Page und Sedona

nevada-valley-of-fire-himmel (1)

Auf meinem Weg nach Page machte ich erst einen Abstecher in das Valley of Fire. Über den Highway 15 fährt man von Las Vegas aus gut eine Stunde, bis man den ältesten und größten State Park Nevadas erreicht. Seinen Namen verdankt der Park den roten Sandsteinen, die sich überall am Wegesrand befinden. Einige der bekannten Formationen, wie zum Beispiel „The Wave“, erreicht man allerdings nur nach einer kurzen Wanderung. Daran war heute nicht zu denken, denn die Temperaturen lagen bei über 40 Grad Celsius, und an den Parkplätzen der Wanderwege warnten Schilder davor, bei der Hitze zu wandern. Aber selbst wenn ich gewollt hätte, meine Zeit reichte sowieso nur für eine Erkundungsfahrt. Diese war aber wirklich beeindruckend, und ich kann jedem, der in Las Vegas ist oder dessen Reise hier entlangführt, nur empfehlen, das Valley of Fire zu besuchen!

Der Weg nach Page führte mich durch insgesamt drei Bundesstaaten: Nevada, Utah und Arizona. Vorsicht mit den Zeitzonen, denn die weichen zum Teil voneinander ab. Selbst meine Geräte waren sich da nicht immer einig: Navi, Handy und iPad zeigten zwei unterschiedliche Zeiten an – mein iPad dachte immer, es wäre noch in Utah … Die Fahrt war wirklich beeindruckend: Gesteinsformationen in den unterschiedlichsten Farben und Formen säumten den Weg und machten die Strecke sehr interessant. Die Fahrt vom Valley of Fire aus nach Page sollte etwa vier Stunden dauern. Leider gab es einen Unfall auf der Strecke, der meine Fahrzeit verlängerte und mir einen Strich durch meine Tagesplanung machte, denn eigentlich wollte ich an der Panoramic Lake Powell Tour teilnehmen. So musste ich mich leider mit dem Lake Powell „von oben“ zufriedengeben. Am Highway 15 gibt es einen Aussichtspunkt, von dem aus man auf den Lake Powell, die Wahweap Marina und zum Staudamm sehen kann. Der Aussichtspunkt befindet sich zwischen den beiden Zufahrten zur Wahweap Marina und ist ausgeschildert. Auch von meinem Hotel aus, dem Quality Inn Lake Powell, hat man einen tollen Blick zum See, wenn man die entsprechende Zimmerkategorie bucht. Alle anderen Hotels, die den Lake-Powell-Blick versprechen, befinden sich direkt neben dem Quality Inn, wobei dieses eine günstige Alternative ist. Das Frühstück ist inklusive, WLAN und Parken sind kostenlos, und der Blick von den anderen Hotels aus kann auch nicht besser sein. Abendessen gab’s für mich im Big John’s Texas BBQ. Die Smoker an der Straße zeigen schon, was man zu erwarten hat, und bei der Livemusik schmeckte das Pulled Pork noch besser.

Am nächsten Morgen fuhr ich zunächst zum Horseshoe Bend, einer Stelle, an der sich der Colorado River hufeisenförmig durch das Gestein windet. Der Weg dorthin führt über einen kleinen Hügel, und Flipflops sind hier absolut nicht zu empfehlen. Auf dem Weg zurück nach Page (10 Minuten Fahrzeit), stoppte ich an einem Supermarkt und kaufte mir einen tollen Begleiter für die hier herrschenden Temperaturen: eine Styroporbox. Darin halten sich Eiswürfel angeblich bis zu 24 Stunden, und sie ist wesentlich günstiger als eine Kühlbox. Die meisten Hotels verfügen über Eismaschinen, sodass man die Box morgens auffüllen kann und den ganzen Tag kühle Getränke hat – auch bei Außentemperaturen von über 40 Grad Celsius. Mittags startete die Antelope Canyon Tour, und ich hatte mich für die Prime Time Tour entschieden, da das Licht zu dieser Zeit am besten sein soll. Man sollte diese Tour auf jeden Fall vorher reservieren, für den Rest der Woche war sie bereits heute ausgebucht. Die offenen, aber überdachten Geländewagen bieten Platz für 13 Personen, und die Fahrt zum Canyon dauert knapp eine halbe Stunde. Vor dem Canyon standen bereits etwa zehn Fahrzeuge, aber zumindest anfangs bekamen die Guides es sehr gut hin, dass sich immer nur eine Gruppe innerhalb eines „Raums“ befand. Später wurde es dann etwas anstrengender, da sich die Gruppen ständig in die Quere kamen. Trotzdem würde ich diese Tour wieder machen! Den Canyon fand ich wirklich beeindruckend, und das ständige Spiel von Licht und Farben ist absolut sehenswert.

Danach startete ich meine Fahrt nach Sedona. Laut Navi ist es eine Strecke von gut drei Stunden, aber ich brauchte natürlich wieder länger – dieses Mal aus erfreulichen Gründen. Der erste Teil der Strecke war zwar ziemlich eintönig: 40 Meilen durchs Nichts. Aber auf dem Highway 89 wurde es dann besser, und verschiedenste Felsformationen säumten den Weg. Hinter Flagstaff wandelte sich das Bild: die Straßen waren gesäumt von Bäumen, eine sehr angenehme Abwechslung. Das absolute Highlight aber war die Fahrt durch den Oak Creek Canyon. Auf kurvigen Straßen führt der Weg durch den Canyon, ringsum ragen die Felsen in die Höhe. Es war so beeindruckend, dass ich, sobald sich die Möglichkeit ergab, an fast jedem Parkplatz hielt, um Fotos zu machen. Sedona befindet sich am Ende des Canyons und ist ebenfalls von Felsen umgeben. Der Ort ist künstlerisch geprägt, bietet seinen Besuchern über 70 Galerien, und überall in Uptown Sedona gibt es Skulpturen und anderes Kunstvolles. Die urigen Gebäude säumen die Hauptstraße, darin zahlreiche Geschäfte, die von indianischer Kunst bis hin zum Handlesen alles anbieten. Mein Weg führte mich zunächst nach West Sedona, wo sich das Super 8 Motel befindet. Es bietet seinen Gästen einen Pool, Frühstück, WLAN und kostenlose Parkplätze.

Nach Uptown fährt man etwa fünf Minuten, dort gibt es zahlreiche kostenfreie Parkplätze. Ich schlenderte durch die Läden und musste irgendwann leider feststellen, dass ein ansässiges Golf-Resort versucht, mit sehr günstigen Ausflugspreisen Gäste zu sich zu locken. Wenn man also Helikopterflüge für 40 Dollar sieht, dann sollte man sich nicht täuschen lassen. Unter den Geschäften gab es tatsächlich auch einen Dönerladen – bislang das ersten Mal, dass ich in den USA (bewusst) einen gesehen habe. Dort hatte ich meinen bislang teuersten Döner … und schlecht war er nicht, aber von einem Berliner Döner doch weit entfernt. Zum Nachtisch gab’s ein sehr leckeres hausgemachtes Eis vom Black Cow Café, ein echter Tipp. Angeblich gibt es dort auch den weltbesten Hotdog – aber testen konnte ich den heute nun wirklich nicht mehr. Auf dem Rückweg zum Hotel machte ich einen Abstecher zum Flughafen. Dort befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man einen tollen Blick auf die über den Felsen untergehende Sonne hat.

VORHERIGER BEITRAGÜBERSICHTSSEITENÄCHSTER BEITRAG

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag mit Ihren FreundenPin on PinterestShare on FacebookGoogle+Tweet about this on Twitter

Möchten Sie immer auf dem laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt den CANUSA Blog!



30.Juni 2015  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Kommentar schreiben

[huge_it_share]