Landgänge: Sint Maarten, St. Thomas und Paradise Island

Sint Maarten Schild

Karibikflair am Hafen von Sint Maarten

Sint Maarten

Seit Jahrhunderten teilen sich die nur 87 Quadratkilometer große Insel Sint Maarten/Saint-Martin einerseits die Holländer – Sint Maarten – und andererseits die Franzosen – Saint-Martin. Insgesamt leben dort 72.000 Einwohner, hinzu kommen rund 800.000 Kreuzfahrtpassagiere jedes Jahr, die in der Regel in Philipsburg (niederländische Teil) an Land gehen. Auf Sint Maarten hatten wir unseren ersten Landgang und die längste Liegezeit. Hier wollten wir sowohl den niederländischen als auch den französischen Teil kennenlernen.

Darum entschlossen wir spontan, uns einen Mietwagen von Hertz zu nehmen – natürlich einen 8-Sitzer, damit wir alle reinpassten. Für uns war es eine autofreundliche Insel, denn wir sahen keine einzige Ampel und konnten zügig durch die meist engen kurvigen Straßen fahren (nichts für Fahranfänger). Ein Kanadier, der die Insel schon mehrmals besucht hat, empfahl uns, einen Ausflug zum schönsten Strand zu machen: Baie-Orientale. Spätestens wenn man dort die ersten Frauen „oben ohne“ sieht, weiß man, dass dies der französische Teil ist. Landschaftlich erinnerte es mich mit den grünen Bergen und den vorgelagerten Inselchen ein wenig an die hawiische Insel Oahu. Der Kanadier hatte recht: Strand und Wasser fanden wir großartig!

Baie-Orientale auf Sint Maarten

Der schönste Strand von Sint Maarten: Baie-Orientale

Strandliegen an der Baie-Orientale

Das ist Karibikfeeling pur

Simpson Bay Lagoon: Flugzeuge hautnah

Weiter ging es dann über die Hauptstadt Marigot zur Simpson Bay Lagoon, die in der Einflugschneise des Flughafens Princess Juliana International Airport liegt. In der Strandbar konnten wir die Ankunftszeiten der Flieger auf einem Surfbrett ablesen. Die Jets rauschten dann nur wenige Meter über den Köpfen der Strandgäste hinweg – das fanden wir echt beeindruckend! Leider versagte meine Kamera mit ihrem leeren Akku im völlig falschen Moment. Die Stadt Philipsburg ist übrigens ein zollfreies Einkaufsparadies, und in der Front Street sowie den winzigen Nebenstraßen reihen sich die Geschäfte nahtlos aneinander. Wir hatten aber keine Lust zum Einkaufen und schlenderten lieber die Strandpromenade entlang, genossen den Blick auf die schöne Bucht mit „unserem Schiff“ und freuten uns nach einem heißen Tag in der Karibik auf den Komfort der Norwegian Getaway. Die Crew schien sich genauso auf uns zu freuen, zumindest boten sie uns vor der Gangway einen großen Empfang: Kalte Tücher und Getränke wurden gereicht, benutzte Badetücher umgetauscht, tanzende Köche und Offiziere standen klatschend Spalier, das alles natürlich untermalt mit karibischen Rhythmen. Auch wenn es in diesem Moment eher inszeniert war, fanden wir das alles sehr berührend und freuten uns darüber, Gäste an Bord dieses Schiffes zu sein und quasi nach Hause an Bord gehen zu können. Das machte bei NCL für uns auch den kleinen Unterschied zu Kreuzfahrten mit MSC, Carnival  oder Disney Cruise Line aus, wo nichts in dieser Richtung stattfindet, wie wir beobachten konnten.

Starnd am Hafen von Philipsburg

Blick vom Strand auf die Norwegian Getaway

Philippsburg Hafen

Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Philipsburg

Kreuzfahrtschiff im Hafen von Philipsburg

Palmen… selbst am Hafen von Philipsburg

Simpson Bay Lagoon

Landeanflug über der Simpson Bay Lagoon

Schöne Strände entlang der Magens Bay

Die Insel St. Thomas gehört zu den United States Virgin Islands, nur dort herrscht innerhalb der USA Linksverkehr. Auf der 83 Quadratkilometer großen Insel befindet sich heute offenbar der größte Kreuzfahrthafen der Karibik. War St. Thomas um das Jahr 1800 herum wegen seiner zerklüfteten Küste und den vielen Buchten ein Paradies für Seeräuber, so ist es heute eines für Kauflustige. Auf der ganzen Insel gibt es keine Verkaufssteuern und in der Hauptstadt Charlotte Amalie entsprechend viele Malls, Märkte und unzählige Geschäfte. Wir entschieden uns für ein offenes Sammeltaxi zum Spezialpreis, fuhren einmal durch die Innenstadt und weiter über Serpentinen in den Norden zur Magens Bay. Uns erwartete eine große flach abfallende Sandbucht mit schönen Picknickplätzen. Wir fanden am Rande ein ruhiges Fleckchen in dieser wunderschönen Bucht und genossen das klare Badewannenwasser der Karibik. Schnell hatten wir herausbekommen, welcher Handtuchtyp zu welcher Reederei gehört. Plötzlich fingen einige Leute an zu klatschen: ein Brautpaar spazierte – barfuß – über den Strand. Einen Moment dachte ich wehmütig zurück an Anna Maria Island, die nun gefühlte Lichtjahre entfernt lag. Ein netter Taxifahrer brachte uns wieder heil über die bergige Insel zum Hafen, wo „unser Schiff“ wartete.

Blick auf Hafen von St. Thomas

Der größte Kreuzfahrthafen der Karibik in St. Thomas

Magens Bay - Bucht auf St. Thomas

Die wunderschöne Magens Bay auf St. Thomas

Ein Abstecher zu den Bahamas

Das letzte Ziel unserer Kreuzfahrt war Nassau, die Hauptstadt der Bahamas. Wir nahmen an dem Nachmittag nach einem Spaziergang durch Nassau ein Wassertaxi, um nach Paradise Island zu kommen. Die Überfahrt war dank eines pausenlos redenden Guides sehr amüsant. Wir schauten uns das Atlantis Paradise Island Resort und die schönen Strände drum herum an und machten uns dann mit einem Taxi auf den Weg zurück zum Schiff, schließlich mussten wir ja noch unsere Koffer packen. Am letzten Abend trafen wir zufällig Kapitän Rune, einen äußerst smarten Norweger.

Bummel durch Nassau

Die fröhlich-bunten Häuser von Nassau

Atlantis Paradise Island Resort

Atlantis Hafen auf Paradise Island

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir verbrachten einen sehr abwechslungsreichen Traumurlaub, die Kombination von Ferienhaus und Kreuzfahrt war für meine ganze Großfamilie wirklich perfekt! Besonders gefreut hat mich ein Satz meines Vaters: „Wenn ich gewusst hätte, dass es so schön wird, hätte ich mich vorher noch viel mehr gefreut!“

Noch ein kleiner Tipp: Wenn die Schiffe am frühen Morgen im Heimathafen anlegen, sollte man rechtzeitig aufstehen, um das Lichtermeer zu sehen. Das ist bestimmt in New York sogar noch beeindruckender – und die nächste Reise kommt bestimmt …

 

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12.September 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Bahamas  Autor:


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