Sydney – Charlos Cove – Lunenburg – Halifax

Seawind Landing Country Inn in Charlos Cove

Gegen acht am nächsten Morgen sehen wir wieder das Festland von Nova Scotia – uns empfängt richtiges Schmuddelwetter. Trotzdem machen wir uns auf den Weg zur Fortress Louisbourg, einer Festungsstadt, die wir uns vor der Weiterfahrt unbedingt ansehen wollen. Dank unseres Nationalpark-Passes haben wir auch hier freien Eintritt. Vom Besucherzentrum aus fahren Shuttlebusse zum eigentlich Fort, das man nicht direkt mit dem Auto erreichen kann. Praktisch: Im Shop kann man Regencapes kaufen. Es ist nämlich sehr windig, sodass ein Regenschirm nur von begrenztem Nutzen ist. Das Fort wurde liebevoll restauriert, man kann die verschiedenen Gebäude und Räume besichtigen und hat einen schönen Blick über die nahe Bucht. Da der Regen noch zunimmt, kürzen wir den Besuch etwas ab und sind froh, als wir wieder im warmen Auto sitzen.

Auf der Fahrt nach Charlos Cove, wo wir übernachten werden, sehen wir das erste Mal wieder größere Industriegebiete und Shopping-Möglichkeiten. Wir fühlen uns bei diesem Anblick, als kämen wir aus einer anderen Welt oder aus einer anderen Zeit. Über den Canso Causeway verlassen wir Cape Breton Island und fahren die Küste entlang bis nach Charlos Cove, wo wir im charmanten Seawind Landing Country Inn übernachten. Es gibt ein Hauptgebäude mit Aufenthaltsraum, Restaurant sowie einigen Zimmern und ein Nebengebäude, in dem sich ausschließlich Zimmer befinden. Alles ist liebevoll eingerichtet, und die Gastgeber Dave und Ann-Marie heißen uns gleich herzlich willkommen. Das Inn liegt direkt am Wasser, auf einer Landzunge – wirklich herrlich! Abends essen wir im gemütlichen Restaurant, das eine kleine, aber feine Speisekarten hat. Es wird von denselben Besitzern geführt, nach dem leckeren Essen plaudern wir bei einem guten Wein noch ein bisschen mit ihnen. Die beiden hatten gut bezahlte Jobs in der Wirtschaft, haben aber irgendwann dieses Inn gekauft und sich damit einen Traum erfüllt. Sie verstehen wirklich etwas von Gastfreundschaft und Kundenservice und leben das auch richtig. Das Seawind Landing Country Inn gehört definitiv zu unseren Favoriten auf dieser Reise.

Gemütliches Zimmer im Seawind Landing Country Inn in Carlos Cove

Am nächsten Morgen müssen wir uns nach einem wunderbaren Frühstück (Blueberry filled French Toast) schon wieder von Dave und Ann-Marie verabschieden. Wir werden heute noch eine Nacht in Lunenburg verbringen, bevor wir von Halifax mit Condor wieder zurück nach Deutschland fliegen. Auf dem Weg halten wir in Greater Halifax, um doch noch ein bisschen in einer Mall zu shoppen. So viele Geschäfte haben wir auf unserer gesamten Reise nicht von innen gesehen …

In Lunenburg übernachten wir im Mariner King Inn, welches wir auch sehr empfehlen können: ein Haus mit Atmosphäre, direkt im Zentrum von Lunenburg gelegen. Die Einrichtung ist edel, aber es wirkt überhaupt nicht angestaubt, uns gefällt der Mix aus modern und stilvoll. Wenn man in einer besonderen Unterkunft und nicht in einem Standardhaus übernachten möchte, ist das genau das Richtige. Es gibt ein Restaurant, in dem Dinner und Breakfast serviert werden.

Das Mariner King Inn in Lunenburg

Auf einem Bummel sehen wir uns die UNESCO World Heritage Site Lunenburg näher an. Hier kann man gut alles zu Fuß erkunden und das Auto getrost stehen lassen. Im Hafen ist normalerweise der berühmte Schoner Blue Nose II zu besichtigen, allerdings befindet sich das Schiff gerade zur Generalüberholung in der Werft, sodass wir auf eine Besichtigung leider verzichten müssen. In der Stadt gibt es viele kleine Souvenirläden, Pubs und Restaurants – man fühlt sich fast in einen europäischen Ort versetzt. In einer der Straßen wird sogar gerade ein Film oder eine Fernsehserie gedreht, ein Spektakel, das einige Schaulustige anlockt.

An unserem letzten Tag haben wir noch eine Menge Zeit, da der Rückflug erst um 22 Uhr geht. Wir fahren daher in aller Ruhe die Küste entlang nach Mahone Bay, wo wir im gemütlichen Café The Biscuit Eater  einkehren. So richtig guten Cappuccino bzw. Caffè Latte haben wir in Neufundland und Labrador manchmal schon vermisst, sodass wir jetzt Nachholbedarf haben. Weiter geht unsere Fahrt nach Chester: ein gemütlicher kleiner Küstenort, der durchaus einen Besuch wert ist. In der Töpferei Artifacts in Clay erstehen wir ein paar schöne Souvenirs und Mitbringsel.

Am Nachmittag sehen wir uns noch Peggy’s Cove an. Den berühmten Leuchtturm hier besucht wohl jeder Nova-Scotia-Reisende, und entsprechend viel ist dort auch los. Wir machen nur ein paar Fotos und fahren dann weiter zum Flughafen. Nach der problemlosen Abgabe unseres Mietwagens haben wir noch genug Zeit, entspannt im Pub zu essen. Und dann sitzen wir auch schon wieder im Flieger nach Hause …

Unsere Reise durch Neufundland und Teile Nova Scotias hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen. Wir waren total begeistert von Land und Leuten und haben viele unvergessliche Erinnerungen mitgebracht!

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15.August 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


Ein Kommentar für “Sydney – Charlos Cove – Lunenburg – Halifax”

  1. chrissy sagt:

    Liebe Freunde!
    Ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken für diesen hilfreichen Blog! Ich war im Flieger nach Maine, USA, als ich den Beitrag studierte, und ganz spontan beschloss, mit meinem vorgebuchten Mietwagen eure Route nachzufahren! Von Portland/ME geht inzwischen die Fähre wieder nach Nova Scotia (Yarmouth), und nachdem ich NS durchfahren war, inkl. Cabot Trail mit Skyline Trail, hatte ich Glück und kam noch auf die Fähre nach Argentia. Dann war ich in St. John’s, Trinity (Fisher’s Loft ist unglaublich schön!) und Twillingate, die Eisberge waren aber schon weiter gezogen nach King’s Point, wo ich sie im gleißenden Sonnenlicht studieren konnte (inkl. „Kalben“). Ein gigantisches Erlebnis! Dann weiter in den Gros Morne Nationalpark, von dort nach St. Anthony und in „eure“ Tuckamore Lodge, wunderbare herzliche Gastfreundschaft! Dann mit der Fähre rüber nach Labrador und wieder in „eurer“ Unterkunft in Red Bay, direkt am Wasser. Ihr habt nicht übertrieben: Labrador ist ein ultimativer Einsamkeitsgeheimtipp! Jetzt will ich den Norden Labradors erkunden, das verspricht weitere einsame Piste. Ich habe auf der Tour einen Motorradfahrer aus Vancouver getroffen, er ist die Strecke von Quebec raufgekommen, 2.000 km total unberührte Landschaft…Also liebe Reisefreunde, nochmal tausend Dank und weiterhin schöne Weltreisen! Eure Chrissy

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