Palm Springs, Las Vegas und nach Hause

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Vier Stunden Fahrt lagen hinter mir, als ich Palm Springs erreichte. Die grüne Oase in der Wüste ist seit jeher ein unter Prominenten beliebtes Ziel. Frank Sinatra, Dean Martin, Marilyn Monroe, Elvis Presley … das sind nur wenige von denen, die hier viel Zeit verbrachten. Heute gibt es diverse Touren, um auf ihren Spuren zu wandeln. Palm Springs liegt nur rund anderthalb Stunden von Los Angeles entfernt und befindet sich in der „two hour zone“: Die Verträge der Stars sahen damals vor, dass die Künstler auf Wunsch jederzeit innerhalb von zwei Stunden im Studio sein mussten. Auch heutzutage besitzen noch einige bekannte Personen – wie etwa Leonardo DiCaprio – Häuser in Palm Springs. Apropos Häuser: Nicht nur für die Stars, auch für seine Architektur ist Palm Springs bekannt. Bei einer Fahrt durch die Stadt, ob nun geführt oder auf eigene Faust, entdeckt man viele architektonisch interessante Bauwerke.

Ich fuhr zunächst zu meinem Hotel, dem Palm Mountain Resort & Spa, das sehr zentral liegt und über einen Pool und kostenlose Parkplätze verfügt. Abends war es nur einen Katzensprung zum Village Fest. Ein Teil des Palm Canyon Drive wird jeden Donnerstag für den Verkehr gesperrt, anstelle von Autos findet man dann Buden, die allerlei Kunsthandwerk anbieten. Dort stellen sich auch örtliche Vereine vor, es werden Essen und Getränke sowie die unterschiedlichsten Dinge angeboten, und es macht Spaß, sich einfach treiben zu lassen (und nebenbei die unterschiedlichsten Leute zu beobachten).

„It never rains in Southern California“ sang Albert Hammond, Palm Springs hat durchschnittlich über 350 Sonnentage im Jahr – und wer bekommt den Regen ab? Ich natürlich … Morgens war es schon ziemlich bewölkt. Wir hatten „nur“ 35 Grad Celsius, aber die Luftfeuchtigkeit war schon sehr hoch. Ich machte mich auf den Weg zum Living Desert Zoo & Gardens, eine gute halbe Stunde Fahrzeit von meinem Hotel entfernt. Auf dem weitläufigen Gelände sind Gärten im Stile verschiedenster Wüstenkulturen angelegt, und auch einige Tiere sowohl vom amerikanischen als auch vom afrikanischen Kontinent finden sich hier. Natürlich gibt es auch wieder die Alternative für „Lauffaule“: Gegen eine Gebühr kann ein Shuttle genutzt werden, um durch den Park zu fahren und an diversen Stellen zu halten. Die Luftfeuchtigkeit stieg weiter, und irgendwann fielen tatsächlich mal ein paar Tropfen Regen – eher erfrischend als ärgerlich. Nachmittags jedoch zeigte sich, dass es in Südkalifornien sehr wohl regnen kann. Es dauerte nicht lange, aber das, was vom Himmel kam, ging schon als kurzer Regenschauer durch. Als es wieder trocken war, erkundete ich den Canyon Drive zu Fuß und ließ mir abends ein leckeres Essen im Las Casuelas schmecken.

 

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Morgens begann dann meine lange Rückreise. Zunächst fuhr ich gut vier Stunden bis nach Las Vegas. Mein erster Stopp war Tix 4 Tonight, ich hoffte auf günstige Tickets für eine Show des Cirque du Soleil. Doch eine der gewünschten Shows war bereits ausverkauft, und bei der anderen waren nur noch die teuersten Karten verfügbar. Wenn man sich eine bestimmte Show während seines Aufenthalts in Las Vegas anschauen möchte, dann sollte man sich also nicht unbedingt auf sein Glück verlassen, sondern bereits vorab reservieren. Also entschied ich mich dafür, mir zumindest ein vergünstigtes Ticket für das Cravings Buffet im Mirage Hotel zu kaufen. Doch bevor es zum Schlemmen ging, fuhr ich zum High Roller at The LINQ, dem höchsten Riesenrad der Welt. In knapp 168 Meter Höhe hat man einen tollen Blick auf den Strip und auf das Umland von Las Vegas. Danach auf zum Abendessen: Am Buffet des Mirage kann man sich einmal quer durch die Welt schlemmen. Es gibt verschiedene Stationen mit Spezialitäten aus allen Ecken der Erde, und für das Dessert sollte man sich auf jeden Fall noch Platz lassen! Bevor ich mich dann auf den Weg zum Flughafen machte, schlenderte ich noch eine Weile über den Strip, schaute mir ein paar Hotels und Kasinos an und genoss einfach nur die Atmosphäre.

Der Flug ab Las Vegas startete pünktlich um 23:30 Uhr und erreichte morgens um kurz nach sieben Newark. Das Wetter war alles andere als gut, und somit entschloss ich mich, nicht mit der Bahn nach Manhattan zu fahren, sondern stattdessen den Shuttle-Bus in die Outlet Mall The Mills at Jersey Gardens zu nehmen. Der Shuttle fährt jede halbe Stunde, die Hin- und Rückfahrt kostet pro Person 9 Dollar. Bevor man zu shoppen anfängt, sollte man das Servicecenter besuchen: Wer über 40 Meilen von der Mall entfernt wohnt, erhält gegen Vorlage seines Ausweises ein kostenloses VIP-Coupon-Buch. Um 17:30 Uhr startete dann mein Flieger Richtung Heimat. Der Flug war ruhig, und am nächsten Morgen um kurz nach sieben erreichte ich wohlbehalten Hamburg. Ich habe viel gesehen in den letzten Tagen, aber so richtig „angekommen“ ist vieles noch nicht. Innerhalb kurzer Zeit habe ich viel erlebt, und ich würde diese Tour auf jeden Fall wieder so machen! Aber in einem der Orte würde ich beim nächsten Mal definitiv mehr Zeit verbringen: in Sedona.

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9.Juli 2015  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


2 Kommentare für “Palm Springs, Las Vegas und nach Hause”

  1. Benjamin Runge sagt:

    Dieser Beitrag ist abgeschlossen, der nächste spannende Reisebericht folgt in Kürze.

  2. Carina sagt:

    Wann kommt denn endlich ein neuer Beitrag?

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