Seattle und die San Juan Islands

San JUan Islands

Mit der Fähre auf die San Juan Islands

Erst nach Seattle, dann weiter nach Friday Harbor

Seattle war unser nächstes Ziel. Wir trafen dort Christo – Karlottas Patenonkel, den wir fürs Wochenende mit auf die San Juan Islands nehmen wollten. Je näher wir Seattle kamen, desto besser wurde das Wetter. Dort angekommen, beschlossen wir, nach West Seattle zu fahren, an den Alki Beach. Dieser Stadtteil hatte uns schon bei einer früheren Reise mit seiner Lage am Puget Sound, den schönen Stränden und gemütlichen Cafés sehr gut gefallen. Außerdem war das Wetter nun richtig schön geworden: blauer Himmel und Sonnenschein. Gegenüber von West Seattle, auf der anderen Seite der Bucht, liegt Downtown, sodass wir einen herrlichen Blick auf die Skyline genießen konnten.

Wir packten unsere Räder und den Hänger aus und fuhren dann entlang der Strandpromenade und vorbei an den schönen Wohnhäusern, immer mit einem tollen Blick auf den Puget Sound und die Olympic Mountains. Radwege gibt es übrigens überall in Seattle. Danach gingen wir noch ein bisschen mit Karlotta an den Strand, um Sandkuchen zu backen … Am Abend beschlossen wir, in West Seattle zu essen und landeten bei Salty’s  – ein sehr, sehr gutes Fischrestaurant, direkt am Wasser gelegen und mit einem Superblick auf die Skyline. Netterweise zeigte sich dort an dem Abend auch noch der Mount Rainier von seiner schönsten Seite, und wir genossen beim Sonnenuntergang und mit Blick auf einen rosa leuchtenden Vulkan das leckere Seafood. Karlotta ging es schon wieder besser, auch wenn das Fieber noch nicht ganz weg war. Mittlerweile war es spät geworden, und wir mussten noch einen Campingplatz suchen. In Stadtnähe ist es ja nicht immer ganz einfach, aber wir fanden einen recht einfachen Platz am Lake Sammamish, eine gute halbe Stunde von West Seattle entfernt.

Mit dem Fahrrad Seattle erkunden

Radeln in West Seattle

West Seattle Parkplatz für Wohnmobil

Parkplatz in West Seattle mit Blick auf die Skyline

Mit der Fähre durch die Inselgruppe der San Juan Islands

Während Kay an diesem Tag einen Termin hatte, erledigte ich die Einkäufe fürs Wochenende und fuhr danach mit Karlotta im Wohnmobil noch zum Lake Washington. Gegen Mittag holte ich dann Kay und Christo ab, und wir starteten in Richtung Norden. Um auf die San Juan Islands zu kommen, mussten wir nach Anacortes fahren, rund eineinhalb Stunden nördlich von Seattle. Von dort starten die Fähren der Washington State Ferries auf die San Juan Islands. Karlottas Fieber war leider wieder da, und sie hatte irgendwie gar keine Lust, mit dem Wohnmobil zu fahren. Gut dass der Patenonkel dabei war und ein „Entertainment-Programm“ zu bieten hatte … In Anacortes angekommen, stellten wir uns in die Warteschlange und freuten uns, gleich mit auf die nächste Fähre zu kommen. Es war keine Saison mehr und somit nicht ganz so viel los. Die Fähren können übrigens nicht vorab reserviert werden. Unser Ziel war Friday Harbor auf der Hauptinsel San Juan Island, die Fährfahrt dauerte rund eineinhalb Stunden. Leider wurde das Wetter wieder schlechter, sodass wir bei der Überfahrt nicht wirklich viel von der Inselwelt sehen konnten.

Friday Harbor erkunden

Nachdem wir in Friday Harbor angekommen waren, suchten wir erst mal einen Campingplatz und fuhren dafür zum Lakedale Resort an der Ostküste der Insel. Das Resort bietet Zimmer in einer Lodge, einige Log Cabins und einen sehr großen Campingplatz. Wir konnten uns einen der Plätze aussuchen, da sie kaum belegt waren – es gibt dort welche am See wie auch im Wald. Wir beschlossen, uns direkt an den See zu stellen und zahlten recht viel, auch ohne Wasser und Strom – das musste wohl der Inselzuschlag sein. Immerhin hatte es aufgehört zu regnen, sodass wir grillen und auch ein Lagerfeuer machen konnten. Die Jungs übernachteten im Alkoven, während ich es mir mit Karlotta im hinteren Bett gemütlich machte. Es hatte die ganze Nacht geregnet, und wir hatten fast den Eindruck, auf unserem Stellplatz abzusinken. Nach einem leckeren und schön ausgiebigen Frühstück im Wohnmobil wurde der Regen am nächsten Morgen sogar noch stärker. Wir beschlossen, erst einmal zur kleinen Stadt Friday Harbor zu fahren und etwas zu bummeln. Es war ein Samstag, also gab es den Farmers Market, wo wir einmal vorbeischauten. Weil der Regen aber wirklich so stark war, wurde es nur ein kurzer Marktbesuch und wir landeten stattdessen im sehr netten Bean Cafe, wo wir einen leckeren Cappuccino tranken und selbst gebackene Cookies genossen. In unserer gemütlichen Sofaecke hatte Karlotta gleich mal wieder Bekanntschaften geschlossen, und wir lernten eine nette Oma aus Bellingham kennen, die auf ihre Enkelkinder wartete. Der Regen wollte immer noch nicht aufhören, und wir beschlossen, ins Whale Museum um die Ecke zu gehen. Die San Juan Islands sind übrigens die ideale Insel, um Schwertwale zu beobachten, und in Friday Harbor gibt es das passende Museum dazu. Das Museum ist zwar recht überschaubar, lohnt sich aber auf jeden Fall. Man kann die Ausstellungen in gut einer Stunde schaffen.

Lime Kil State Park in Washington State

Lime Kil State Park auf San Juan Island

Lime Kiln Lighthouse in Washington State

Das Lime Kiln Lighthouse auf San Juan Island

Der Lime Kiln Point State Park

Die Wettervorhersage blieb weiterhin schlecht, aber wir fuhren dennoch ein bisschen über die Insel und stoppten an der Westküste, im Lime Kiln Point State Park. Dort gibt es einen Whale Watching Point, von wo aus man gut Wale direkt am Ufer sehen kann. Am gestrigen Tag wurden dort einige Orcas gesichtet. Wir liefen im Regen über einen felsigen Trail zum Lime Kiln Lighthouse, immer mit Blick aufs Wasser, aber keine Wale in Sicht. Wir blieben noch ein bisschen, doch es tat sich leider nichts – schade. Da das Grillen an diesem Tag ausfallen würde, beschlossen wir, zurück nach Friday Harbor zu fahren und dort ein Fischrestaurant zu suchen. Wir landeten im Schooner und hatten damit die richtige Wahl getroffen: leckerer Fisch aus der Gegend und gutes Bier. Karlottas Fieber war zum Glück auch wieder runtergegangen. An dem Abend übernachteten wir im San Juan County Park, nördlich vom State Park. Der Campingplatz ist zwar sehr klein und auch eher für Zelte vorgesehen, wir bekamen aber trotzdem noch den letzten Platz für ein Wohnmobil unserer Größe. Größere Fahrzeuge – mit mehr als 24 ft. – können dort tatsächlich nicht stehen. Der Campingplatz ist terrassenförmig angelegt, und wir bekamen den obersten Platz mit Blick aufs Meer. Sehr schön, so hatten wir uns das vorgestellt – nun fehlten nur noch die Wale … Der Regen hatte mittlerweile aufgehört, sodass wir sogar noch ein Lagerfeuer machen konnten – wer hätte das gedacht! Erst als wir schlafen gingen, fing es wieder an zu regnen.

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25.Februar 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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