rioja am Larimer Square. Entgegen der landläufigen Meinung, in den USA gäbe es nur Fast Food und schlechtes Essen, wurde uns wieder einmal das Gegenteil bewiesen. Man legt viel Wert auf Organic Food, regionale Zutaten und frische Verarbeitung. Das kann man nur empfehlen. Und die Chefköchin Jennifer Jasinski gehört, ganz nebenbei erwähnt, zu den besten Küchenchefs des Südwestens. Leider war das schon der letzte Abend unserer tollen Reise, und der Tag endete mit vielen aufregenden Eindrücken in Denver.

Cowboy Store Denver Rockmount Ranch Wear

Rockmount Ranch Wear in Denver

Hier die Playlist der fünften Etappe:

1.: The Who – Baba O’Riley 11.: Procol Harum – Whiter Shade of Pale
2.: Tim McGraw – Telluride 12.: TV Theme – Baywatch
3.: Lynyrd Skynyrd – Simple Man 13.: Colin James Hay – Overkill
4.: The Eagles – Take it easy 14.: Louis Armstrong – What a wonderful world
5.: David Bowie – Space Oddity 15.: TV Theme – The A-Team
6.: Boston – If you leave me now 16.: Peter Gabriel – Sledgehammer
7.: Billy Joel – Piano Man 17.: Poison – Every rose has a thorne
8.: Duran Duran – Wild Boys 18.: Buena Vista Social Club – Chan Chan
9.: Texas Lightning – Man in the Mirror 19.: TV Theme – Peanuts
10.: The Beatles – Hey Jude

 

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29.September 2015  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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