Morgens Jack Daniel’s, abends Stockbrot am Mississippi

Statue von Jack Daniels

Eine Statue von Jack Daniels

Schon früh bewegt uns die Hitze aus dem Bett über der Fahrerkabine. Ein kurzes Frühstück und wir machen uns fertig für den Besuch bei Jack Daniel’s. Leider öffnen sich die Tore dort erst um neun Uhr, sodass wir noch etwas warten müssen. Doch dann geht es los. Bereits im Empfangs- und Ausstellungsraum erfahren wir so einiges über diesen besonderen Whiskey.

Mehr Details erzählt uns dann Patrick, der die über einstündige Tour leitet, die über große Teile des Geländes und durch die alten – Jack gründete die Destillerie bereits 1866 – und neuen Werksgebäude führt. Diese kostenlose Führung allein ist den Weg von Nashville hierher schon wert. Eine typisch amerikanische Erfahrung ist dann jedoch deren Abschluss: Da dieser Bezirk ein sogenanntes Dry County ist, darf in der größten amerikanischen Destillerie weder Whiskey (oder Alkohol im Allgemeinen) probiert noch verkauft werden. Höchstens ein paar Sammlerflaschen sind zu erstehen. Oder ein Single Barrel, ein ganzes Fass, welches einem dann exklusiv zusteht – abgefüllt in gut 240 Flaschen. Leider kostet das dann auch 12.000 Dollar, was es uns, abgesehen vom Transportproblem, die Sache dann auch wieder nicht wert ist. Wir als Nicht-Whiskeytrinker beschließen jedoch, auf jeden Fall eine Flasche des Good Old No. 7 zu kaufen, wenn wir wieder zurück in Hamburg sind – denn destilliert und abgefüllt wird schließlich jede Flasche Jack Daniel’s hier in Lynchburg, Tennessee.

 

Jack Daniels Aufbewahrungsbehälter

In der Jack Daniels Brennerei

Whiskeyfass von Jack Daniels

Original Jack Daniels Fass

 

 

 

 

 

 

 

Nun geht es auf die wahrscheinlich längste Tagesetappe unserer Reise, die uns gute 200 Meilen von Lynchburg über den Highway 64 nach Memphis führt. Wir fahren gerne auf den Highways. Es ist klar, dass wir hier längst nicht so schnell vorankommen wie auf einer Interstate, auch wenn in großen Teilen 65 Meilen pro Stunde erlaubt sind.

Zahlreiche Städtchen zwingen jedoch zum langsameren Fahren. Andererseits sehen wir dabei ungleich mehr von der Landschaft und eben besagten Orten. Sechs Stunden sind wir so einschließlich kurzer Pausen unterwegs, bis wir den Tom Sawyer Campground westlich von Memphis in Arkansas erreichen. Dessen Inhaber haben 14 Jahre in Deutschland gelebt und führen ihren Campground, der im Frühjahr 2011 von der Flut des Mississippi stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, sehr liebevoll. Mit etwas Glück erhält man einen Platz direkt am Fluss – eine bessere Lage ist schwer zu finden.

Wohnmobil auf dem Tom Sawyer Campground

Der Tom Sawyer Campground

Das kleine Waschhaus bietet saubere Restrooms und Duschen sowie eine kostenlose (!) Laundry. Für gerade einmal 32 Dollar sind das wirklich tolle Leistungen. Zudem gibt es in der Nähe des Offices kostenlosen Wi-Fi-Internetzugang. Und das Ganze ist nur 15 Autominuten von Graceland und Memphis Downtown entfernt. Ein echter Insidertipp also! Der Campground ist bei unserer Ankunft zum größten Teil leer und wir bekommen einen herrlichen Platz direkt am Mississippi. Was für ein Blick, den wir zum abendlichen Grillen mit Truthahnbrust, Salat, Stockbrot und Weißwein aus dem Columbia Valley in Washington genießen! Zum Nachtisch gibt es gegrillte Marshmallows – yummy!

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27.September 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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