Die schönsten State Parks in Oregon

Cove Palisades State Park in Oregon

Blick auf den Canyon im Cove Palisades State Park

Vom Cove Palisades State Park zum Columbia River Gorge

Hm, der erste Blick aus dem Fenster an diesem Morgen gab keine 10 Meter Sicht her – also erst mal das Rollo wieder runtergelassen und noch mal unter die Decke gekuschelt. Die Nacht war saukalt, und ohne Heizung wäre es nicht gegangen. Als wir dann frühstückten, war das Wetter nicht wesentlich besser, aber wir konnten dann immerhin wieder das gegenüberliegende Ufer vom See sehen. Trotz des schlechten Wetters fuhren wir zum Obsidian Trail, wo uns die angebotene Runde mit einer Länge von einer Meile auch im Regen machbar erschien. Wir liefen entlang eines 500.000 Jahre alten Lavaflusses mit besonderem Inhalt: Obsidian, das bei Vulkanen wohl nicht so typisch ist, und das Gestein sah für uns aus wie schwarzer Marmor.

Leider war der Paulina Peak, den man von dort eigentlich gut sehen kann, komplett in den Wolken verschwunden, und wir sparten uns den Weg hinauf auf den höchsten Punkt des Vulkans. Dort oben hätten wir an dem Tag leider gar keine Sicht gehabt. Schade, denn es soll atemberaubend sein, wir hätten auf das ganze Tal um Bend herum, auf die Cascades, die beiden Kraterseen und die Caldera an sich blicken können. Stattdessen liefen wir noch einen weiteren kleinen Trail zu den Paulina Falls und fuhren dann wieder hinunter ins Tal.

Weiter zum Smith Rock State Park?

Die Frage war dann: Was sollten wir machen? Auf unserem Plan stand eigentlich, den Scenic Cascades Highway entlangzufahren und die vielen tollen Seen und Berge oder Vulkane zu erkunden. Diese Gegend versank an dem Tag allerdings komplett in dunklen Regenwolken. Schade, denn so hatte sich die Idee leider nicht mehr gelohnt. Dann überlegten wir, stattdessen doch schon weiter in den Norden zu fahren, denn das Wetter sollte sich in den nächsten ein, zwei Tagen kaum ändern. Dabei sagt man über Bend, es sei der sonnigste Ort in Oregon mit über 300 Tagen Sonnenschein im Jahr … Wir überlegten, ob wir in den weiter nördlich gelegenen Smith Rock State Park fahren und dort unser Nachtlager aufschlagen sollten. Dieser Park ist vor allem unter den Free Climbern weltbekannt und hat auch einen Campground. Als wir dort ankamen, regnete es so in Strömen, dass wir die Felsen dort gar nicht sehen konnten. Zudem gab es den Campground dort gar nicht mehr. Was nun?

Obisidian Trail in Oregon

Seltenes Obisidian am Obisidian Trail

Paulina Falls am Paulina Lake

Paulina Falls

Ankunft im Cove Palisades State Park – bei gutem Wetter

Wir fuhren noch mal ein Stück weiter bis zum Cove Palisades State Park, der im Reiseführer beschrieben wurde und Canyons sowie einen Stausee haben sollte. So richtig konnten wir uns das aber nicht vorstellen, schließlich fuhren wir ja gerade durch klassisches Farmland. Je näher wir dem State Park kamen, desto besser wurde das Wetter, aber von Canyons weit und breit noch keine Spur. Als wir das Eingangstor des State Parks passierten, überlegten wir immer noch, was dort eigentlich das Besondere sein sollte – und dann plötzlich hinter der nächsten Kurve das Ohhhh-Erlebnis! Auf einmal standen wir oben am Rand des Canyons und dachten, wir seien irgendwo in Arizona. Eine riesige Schlucht mit einem großen Stausee! Wow, wo kam das denn nun so plötzlich her?

Am Abend der schönste Sternenhimmel

Wir befanden uns am Lake Billy Chinook, der vom Crooked River und vom Deschutes River gespeist wird. Das Wetter war auf einmal auch super, und wir konnten gar nicht begreifen, dass wir noch vor einer halben Stunde im strömenden Regen, inmitten von Wolken waren. Und nun Sonnenschein, ein See, Canyons … Wir fuhren entlang des Stausees und direkt vorbei an den hohen Wänden des Canyons zum Deschutes Campground: ein toller Platz, direkt an den Felsen des Canyons gelegen, über uns kreisten die Adler, und die Wolken verschwanden peu à peu immer mehr. Auf einmal war es richtig warm, und wir packten gleich die Picknickdecke für Karlottas Spielwiese aus. An dem Tag konnten wir endlich wieder BBQ machen. Beim Lagerfeuer schauten wir in den tollsten Sternenhimmel der ganzen Reise und freuten uns, diesen State Park gefunden zu haben – ein richtiger Geheimtipp!

Cove Palisades State Park in Oregon

Unterwegs im Cove Palisades State Park

Im Wohnmobil am Cove Palisades State Park

Campground Cove Palisades State Park

Das nächste Ziel: der Memaloose State Park

Am nächsten Morgen wollten wir noch eine kleine Runde auf Teilen der Trails im State Park laufen, bevor es dann hieß: Auf in Richtung Norden, zur Columbia River Gorge! Wir verließen den tollen State Park, indem wir noch einmal durch die Schlucht fuhren, über den Crooked River und zurück auf den Highway 97, danach weiter auf dem Highway 197. Wir fuhren durch die trockene Steppe und Prärie, dazwischen waren immer mal wieder Ranches, Rinderherden und Pferde zu sehen. Wir hätten meinen können, irgendwo in Wyoming zu sein. Wie schnell sich dort die Landschaften ändern, fanden wir richtig faszinierend. Ganz in der Nähe des Ortes Dallas erreichten wir die Columbia River Gorge. Dort konnten wir uns überlegen, auf der Interstate 84 Richtung Westen zu fahren oder den Highway 30 zu nehmen, den sogenannten Historic Columbia River Highway. Letzteres ist sehr zu empfehlen, da er an einigen Scenic Viewpoints vorbeiführt. Wir hielten erst mal am Columbia Gorge Discovery Centre & Museum an. Ein Museum, das sehr anschaulich die Geschichte der Region erklärt. Da wir erst 45 Minuten vor der Schließung ankamen, mussten wir keinen Eintritt mehr bezahlen. Die Zeit reichte uns aus. Danach fuhren wir die kurvenreiche Strecke auf dem Historic Highway zum Crown Point hinauf: Von dort oben hatten wir einen Wahnsinnsblick auf die Gorge mit ihren Wäldern und schroffen Felsen. Auf der Seite Oregons gibt es zwischen Dallas und Troutdale drei State Parks mit Campgrounds. Die interessante Strecke der Gorge liegt zwischen den beiden Orten auf einer Länge von 105 Kilometern. Wir beschlossen, auf dem ersten Campingplatz hinter Dallas zu übernachten. Im dem Memaloose State Park bekamen wir einen schönen Platz mit Blick auf den Columbia River und das gegenüberliegende Ufer, das schon in Washington State liegt.

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19.Februar 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


2 Kommentare für “Die schönsten State Parks in Oregon”

  1. Ewa Troyke sagt:

    Hallo!
    Schön, dass Dir der Blog gefällt. Die Temperaturen waren sehr unterschiedlich, sowohl nachts als auch tagsüber. Die kälteste Nacht hatten wir am Paulina Lake (bei Bend), dort waren es bestimmt nur 5 Grad. Da waren wir aber auch auf fast 2000 m Höhe. Aber mit Heizung und guter Campingausstattung war es trotzdem kuschelig warm im Wohnmobil. Ansonsten hatten wir im Schnitt nachts ca. 10-15 Grad je nach Location. Der September ist grundsätzlich ein toller Monat für die Region. Viel Spaß bei der Reiseplanung 🙂

    Liebe Grüße Kathrin

  2. Jusdsh sagt:

    Die Bilder sind echt gut geworden. Top! Wie kalt wurde es denn dort in der Nacht? Gut das ihr eine Heizung hattet 🙂 Ich habe auch vor mit einem Freund in die USA zu reisen und eine grosse Tour zu machen. Dieser Blog hier macht gleich Lust sofort los zu reisen. Danke für die Inhalte 🙂

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