Vielseitige Spaziergänge durch New York

New York, Statue of Liberty

Am zweiten Tag in New York sind wir entlang der 5th Avenue gelaufen, am Madison Square Garden vorbei und über den Union Square in Richtung Financial District. Auch diese Strecke ist innerhalb weniger Stunden zu Fuß sehr gut zu erlaufen, und in den vielen kleinen Parks kann man zwischendurch schöne Pausen machen. Dort haben wir viele Squirrels (Eichhörnchen) gesehen, die erstaunlich handzahm (und gierig!) waren – schön anzusehen und durchaus eine kleine Attraktion für viele Besucher!

Im Financial District haben wir uns das National September 11 Memorial and Museum (Gedenkstätte, Gedenkplatz, Museum) angeschaut. Die Tickets dafür haben wir nicht online, sondern vor Ort besorgt. Das ist zwar etwas kompliziert (man muss den Schildern folgen), und die anschließenden Sicherheitskontrollen sind mit einer gewissen Wartezeit verbunden (gut eine Stunde), aber der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. An der Gedenkstätte mit den zwei Wasserfällen und dem Baum des Lebens herrscht eine friedliche und besinnliche Atmosphäre – was dort damals geschehen ist, ist schwer vorstellbar, trotz der Namen der Opfer auf den Tafeln der Wasserfälle. Rings um die Gedenkstätte wird gerade das neue World Trade Center gebaut, das aus fünf Gebäuden bestehen wird, darunter das künftig höchste Hochhaus Nordamerikas. Die Bauarbeiten waren zum Zeitpunkt unserer Reise schon weit vorangeschritten und manche Gebäude sogar bereits fertiggestellt.

New York, Madison Square 3 New York, Madison Square

Vom World Trade Center sind wir Richtung Wall Street gelaufen. Bei einem Spaziergang durch die Straßen bekommt man viele beeindruckende Häuser zu sehen, ansonsten ist es hier aber eher unspektakulär. Deshalb sind wir von dort aus zu den Fähren am Battery Park gelaufen und mit der Ellis-Island-Fähre zuerst zur Freiheitsstatue und anschließend nach Ellis Island gefahren. Hin- und Rückfahrt kosten mit Statue Cruises pro Person 12 Dollar. Die Fährfahrt ist allein schon wegen des Blicks auf Lower Manhattan absolut empfehlenswert. Zum Zeitpunkt unserer Reise war der Innenraum der Freiheitsstaue wegen Bauarbeiten geschlossen, deshalb sind wir dort nicht ausgestiegen und stattdessen weiter zum Ellis Island Immigration Museum gefahren. Das Museum erzählt die Geschichte der Einwanderung in die Vereinigten Staaten, und auf der Terrasse des Cafés hat man einen traumhaften Blick auf den Hudson River, die Upper Bay und Manhattan.

Am folgenden Tag stand der High Line Park im Westen Manhattans auf unserem Programm. Ein Spaziergang über die High Line (ein ehemaliger Streckenabschnitt der West Side Freight Line) lohnt sich, der Park ist schön begrünt und mit seinen vielen Sitzmöglichkeiten auch sehr gemütlich. An vielen Stellen bieten sich tolle Blicke in die New Yorker Häuserschluchten auf der einen und auf den Hudson River auf der anderen Seite. Die Tour durch den Park dauert je nach Tempo gut eine Stunde; wir empfehlen, im Norden des Parks zu starten, um am Ende im Meatpacking District anzukommen.

New York, Ellis Island Fähre New York, Meatpacking District

Der Meatpacking District ist eines der spannendsten, weil gegensätzlichsten Viertel der Stadt. Das ehemalige Industriegebiet ist auf dem Weg, ein Szene- und Kulturviertel zu werden, und dieser Wandel ist auf den ersten Blick zu sehen. Edelboutiquen reihen sich an Lagerhallen, Ateliers und kleine Restaurants mit guter Küche. Die Gegensätze zwischen Altem und Neuem, Schickem und Schäbigem sind an jeder Straßenecke zu sehen. Gerade diese Kontraste, die auch die unterschiedlichen Menschen auf der Straße repräsentieren, machen das Viertel so interessant, und wir werden beim nächsten Besuch in New York auf jeden Fall wiederkommen.

Zum Abschluss unserer Tage in New York haben wir abends den Sonnenuntergang auf dem Empire State Building genossen. Unten am Gebäude stehen viele Verkäufer, die Fast Track Tickets anbieten. Mit diesen Tickets gelangt man an der Schlange am Eintrittsbereich vorbei und spart sich Zeit. Wir haben dennoch ein normales Ticket im Gebäude gekauft, die Wartezeit war insgesamt in Ordnung (wir brauchten rund 45 Minuten vom Eingang aufs Dach). Das sollte man je nach Wochentag einkalkulieren, wenn man pünktlich zum Sonnenuntergang hoch möchte. Der Blick vom Empire State Building auf New York ist zum Sonnenuntergang und später im Dunkeln absolut eindrucksvoll. Es sieht so aus, als würden Millionen kleine Sterne auf dem Boden funkeln – ein schöner Abschluss für unseren Aufenthalt in dieser grandiosen Stadt.

New York, World Trade Center Memorial 2

 

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24.Mai 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Ein Kommentar für “Vielseitige Spaziergänge durch New York”

  1. Nils Großheim sagt:

    Hinsichtlich Wartezeit, um auf das Empire State Building zu kommen, kann man aber auch ganz andere Erfahrungen machen. Wir waren im Juni 2011 dort, haben auch ein normales Ticket gelöst, und unsere Wartezeit übertraf die 45 Minuten deutlich. Circa 3 Stunden haben wir gebraucht. Obwohl nicht konkret beabsichtigt, waren wir letztendlich auch zur pünktlich zum Sonnenuntergang oben 😉

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