Den Olympic National Park erkunden

Der Hoh-Regenwald in Washington

Schlendern durch den faszinierenden Hoh Rain Forest im Olympic National Park

Der Olympic National Park

Der Olympic National Park besteht aus zwei nicht miteinander verbundenen Teilen. Uns erwartete dort eine abwechslungsreiche Landschaft mit mehr als 1000 Kilometern an Wanderwegen, vielen Möglichkeiten zum Wasser- und Freizeitsport sowie einigen Campingplätze und tollen Lodges. Das größte Gebiet ist dort die stark bewaldete Region rund um die Olympic Mountains, wo es viele Gletschergebiete gibt. Im westlichen Teil befindet sich ein gemäßigter Regenwald, im Osten ist es etwas trockener. Das Gebirge kommt auf eine Höhe von über 2000 Metern. Der schmale Küstenabschnitt am Pazifik ist zerklüftet, der Wald reicht fast bis an die sandigen Strände und das Klima ist dort mild, aber regenreich. Durch die Lage des Nationalparks auf der Olympic Peninsula haben sich hier Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die es anderswo nicht gibt. Dadurch wurde es zum Forschungsgebiet für Biologen und Tierforscher. Es ist nicht nur ein Nationalpark, sondern auch ein Biosphärenreservat und ein Weltnaturerbe der UNESCO. Da der Park so großflächig ist, gibt es mehrere Visitor Information Center. Das größte befindet sich im Norden bei Port Angeles, am Höhenzug Hurricane Ridge, außerdem gibt es eines im Hoh Rain Forest. In Forks befindet sich ebenfalls ein Informationszentrum, wo man Auskünfte über das Küstengebiet bekommt. Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet. Im Sommer ist es oft voll, besonders empfehlenswerte Zeiten sind daher Mitte April bis Ende Mai (saftigstes Grün und viele Tiere), der Herbst (beste Lichtverhältnisse für Fotos) und sogar der Dezember (dann sind Lachse zu sehen). Generell sollte man mindestes zwei Nächte dort bleiben, eher drei. Dafür nimmt man am besten zwei verschiedene Unterkünfte, um den gesamten Park zu erkunden. Unser Tipp: Die wenigen Tankstellen im Park sind nicht so günstig – man sollte deshalb lieber vorher den Tank noch einmal auffüllen. Gleiches gilt für den Kühlschrank, wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist.

Die schöne Landschaft im Hoh Rainforest

Im wunderschönen Hoh Rain Forest

Autos vor dem Visitor Information Center

Das Visitor Information Center in Forks

Ruby Beach und der Hall of Mosses Trail

Um von der Kalaloch Lodge zum Ruby Beach zu fahren, braucht man ungefähr 10 bis 15 Minuten. Ein kurzer Wanderweg führt dann vom Parkplatz aus zum schönen Strand, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf den Pazifik genießen kann. Durch die nahe Baumgrenze bieten sich unzählige riesige Baumstämme zum Klettern an. Auf dem Strand liegen unzählig viele Kieselsteine, und aus dem Wasser ragen hohe Felsen, auf denen sich Vögel beobachten lassen. Der perfekte Ort für einen ausgedehnten Strandspaziergang, aber zum Schwimmen ist das Wasser ganzjährig zu kalt. Besonders am Morgen sind die Lichtverhältnisse perfekt, um Fotos zu machen, während sich an der Küste abends oft Nebel bilden. Der Regenwald im Olympic National Park gilt als gemäßigt. Das bedeutet, dass das ganze Jahr über mit Niederschlägen zu rechnen ist, die Temperaturen liegen auch in den warmen Sommermonaten nicht über 27 Grad Celsius. Neben dem Hoh Rain Forest gibt es noch den Quinault Rain Forest am gleichnamigen See und den weniger bekannten und schlechter zugänglichen Queets River Trail. Vom Ruby Beach aus dauert die Fahrt zum Hoh Rain Forest etwa eine Stunde. Wie bei einem Regenwald zu erwarten, wurden wir von einem dichten Wald mit Farnen, Moos, Flechten, Pilzen und kleinen Flussläufen empfangen. Die Bäume wachsen dort in- und übereinander, tote Baumstämme sind wieder in das Ökosystem „eingewachsen“. Ab dem Visitor Center Hoh Rain Forest beginnt der Hall of Mosses Trail, ein leichter Rundwanderweg, der die Vielfalt des Regenwaldes in allen Variationen spürbar macht. Hier leben und wachsen unzählige endemische Tier- und Pflanzenarten – eine Runde mit Dschungelfeeling pur!

Kieselsteine am Ruby Beach

Der Ruby Beach in Washington

Gruppenbild am Ruby Beach

Die Reisegruppe am Ruby Beach

Der First Beach, der Lake Crescent und die Marymere Falls

Forks ist einer der etwas größeren Orte am Nationalpark, es gibt dort Geschäfte, Restaurants, Tankstellen und Wohnhäuser. Berühmt wurde der Ort durch die Bücher und Filme der Reihe Twilight. Es werden Touren zu den Drehorten des Filmes angeboten. Außerdem befinden sich dort ein weiteres Visitor Information Center sowie das Forks Timber Museum, das sich mit der Geschichte der Pioniere und der frühen Holzfällung beschäftigt. Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten – klar, wenn es rundum eine so atemberaubende Landschaft gibt. Zum Lunch waren wir im In Place Restaurant, einem typisch amerikanischer Restaurant, wo Frühstück, Lunch und Diner geboten wird. La Push ist ein recht kleiner Ort mit nur rund 350 Einwohnern, die vor allem zum Stamm der Quileut gehören. Auch dieser Ort wurde durch die Saga Twilight berühmt. Ein schönes Ziel ist außerdem der First Beach, der, wie auch die anderen Strände, durch die großen Mengen Treibholz fasziniert und hohe Wellen zu bieten hat, die vor allem Surfer hierherlocken. Einsamer und unberührter sind der Second und der Third Beach, weil sie nur über Wanderwege zu erreichen sind. Der Lake Crescent liegt malerisch im Norden der Olympic Peninsula, um ihn herum gibt es Unterkünfte, Picknickplätze und Wanderwege. Einer davon ist der kurze Trail mit einigen Steigungen und führt zu den bekannten und gut zu erreichenden Marymere Falls. Der Weg beginnt direkt hinter der Lake Crescent Lodge, führt noch einmal durch wundervoll moosige Farn- und Waldlandschaften und belohnt damit, einen tollen Anblick des etwa 30 Meter hohen Wasserfalls zu bekommen. Eine typische Unterkunft ist die Lake Crescent Lodge: rustikal gemütlich und ohne viel Komfort. Alle Zimmer der Kategorien Pyramid Mountain Room und Marymere Room sind mit zwei Queen-Size-Betten ausgestattet, sehr geräumig und haben einen Balkon oder eine Terrasse. Unser Fazit: Es ist eine tolle Unterkunft mit einzigartiger Lage direkt am See, die perfekte Alternative zu den anderen Möglichkeiten in Port Angeles und mitten im Park.

Treibholz am First Beach in Washington

Sonnenuntergang am First Beach

Wunderschöne Lodge am Lake Crescent

Die Lake Crescent Lodge in Washington


 
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18.August 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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