Mit dem Baby auf Wohnmobilreise: Von Page zum Grand Canyon, nach Flagstaff und Casa Verde

Svenja mit Jonathan auf dem Arm und Ohrschützern beim Grand Canyon

Ausgestattet mit dicken Ohrschützern

 

Wir fahren morgens von Page aus ohne Zwischenstopp zum Grand Canyon National Park (South Rim). Am Osteingang des Parks erklimmen wir einen Aussichtsturm und – ja, auch wir sind überwältigt! Obwohl wir bereits Hunderte Bilder und Videos von diesem Naturwunder gesehen haben, lassen sich die Ausmaße und Eindrücke des Grand Canyons nicht beschreiben. Wir fühlen uns beim Blick in dieses gewaltige Tal klein und beinahe ehrfürchtig. Auch wenn wir bei Weitem nicht die Einzigen hier sind, ist es ein unvergleichbares Erlebnis. Komischerweise macht uns, obwohl wir uns normalerweise möglichst am Rande der großen Touristenströme bewegen, dieser gut organisierte Touri-Rummel nichts aus. Es ist eben der Grand Canyon, da darf alles eine Nummer größer sein. Es gibt übrigens ein eigenes Buslinien-System im Park, riesige Parkplätze und gut informierte Ranger.

Hubschrauberstart

Der Hubschrauberflug geht los!

Bevor wir weitere Erkundungen vornehmen, fahren wir nach Tusayan, wo unser Hotel liegt und die Hubschrauberrundflüge starten. Wir haben wieder einmal Glück und bekommen noch die letzten Plätze für einen Rundflug, der auch sofort losgeht. Babys dürfen sogar kostenlos mitfliegen, und so können wir alle fünf sowie zwei weitere Touristen an dem Flug teilnehmen. Ausgestattet mit dicken Kopfhörern wird Jonathan durch das Rütteln im Hubschrauber sanft in den Schlaf geschaukelt und verpennt dieses Highlight komplett auf meinem Schoß.

 

Jonathan schläft auf dem Helikopterflug über den Grand Canyon

Jonathan ist tiefenentspannt während des Flugs

Nachmittags steht noch eine Wanderung auf unserem Programm. Wir entscheiden uns dafür die ersten Kilometer des South Kaibab Trails zu laufen, der in seiner ganzen Länge bis ins Tal hinunterführt. Auf- und Abstieg sind jedoch selbst für geübte Wanderer nicht an einem Tag erlaubt. Mit etwas mulmigem Gefühl wandern wir den recht steilen Weg hinab, immer mit dem Bewusstsein, alles mit Kind auf dem Rücken wieder hochklettern zu müssen. Kurz bevor wir schon mit dem Rückweg beginnen wollen, werden wir hinter einer Ecke noch mit einem tollen Ausblick in einen anderen Winkel des gigantischen Canyons belohnt. Nachdem wir diesen ausgiebig genossen haben, schaffen wir dann auch gerade noch vor Sonnenuntergang, den anstrengenden Anstieg zurück.

Einer der vielen Wanderwege im Grand Canyon

South Kaibab Trail im Grand Canyon

Am nächsten Tag fahren wir bereits vor dem Frühstück noch einmal ins Grand Canyon Village, um dort den sagenumwobenen Sonnenaufgang am South Rim zu beobachten. Dieses Mal haben wir leider nicht so viel Glück und erwischen einen der wenigen bewölkten Tage. Trotzdem wirkt der Canyon im Morgenlicht noch einmal ganz anders als am Tage und der kleine Spaziergang vor dem Frühstück tut uns gut. Danach tun aber auch der heiße Kaffee und das großzügige Frühstück in Tusayan gut, bevor wir dann nach Flagstaff aufbrechen, wo wir unseren Camper bis zwölf Uhr wieder abholen müssen.

Jonathan freut sich sichtlich, sein Apartment auf Rädern wiederzusehen. Wir freuen uns auch, denn obwohl Jonathan auch die Nächte in den unterschiedlichen Hotels gut mitgemacht hat, ist es schon angenehm, wieder eine vertraute Umgebung zu haben. Wir müssen uns keine Gedanken mehr darüber machen, wo wir ihm die nächste Mahlzeit zubereiten können, wie wir abends die Milch warm bekommen, wenn keine Mikrowelle im Zimmer ist, und ob das Hotel auch das vorbestellte Babybett für uns aufgebaut hat. Eine Rundreise mit Baby oder Kleinkind per Wohnmobil hat doch viele Vorteile gegenüber einer Tour mit Pkw und Hotel.

Panoramablick über den Grand Canyon mit Sonnenaufgang

Sonnenaufgang am Grand Canyon

Gruppenfoto auf einem Trail im Grand Canyon

Abschiedsfoto mit Panorama

 

 

 

 

 

 

Wir trennen uns von unseren Freunden und fahren auf dem Freeway in Richtung Phoenix. Unterwegs besichtigen wir kurz das Montezuma Castle National Monument, eine alte indianische Felsensiedlung, und suchen uns in Casa Verde einen Campground für unsere vorletzte Nacht.

 

VORHERIGER BEITRAG | ZUR ÜBERSICHTSSEITE DIESER REISE | NÄCHSTER BEITRAG 



 

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag mit Ihren FreundenPin on PinterestShare on FacebookGoogle+Tweet about this on Twitter

Möchten Sie immer auf dem laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt den CANUSA Blog!



23.Februar 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


4 Kommentare für “Mit dem Baby auf Wohnmobilreise: Von Page zum Grand Canyon, nach Flagstaff und Casa Verde”

  1. Svenja sagt:

    Hallo Silke,

    wir sind mit Papillon Helicopters geflogen. Die bieten auch Flüge von Las Vegas aus an. Schau mal hier:
    http://www.canusa.de/staedtereisen/usa/las-vegas-entdecken.html#tab-4

    Vorbuchen ist vielleicht gar keine schlechte Idee. Die guten Flugzeiten sind schnell ausgebucht.

    Viel Spaß und eine wunderbare und eindrucksvolle Reise wünsche ich Euch.

    Svenja

  2. silke sagt:

    hallo, wir haben im juni ganz ähnliches vor. leider haben wir unsere buchung in tusayan gerade storniert, da wir wegen unserem kleinen süßen (dann 12 monate) die reise etwas kürzen mussten. wir sind allerdings einige tage in las vegas und daher überlegen wir von dort aus einen heliflug zum GC zu unternehmen. magst du mir vielleicht verraten, mit welchem unternehmen ihr geflogen seid und wieviel dies etwa kostete? vielleicht gibt es das unternehmen ja auch in LV…? vielen dank für deinen bericht hier, klasse!

  3. Svenja sagt:

    Hallo Elisabeth,

    also wir hatten den Kinderwagen in unserem geräumigen Kofferraum. Die Class C Motorhomes haben eigentlich alle ein großes Gepäckfach von außen, welches hinten unter dem Doppelbett liegt. Dort befindet sich in der Regel nur ein Campingtisch und man kann dort Campingstühle, Vorräte, Koffer oder eben auch einen Kinderwagen problemlos unterbringen. Diese Klappen waren bei unseren Wohnmobilen bisher auch immer abschließbar. Je nach Größe Eures Campers sollte es also kein Problem sein, einen Kinderwagen unterzubekommen.

    Wir hatten übrigens eine Sportkarre dabei (so eine mit 3 Rädern). Ich war mir vorher auch nicht sicher ob wir die mitnehmen dürften, da bei der Airline nur Stroller stand. Ich habe dann mal ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass der Kinderwagen klappbar oder faltbar sein muss. Unseren konnte man eben einmal zusammenklappen, aber eben nicht wie einen Buggy zusammenfalten. Das war trotzdem kein Problem. Wir mussten den Kinderwagen auf dem Hinflug mit als Gepäck aufgeben und haben einen Leihbuggy bis zum Gate bekommen. Auf dem Rückflug konnten wir den Kinderwagen sogar bis zum Flieger mitnehmen. Das wird nach meinen Erfahrungen an jeden Flughafen unterschiedlich gehandhabt.

    Ich würde einfach den Kinderwagen mitnehmen, mit dem ihr am besten klar kommt. Die werden Euch schon nicht stehen lassen 😉

    Viel Erfolg und Spaß bei der Reise!

    Svenja

  4. Elisabeth Eckstädt sagt:

    Hallo Svenja,
    vielen Dank für den interessanten Bericht. Wir haben im Mai etwas ähnliches vor und fragen uns. wohin mit dem Kinderwagen während der Fahrt? Habt ihr den im Gang des Womos stehen?
    Die Airline nötigt uns ja dazu nur einen Stockwagen mitzunehmen, meinst du das geht in den Nationalparks (wo ihr ward) oder sollten wir doch Anstrengungen unternehmen, den großen Wagen mitnehmen zu dürfen?
    Viele Grüße
    Elisabeth

Kommentar schreiben

[huge_it_share]