St. Anthony und der Gros Morne National Park

Wikinger in Neufundland erleben

Heute wollen wir uns auf die Spuren der Wikinger begeben. Aber erst einmal fahren wir nach St. Anthony, wo es einen Leuchtturm zu bestaunen gibt. In direkter Nähe kann man auf verschiedenen Wanderwegen an den Klippen laufen. Bereits vom Leuchtturm aus sehen wir den gut einen Kilometer langen, flachen Eisberg, von dem uns schon andere Reisende unterwegs berichtet hatten. In unmittelbarer Nähe sind sogar weitere kleine Eisberge zu erkennen. Während wir wandern, kommen wir ganz nahe an einen heran, und als wir direkt davorstehen, kippt er unter großem Gerumpel um und sieht auf einmal völlig anders aus! Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis, auch wenn es nur ein kleiner Eisberg war.Am Nachmittag fahren wir nach L’Anse aux Meadows, das knapp 15 Kilometer entfernt liegt. Die National Historic Site dokumentiert die kurze Periode, die die Wikinger aus Norwegen hier verbracht haben. In einem Museumsdorf wird die Lebensweise eindrucksvoll dargestellt. Von Rangern werden verschiedene Touren über das weitläufige Gelände angeboten. Wir schlendern aber lieber auf eigene Faust durch die Gegend und genießen das tolle Wetter. Und endlich – wir entdecken das erste Mal auf unserer Reise einen Elch! Diese wild lebenden Tiere grasen häufig hier auf dem Gelände. Ganz in der Nähe der National Historic Site gibt es noch Norstead zu besichtigen, ein nachgebautes Wikingerdorf. Hier hat das Ganze etwas mehr Freizeitparkcharakter als in L’Anse aux Meadows. Da war nicht so viel Zeit haben, verzichten wir auf eine Besichtigung. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte aber auf jeden Fall Zeit dafür einplanen, da das Leben der Wikinger sehr anschaulich erklärt wird und Kinder zum Mitmachen animiert werden.

Auf dem Rückweg erhaschen wir noch einen kurzen Blick auf Quirpon Island. Wer hier übernachten möchte, dem ist das Quirpon Lighthouse Inn zu empfehlen. Um dorthin zu gelangen, muss man sein Auto abstellen und wird mit dem Boot abgeholt. Wir haben keine Nacht dort eingeplant, haben aber in der Tuckamore Lodge zwei Holländer getroffen, die dort übernachtet haben und vollkommen begeistert waren. In der Abenddämmerung sind sie mit Kajaks ein Stück hinausgefahren und konnten dabei Wale beobachten. Es soll sehr romantisch und urig sein.

Abenddämmerung auf Quirpon Island

Am nächsten Tag führt uns unsere Route zurück in den Gros Morne National Park. Aufgrund der Lage Labradors und St. Anthonys und wegen der wenigen Highways in dieser Region kommt man zwangsläufig auf dem Hin- und Rückweg durch den Park.

Wer bei einem Besuch des Gros Morne National Park nach Rocky Harbour kommt, sollte auf keinen Fall einen Besuch bei Java Jack’s an der Mainstreet North verpassen. In der Galerie, die gleichzeitig auch Café und Restaurant ist, gibt es nicht nur den besten Caffè Latte in dieser Region Neufundlands, sondern auch tolle Bilder und Kunstgegenstände von lokalen Künstlern zu bestaunen und zu kaufen. Ein echter Insidertipp ist das Essen im Restaurant in der ersten Etage. In gemütlicher Atmosphäre werden hier Gaumenfreuden mit Einflüssen aus aller Welt zusammengestellt. Reservierungen sind nicht möglich, daher muss man eventuell mit etwas Wartezeit für Lunch und Dinner rechnen. Aber es lohnt sich! Dienstag ist Ruhetag.


Java Jack's in Rocky Harbour im Gros Morne National Park
Da wir auf dem Hinweg nur eine Nacht im Gros Morne National Park verbracht haben, wollen wir dieses Mal zwei Nächte bleiben. Als Unterkunft haben wir uns die Red Mantle Lodge  ausgesucht, die neueste Lodge in der Gegend. Sie liegt auf der Südseite der Bonne Bay und damit im touristisch nicht ganz so bekannten Bereich des Parks, direkt am Shoal Brook, mit grandiosem Blick auf die Bonne Bay. Die Zimmer sind sehr modern, haben Parkettböden, sind hell und freundlich eingerichtet, und von einigen blickt man sehr schön auf die Bucht. Abends essen wir im Restaurant der Lodge. Der Blick ist wirklich toll, vor allem während der Abenddämmerung.

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9.August 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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