Quer durch Illinois: von Springfield über Quincy nach Rockford

Route66-Weezys Diner

Bevor unsere Fahrt auf der Route 66 weiterging, machten wir noch einen Abstecher zum Grab von Abraham Lincoln. Der berühmte Präsident liegt auf dem Friedhof Oak Ridge, ebenso wie seine Ehefrau sowie drei seiner Söhne. Das Lincoln-Denkmal ist begehbar, und an eines sollte man dabei denken: Angeblich bringt es Glück, wenn man mit der Hand über die Nase der Statue fährt.

Auburn-Historische Route 66

Heutzutage teilt sich die Route 66 in zwei Strecken. Die ursprüngliche wurde später überarbeitet, sodass es teilweise doppelte Abschnitte gibt; eine hat die Bezeichnung „Old Route 66“, manchmal werden auch die Jahreszahlen angezeigt: „1926–30“ oder „1930–40“; die andere wird mit „1940–77“ ausgeschildert. Wir entschieden uns für die Variante „1926–30“. In der Kleinstadt Auburn in Illinois kann man sich die Route 66 anschauen, wie sie ursprünglich mal war: 2,5 Kilometer mit handverlegten roten Ziegelsteinen – wirklich beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass hier schon vor fast neunzig Jahren Fahrzeuge unterwegs waren! Anschließend führte uns die Tour durch viele kleine Ortschaften, und unsere Mittagspause machten wir im Weezy’s, einem Restaurant in dem Örtchen Hamel. Das äußerlich recht unscheinbare Diner entpuppte sich von innen als kleines Juwel – es ist mit vielen Erinnerungen an die guten alten Zeiten der Route 66 eingerichtet. Nach dem Essen und ein paar Erinnerungsfotos ließen wir den Ort hinter uns und fuhren weiter in Richtung Mississippi. Ursprünglich wollten wir noch auf einem anderen Teil der Route 66 bei Madison eine der längsten Fußgängerbrücken der Welt besuchen – aber wir verpassten leider die richtige Abfahrt.

Great River Road

Während der Fahrt konnten wir in der Ferne den berühmten Gateway Arch von St. Louis sehen, einen 192 Meter hohen Torbogen; aber die Stadt am Mississippi ließen wir trotzdem links liegen. Über die Landstraße 143 erreichten wir Alton. Wenn man sehen möchte, wie der Missouri River und der Mississippi River zusammenfließen, dann sollte man vorher in Hartford anhalten und dem Lewis and Clark Confluence Tower einen Besuch abstatten, von dem aus man eine tolle Aussicht hat. In Alton haben wir als Erstes das Visitor Center angesteuert, wo wir uns – mal wieder – mit Kartenmaterial eindeckten. In der Stadt sollte man übrigens auch noch mal tanken, wen man wie wir einen Teil der Great River Road hochfahren möchte. Die nächste Tankstelle gibt es nämlich erst in der rund 100 Kilometer entfernten Stadt Pleasant Hill. Die Great River Road führt durch zehn Bundesstaaten entlang des Mississippi und bietet viele schöne Blicke auf den Fluss. Da es im Frühling viel geregnet hat, waren die Ufer überschwemmt, aber zum Glück liegt die Straße etwas erhöht. Interessanterweise kamen uns die Motorräder, die wir vorher auf der Route 66 vermisst haben, in Scharen entgegen. Am Ende unserer Fahrt durch einsame Dörfer und viel Farmland erreichten wir schließlich die kleine Stadt Quincy, deren schöne Altstadt man gut zu Fuß erkunden kann.

Quincy-Abendstimmung am Mississippi

Am Tag darauf fuhren wir nach Rockford. Zum Glück hatten wir ein Navi dabei, denn die Fahrt ging kreuz und quer durch das Farmland, und mit einer Landkarte wäre es nicht so einfach gewesen, den Überblick zu behalten und den richtigen Weg zu finden. Einen Highway gibt es hier nicht, also tingelten wir ganz entspannt über die Dörfer. Unsere Mittagspause verbrachten wir in Bishop Hill, genauer: in der dortigen State Historic Site. Dieses historische 300-Seelen-Dorf wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts von schwedischen Einwanderern gegründet. Die alten restaurierten Kolonialhäuser sehen wirklich interessant aus, und in der Bakery um die Ecke gibt es leckeren Pie in toller Atmosphäre. Über Dixon, die Heimatstadt des früheren Präsidenten Ronald Reagan, erreichten wir am Nachmittag Rockford. Hier übernachteten wir im Courtyard Rockford, einem Hotel mit großzügigen Zimmern, einem Pool und kostenlosen Parkplätzen. Außerdem ist man von hier aus mit dem Auto in einer Viertelstunde in der Innenstadt, was wir auch nutzten, als wir am Abend Hunger bekamen. Kaum waren wir in einem Restaurant angekommen, fing es an, wie aus Eimern zu regnen – we made it just in time … Bei der Hitze war der Regen aber eine gute Abkühlung und ein schöner Ausklang des Tages.

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2.Juni 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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