Saint John und die Bay of Fundy

Der Cape Enrage Leuchtturm

Vor dem berühmten Cape Enrage Lighthouse an der Bay of Fundy

Der Saint John City Market, der Fundy National Park und die Lobster

Nach einem sehr leckeren Frühstück im Hilton Saint John machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zum Saint John City Market – ein ganz besonderes Highlight, denn es handelt sich um den ältesten Mark Kanadas. Überall duftete es nach frischem Obst, Gemüse, nach Gewürzen, Seafood und vielem mehr.

Vor allem haben wir erfahren, das Dulse – in Deutschland Lappentang genannt – hierzulande eine absolute Spezialität und total im Kommen ist. Zumeist kauft man die Alge getrocknet und würzt damit Fische und Fleisch, kann sie aber ebenfalls gut zum Salat essen. Auch tolle gemalte Bilder und andere künstlerische Schmuckstücke wurden angeboten – für jeden war hier etwas zu finden. Wir konnten mit diesem entspannten Bummel den Einstieg in den neuen Tag sehr genießen. Gut gestärkt fuhren wir weiter zum Fundy National Park, der über 2500 Hektar groß und ein Teil des Fundy Biosphere Reserve ist sowie zur UNESCO gehört. Total begeistert waren wir von der fast zwanzig Kilometer langen Panoramastraße, die uns traumhafte Aussichten auf die langen Strände und die Bay of Fundy ermöglichte. Von der Straße gingen viele kleine Wanderwege ab, sodass wir auch noch einen der Wasserfälle und die Suspension Bridge bestaunen konnten. Wir waren uns einig: Dieses schöne Fleckchen Erde sollte auf keiner Tour durch New Brunswick fehlen!

Saint John im Morgenlicht

Morgenspaziergang durch Saint John

Der Fundy Trail Parkway

Tolle Ausblicke auf dem Fundy Trail Parkway

Ein Abstecher zum Cape Enrage Lighthouse an der Bay of Fundy

Während der Fahrt fiel uns auch immer wieder eine blau-weiß-rot gestreifte Flagge mit einem goldenen Stern ins Auge. Es stellte sich heraus, dass diese noch heute das Zeichen der atlantisch-kanadischen Akadier ist, also ein Zeichen der ersten französischen Siedler in der Region. Sie pflegen ihre Kultur, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass New Brunswick die einzige kanadische Provinz ist, die offiziell in den beiden Sprachen Englisch und Französisch regiert wird. Unsere Fahrt ging weiter nach Alma am Eingang des Fundy National Park, wo es auch den Kelly’s Bake Shop gibt, der bereits seit über vierzig Jahren existiert und noch immer im Besitz der Familie Elliott ist. Hier fanden wir jede Menge Leckereien: von selbst gebackenem Brot, Kuchen und Cookies bis hin zum „Sticky bun“, eine Art Milchbrötchen mit viel Karamell und Zimt. Der kleine Laden ist meistens voll, denn nicht nur Besucher erfreuen sich an den süßen Sachen, sondern auch viele Einheimische kommen gern in den von der Familie geführten Laden. Unser Tipp: Nehmen Sie am besten etwas für ein leckeres Picknick mit! Vom kleinen Örtchen Alma aus lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher zum Cape Enrage Lighthouse, das nach etwa zwanzig Minuten entlang der kurvigen Straße zu erreichen ist. Der Leuchtturm liegt an einer Steilküste oberhalb der Bay of Fundy und bietet daher grandiose Aussichten auf das tosende Meer. Durch die Erbauung im Jahr 1838 zählt der Turm zu den ältesten des Landes. An diesem tollen Ort legten wir unsere Mittagspause ein – es gab ein für die Region sehr typisches Gericht: Lobster Poutine, also eine Portion Pommes frites, bedeckt mit Hummer und einer hellen Sauce sowie mit Käse überbacken.

blau-weiß-rot gestreifte Flagge mit einem goldenen Stern - die Flagge der Arkadier

Flagge der atlantisch-kanadischen Arkadier

Cape Enrage Leuchtturm an der Bay of Fundy

Der Leuchtturm bei schönstem Sonnenschein

Zu den Hopewell Rocks und dann Lobster genießen

Ein noch bekannteres Highlight an der Bay of Fundy sollte aber folgen – die spektakulären Hopewell Rocks, an denen man den größten Tidenhub der Welt besonders eindrucksvoll erleben kann. Wir hatten leider nicht so viel Zeit und konnten die Felsen „nur“ bei auflaufendem Wasser besuchen, aber dennoch fanden wir in der kurzen Zeit die Gewalt des Ozeans faszinierend. Wenn man auch bei Ebbe an den Hopewell Rocks ist, kann man zwischen den Felsen auf dem Meeresboden spazieren gehen und einige Stunden später bei Flut sehen, wie Kanus um die Felsen paddeln. Alle zwölf Stunden wechseln sich Ebbe und Flut ab. Gut zu wissen: Der Eintritt in den Park gilt für zwei Tage, sodass man auch wirklich genug Zeit hat, dieses Naturschauspiel bei Hoch- und Niedrigwasser zu erleben. Zum Abschluss des Tages stand noch ein kulinarischer Höhepunkt auf dem Programm. In Shediac nahmen wir an einer Lobster Cruise teil, und einigen von uns wurde das erste Mal im Leben Hummer serviert – eine große Spezialität in Atlantik-Kanada! Mit dem Ausflugsdampfer ging es zunächst aufs offene Meer, und der Kapitän erzählte viel über den Hummerfang, die hiesige Industrie, die Zubereitung und wie man diese Delikatesse am besten isst, das ist nämlich eine kleine Wissenschaft für sich. Wir konnten es kaum abwarten, den fangfrischen Hummer serviert zu bekommen, dann ließen wir uns dieses besondere Menü so richtig schmecken!

Ausflugsboot Lobster Cruise

Lobster Cruise in Shediac

Hopewell Rocks an der Bay of Fundy

Die spekatkulären Hopewell Rocks bei Flut

 

 

 

 

 

 

 

 

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21.November 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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