Mit dem Baby auf Wohnmobilreise durch die USA: Von Truth or Consequences nach Silver City

Nach einem super Frühstück im Deli Belly Café – zusammen mit dem halben Dorf (hier waren sie also gestern alle, als es so verlassen wirkte) – besuchen wir noch das Geronimo Springs Museum, in dem es allerlei Kuriositäten aus der Geschichte von Truth or Consequences gibt, was uns mit seiner verstaubten Hippie-Vielfalt sowie dem entsprechenden Personal Spaß macht.

Um elf Uhr fahren wir los und nehmen den Scenic Byway 152 nach Silver City. Jonathan schläft nach dem aufregenden Vormittag in Café und Museum wie geplant schnell ein. Man hatte uns gesagt, dass diese Straße nach Silver City sehr kurvig und eng sein würde und es dort außerdem zwei Brücken gäbe, die für unseren Camper nicht geeignet wären. Nach unseren Erfahrungen mit angeblich zu engen Straßen im Chiricahua National Monument sind wir mutig und werden belohnt. Die 152 windet sich zwar teilweise wirklich recht stark, ist aber zu jeder Zeit breit genug für ein Wohnmobil und außerdem sogar mit Mittelstreifen versehen. Die Brücken haben lediglich ganz außen eine geringe Durchfahrtshöhe von nur 12,6 Feet (unser Camper hat angeblich 12 Feet), sodass wir in der Mitte völlig problemlos fahren können. Die Landschaft ist wunderschön. Wir fühlen uns oft an den Film Unsere kleine Farm erinnert und fragen uns, wie es wohl sein muss, so abgeschieden zu wohnen. Wir können nur jedem empfehlen, diesen Abstecher zu machen, anstatt den schnelleren aber landschaftlich eher langweiligen Highway zu nehmen.

Dann erreichen wir Silver City, und die Stadt ist uns sofort sympathisch. Am Visitor Center kann man hervorragend den Camper abstellen und sich mit Kartenmaterial und Informationen versorgen. Von hier lässt sich zu Fuß die niedliche Altstadt mit zahlreichen Cafés, Galerien und Shops erkunden. An jeder Ecke stößt man auf Kunst oder Künstler. Außerdem gibt es eine tolle Eisdiele mit riesigen Portionen!

Wir fahren auf die nicht ganz im Zentrum liegende Rose Valley RV Ranch – und sind begeistert! Ein richtig schöner, großzügiger privater RV-Platz im Stile einer alten Ranch. Die Stellplätze sind weitläufig auf dem Gelände verteilt. Es gibt auch einige kleine Cabins für 4 Personen und großartige Familienbadezimmer im Westernstil. Für $ 28 haben wir einen traumhaften Blick in die „Prärie“, die mit ein paar uralten Ranch-Utensilien geschmückt ist. Der einzige Nachteil besteht darin, dass man hier nur Gas-BBQ machen darf, offenes Feuer oder Grillen ist nicht erlaubt. Nachts wird es übrigens auch hier kalt (um die 0 °C), aber mit laufender Heizung ist es schön kuschelig.

Am Morgen erwachen wir bei Sonnenaufgang, und es wird gleich angenehm warm. Der RV-Park wirkt auf uns so entspannend, dass wir beschließen, noch eine Nacht zu bleiben. Wir vertrödeln den Vormittag mit einem leckeren Frühstück in der Sonne (Jonathans Reise-Tischsitz hat sich auch hier mal wieder bewährt) und beobachten dabei einen Roadrunner, der tatsächlich genau so läuft, wie man es aus dem Zeichentrickfilm kennt. Mittags fahren wir in die nahegelegene Little Walnut Picnic Area, um ein bisschen auf den ausgeschilderten Wanderwegen zu laufen und dort ein „echtes“ Barbecue zu machen.

Da wir uns beim Hiken etwas verfransen, werden aus der geplanten Dreiviertelstunde gute anderthalb Stunden, und wir müssen uns mit dem BBQ echt beeilen, um bis 16 Uhr den Park wieder verlassen zu können. Jonathan macht zum Glück, wie eigentlich immer, auch diese Tour gut mit und freut sich anschließend darüber, Papa beim Feuermachen zuzuschauen.

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2.Februar 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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