Shoppen, shoppen, shoppen und Manhattan auf zwei Rädern

Bag collection nach einer Shoppingtour in New York

Sonntag, unser letzter Tag in New York. Unsere Metrokarte ist nicht mehr gültig – daher ist eine Fahrradtour angesagt. Bei „Bike & Roll“ neben der Intrepid übernehmen wir unsere bequemen Leihräder und los gehts. Die Mietdauer variiert zwischen zwei Stunden und einem Tag; wir buchen den ganzen Tag. Wir radeln südwärts und teilen uns den gut ausgebauten Fahrradstreifen mit Skatern, Inlinern und anderen Fahrradausflüglern. Es geht immer am Wasser entlang. New Yorker Familien verbringen den Sommersonntag (man beachte: Mitte Oktober!) in den vielen Parks, die das Hudson-Ufer säumen. In der Marina in der Battery Park City ankern schnittige Luxusjachten, im Battery Park reihen sich die Besucher in endlose Schlagen ein, um einen der begehrten Plätze auf den Fährschiffe zu ergattern. Die werden lange warten müssen! Wir erreichen den East River, und die Optik wird eine andere. Keine beschaulichen Parks, sondern nüchterne Betonpisten bestimmen das Bild. Am Pier 17 herrscht Jahrmarktstimmung, Touristen scharen sich um den Dreimaster Peking. Wir erreichen die Auffahrt zur Manhattan Bridge. Kleine Info für die, die es uns nachmachen möchten: Wir erreichen Brooklyn Heights drei Stunden nachdem wir unser Rad an Pier 84 in Empfang genommen und, unterbrochen von vielen Fotostopps, fast im Schritttempo die Südspitze Manhattans umrundet hatten. Für diesen Ausflug würde durchaus eine Mietdauer von vier Stunden reichen, wir aber wollen ja weiter … Auf einer der zahlreichen Bänke auf den Brooklyn Heights legen wir eine Pause ein und genießen einmal mehr eine ganz andere Perspektive auf Manhattan. Inzwischen kennen wir dieses Inselchen aus fast allen Blickrichtungen.

Brooklyn Heights in New York

New York City Jachthafen

 

 

 

 

 

 

Eagle in New York CityNew York City Intrepied Auf dem Rückweg radeln wir über die Brooklyn Bridge, um uns sodann nordwärts zu halten. Wir passieren das total nüchterne UN-Headquarter, beobachten eine schwebende Kabine der Roosevelt-Tram und entschließen uns auf Höhe 56th Street, zurück zum Hudson zu radeln. Das heißt nun: mitten durch Manhattan. Kein Grund zur Beunruhigung; ganz entspannt queren wir Manhattan, friedlich neben Autokolonnen, etlichen anderen Radlern und sogar begleitet von dem einen oder anderen Inlineskater, der sich durch den Verkehr schlängelt. Sieben Stunden waren wir nun auf zwei Rädern in New York unterwegs und hatten zu keiner Zeit das Gefühl, es wäre gefährlich gewesen. Wenn wir noch einmal wiederkommen (und es sieht ganz so aus!), werden wir die ganze Insel umrunden, das ersetzt dann die Bootstour. Vorerst haben wir allerdings einen veritablen Sonnenbrand und eine dicke Salzschicht auf der Haut – wir brauchen dringend eine Dusche! Ein letzter Complementary Wine, ein letzter Sundowner auf der Rooftop-Terrasse und ein letzter Abendbummel um unsere Lieblingsecken. Es stellt sich tatsächlich ein bisschen Wehmut ein. Unsere Zeit ist um, und wir müssten packen – ein recht schwieriges Unterfangen, denn in den vergangenen Tagen hatten sich diverse T- und Sweatshirts zu uns gesellt. Unmöglich, aus O.M.G. oder WHO.A.U. ohne Einkaufstüte herauszukommen…

Spanisch Harlem in New York City

Bye-bye New York

Unser Flieger geht erst um 19 Uhr, und so haben wir noch Zeit, das Intrepid Sea, Air and Space Museum zu besichtigen. Ein U-Boot, eine Concorde, ein Flugzeugträger und jede Menge historischer Flugmaschinen: Top Gun vor Skyscraper-Kulisse! Kurzweilige zwei Stunden krabbeln wir durch enge U-Boot-Durchgänge, entern Kommandostände des Flugzeugträgers und lauschen diversen Vorträgen und Filmen. Ein echter Tipp für einen Family-Day! Mit einem formidablen Burger in der renommierten Landmark Tavern (Ecke 46th/11th Ave) beenden wir unseren New-York-Besuch. Dann bringt uns ein Yellow Cab zum JFK-Airport.

Am Ende können wir sagen: Wahrscheinlich ist es egal, wie lange man sich in New York aufhält, es wird immer zu kurz sein. Wir hatten sehr viel erlebt und gesehen, noch mehr wahrscheinlich nicht gesehen und das eine oder andere, was wir sehen wollten, leider nicht gefunden. Unser nächstes „Projekt“ sollte ein Besuch der Westküste sein, aber wir tüfteln schon jetzt, wie wir West- und Ostküste unter einen Hut bekommen könnten.

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19.Dezember 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Ein Kommentar für “Shoppen, shoppen, shoppen und Manhattan auf zwei Rädern”

  1. Kolja sagt:

    Hey Rebecca,
    das macht Lust auf mehr! Und darauf, auch nach New York zu reisen. Die Planung läuft – Ende April geht es los 😉
    Vielen Dank für diesen schönen Reisebericht!
    LG Kolja

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