Nachts im Death Valley

Mit dem Wohnmobil von Las Vegas zum Death Valley

Nach einer erholsamen Nacht rufen wir gleich nach dem Aufstehen bei Road Bear RV an, um unseren Transfer zu organisieren. Dann gibt es zum Frühstück heute erst mal nur ein Sandwich aus dem Supermarkt und einen leckeren Iced Caffè Latte bei einem berühmten Fast-Food-Restaurant.

Pünktlich um 11 Uhr werden wir von einem Road-Bear-Mitarbeiter vor dem Eingang des Hotels eingesammelt, und nach 15 Minuten Fahrt erreichen wir die Übernahmestation. Zum Glück steht unser Fahrzeug schon für uns bereit. Zuerst müssen aber noch die Formalitäten erledigt werden. Dazu gehört auch, dass man die Kreditkartendaten des Hauptfahrers, in diesem Fall also die von Michelle, hinterlegen und den Mietvertrag unterzeichnen muss. Dann lernen wir unseren Begleiter für die nächsten zwei Wochen kennen: unser C-19-Wohnmobil.

Dieses Fahrzeug ist ideal für zwei Personen oder eine Familie mit Kleinkind geeignet. Man kann im Alkoven über der Fahrerkabine schlafen und in einem großen Bett im hinteren Teil. Ausgestattet ist das Wohnmobil mit allem, was man so braucht: Bettwäsche, Handtücher, Geschirr, Besteck und so weiter. Auf einem kleinen Herd hat man die Möglichkeit, zu kochen, und der große Kühlschrank bietet genügend Platz für Lebensmittel. Da Road Bear RV ein Schweizer Unternehmen ist und viele seiner Mitarbeiter aus Europa an die Stationen in den USA schickt, spricht ein Großteil des Personals auch Deutsch. So haben wir Glück, und alle für uns wichtigen technischen Einzelheiten des Fahrzeugs werden uns in Ruhe und verständlich erklärt. Nachdem wir nun also wissen, wie wir den Camper in den nächsten Tagen an die Wasser- und Stromversorgung anschließen und die Markise aufbauen können, geht es los.

Mit dem Wohnmobil unterwegs Mit dem Wohnmobil unterwegs zum Death Valley

Wir sind das erste Mal auf amerikanischen Straßen unterwegs und haben das Gefühl, unser Camper wäre mindestens 50 Meter lang. Na, das kann ja was werden … Unseren ersten Halt legen wir am etwa 2 Kilometer entfernten Walmart ein, wo wir unseren ersten Großeinkauf erledigen und einfach überwältigt sind von der riiiiesigen Auswahl. Nachdem wir uns unter anderem für eines der wohl rund 200 Salatdressings entschieden haben, geben wir unser erstes Ziel ins Navi ein: Death Valley! Während der sehr heißen Sommermonate ist es übrigens nicht erlaubt, dort mit dem Wohnmobil hindurchzufahren. Da wir aber in der Nebensaison reisen, steht der Route nichts im Wege.

Auf dem Highway 95 verlassen wir Las Vegas Richtung Nordwesten. In Beatty legen wir einen kleinen Zwischenstopp zum Kaffeetrinken ein und nehmen dann die 374 direkt ins Death Valley. Wir sind sofort absolut überwältigt von der Natur. Der tiefste und heißeste Punkt Nordamerikas ist eindeutig mehr als eine langweilige Wüste! Die Landschaft beeindruckt uns vollkommen. ((FOTO))

Die Landschaft im Death Valley Das Death Valley erleben

Nach einer Weile sehen wir vor uns eine wunderschöne Gruppe von Sanddünen und entscheiden uns für einen Zwischenstopp. Dank Klimaanlage herrscht in unserem Camper eine angenehme Temperatur, aber als wir die Türen öffnen, fallen wir fast hintenüber … Die stehende Hitze macht sogar das Atmen schwer. Nach einem kurzen – wirklich sehr kurzen – Fotostopp fahren wir weiter und werden ziemlich plötzlich von der Dämmerung überrascht. Innerhalb weniger Minuten ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden, und um uns herum herrscht absolute Dunkelheit. Wir sehen es relaxed und fahren gemütlich weiter. Etwas ins Schwitzen komme vor allem ich, als ein kleines nettes Schild am Straßenrand darauf hinweist, dass die nächsten 20 Meilen mit einem Gefälle von 9 % zu rechnen ist. Ich bin das erste Mal sehr, sehr froh darüber, dass die Wohnmobile von Road Bear mit einer sogenannten Tow-Haul-Taste ausgestattet sind. Damit unterstützt der Motor den Fahrer auf sehr gebirgigen Strecken, und das Fahren ist etwas angenehmer. Nach rund einer Stunde verlassen wir das Death Valley wieder und fahren in Richtung Süden nach Ridgecrest. Dort finden wir einen kleinen Campingplatz, auf dem wir für rund 25 Dollar einen Stellplatz mit Full Hook-up bekommen, also mit Wasser- und Stromversorgung.

VORHERIGER BEITRAG

NÄCHSTER BEITRAG 

ZUR ÜBERSICHTSSEITE DIESER REISE

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag mit Ihren FreundenPin on PinterestShare on FacebookGoogle+Tweet about this on Twitter

Möchten Sie immer auf dem laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt den CANUSA Blog!



5.Dezember 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Kommentar schreiben

[huge_it_share]