Mit dem Baby auf Wohnmobilreise durch die USA: Übernahme des Campers C30 bei Cruise America

Mit dem Taxi sind wir für knapp 30 Dollar zur Vermietstation gefahren. Obwohl wir schon gegen 12 Uhr da waren, war man sehr nett und hilfsbereit. Nach dem üblichen Papierkram haben wir uns noch das Einführungsvideo angeschaut (ca. 30 Min) und danach die Einweisung am Motorhome bekommen. Nachdem wir – dank Jonis und unseres Jetlags – schon seit 2 Uhr nachts wach waren, wurde es hier für uns noch mal etwas anstrengend.

Obwohl man uns vorab per E-Mail versichert hatte, dass man ausreichend Erfahrung mit dem Befestigen von Kindersitzen im Camper habe, gab es keine perfekte Lösung, um den Kindersitz ordentlich zu befestigen. Der angekündigte Haken für den Umbau eines Zweipunkt-Beckengurtes zu einem Dreipunktgurt half bei der Fixierung unserer Standard-Babyschale nicht weiter. Als wir nachfragten, wo denn andere Familien ihre Babys hinsetzen, kam heraus, dass die meisten wohl erst mit ihren Kindern eine Camper-Tour machen, wenn diese schon etwas größer sind und nur noch eine Sitzerhöhung brauchen.

Außerdem beschäftigte uns noch die Frage, wo Jonathan schlafen sollte. Keines der Betten war so konzipiert, dass er darin allein hätte schlafen können. Wenn also nicht stets einer von uns mit dem Kleinen zusammen schlafen wollte, mussten wir uns etwas einfallen lassen. Wir fingen an zu basteln!

Cruise America stellt das Camping-Kit in einem großen Pappkarton ins Wohnmobil. Dieser passte nun zufällig genau zwischen Bett und Außenwand. Also haben wir nach einem zweiten Karton gefragt und beide verkehrt herum aufeinandergestellt. Mit etwas Tape gestärkt, konnten wir damit den Bereich zwischen unserem Bett im hinteren Teil des Campers und der Außenwand zu einem Liegebereich für Joni umbauen. Wir haben dann noch eine günstige Isomatte bei Walmart gekauft, diese zurechtgeschnitten und mit einem Schlafsack und einem Laken bezogen – schon hatten wir ein brauchbares Bett für den Kleinen. Ein mitgebrachtes Reisebettchen hätte uns übrigens auch nicht viel geholfen, da es dafür trotz der Geräumigkeit des C30-Wohnmobils keinen Platz gab.

Da angeblich Kinder unter 12 Jahren nicht vorn sitzen dürfen (ich habe das noch nicht nachgeprüft!), hatten wir immer noch das Problem mit dem Autositz. Wir haben es dann so gelöst, dass wir uns aus zwei gekauften Spanngurten und den bestehenden Beckengurten eine für unser Sicherheitsgefühl akzeptable Lösung gebastelt haben. Wir mussten dafür jedoch immer den Tisch wegklappen, da die Babyschale partout nicht in die Sitzbänke der Dinette passt. Ob die Konstruktion einer Polizeikontrolle standhalten würde, wissen wir nicht. Es erschien uns aber auf jeden Fall die sicherste Variante zu sein.

Nachdem wir diese Herausforderungen gemeistert hatten, fing der Urlaub richtig an. Wir fuhren an diesem Tag aber nur noch bis zum KOA Campground in Apache Junction, etwas östlich von Phoenix, und gingen alle zeitig schlafen.

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10.November 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


14 Kommentare für “Mit dem Baby auf Wohnmobilreise durch die USA: Übernahme des Campers C30 bei Cruise America”

  1. Lauri sagt:

    Hallo!

    Da hier ja einige viel Erfahrung haben, könnt ihr mir vielleicht helfen: Wir überlegen mit 2 Kindern (3,5 und 1) eine Tour durch West USA zu machen 2-3 Wochen…ich weiß vielleicht etwas verrückt aber auf Grund der Flugpreise ist das für lange Zeit die letzte Chance.

    Wir überlegen nun ob Mietauto oder Camper.

    Nun 2 konkrete Fragen:

    – auf der Website steht man muss die eigenen Kindersitze mitnehmen? stimmt das? Das wäre praktisch unmöglich, da wir riesie Reboarder-Kindersitze haben die ewig schwer sind

    – wie ist es auf der Fahrt, es gibt ja hinten keine „sicheren“ Sitze auf denen sich diese Kindersitze montieren lassen, schon gar nicht 2 korrekt?

    Vielen Dank für euer Feedback!

    Liebe Grüße

  2. Svenja sagt:

    Hallo Katja,

    ich denke, ihr solltet mit dem C30 keine Probleme haben. Das Doppelbett ist gut 1,40 m breit und am Kopfende von 2 Schränken eingerahmt. Da können eure Kinder im Zweifelsfall auch bequem quer drin schlafen, um noch besser vor dem Herausfallen geschützt zu sein.

    Wir waren inzwischen mit 3 unterschiedlichen Campergrößen unterwegs (C23, C25 und C30) und fanden den C30 als Familie optimal. Ehrlich gesagt, es machte für uns vom Fahrgefühl her keinen Unterschied, ob der Camper 30 oder 25 Feet lang war, und drinnen weißt du den Platz mit 2 Kindern sehr wohl zu schätzen. Das Sofa im C30 ist super, da man sich dort einfach mal hinsetzen oder etwas (oder jemanden) ablegen kann, ohne vor sich einen relativ engen Tisch zu haben.

    Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei Herumcruisen!

  3. Katja sagt:

    Hallo
    Wir wollen im April zusammen mit unseren Kindern ( 5Jahre und 8Monate) den Trip wagen. Wir haben das gleiche Campingmodell. Ich wollte dich fragen, ob es möglich ist die beiden Kinder zusammen im Bett schlafen zu lassen? Und einige Freunde meinten der Camper wäre viel zu lang um damit richtig zu hantieren und überall hinzufahren? Wie waren eure Erfahrungen?
    Danke.
    Katja

  4. Svenja sagt:

    Hallo Kristina,

    der Tisch hielt, bei uns zumindest 😉
    Neben dem Pfeiler hatte unser Tisch auch noch eine Wandbefestigung. Ihr müsst euch das vor Ort einfach anschauen. Das klappt schon. Und ansonsten eben draußen an den Picknicktischen.

    Ich würde an eurer Stelle die Babyschale trotzdem mitnehmen, auch wenn ihr einen Sitz gebucht habt. Glaube kaum, dass der für die ganz Kleinen passen wird. Wir konnten wie gesagt Kinderwagen und Babyschale im Flugzeug problemlos mitnehmen. Solltet ihr eure Schale dann nicht brauchen, könnt ihr die bestimmt während der Reise bei der Vermietstation unterstellen.

    Gute Reise, bin gespannt was ihr berichtet!

    Svenja

  5. Kristina sagt:

    Hi Svenja,

    ach herjeh, ich bin ja so froh, dass es noch solche Leute gibt, die eine Camper-Tour machen. Ich dachte schon, wir wären die einzigen!!! Wir fahren Mitte Mai für 2 Wochen mit dem Camper durch Kanada. Unser Sohn ist bis dahin fast 1 Jahr. Über den Kindersitz hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht: hält denn ein Tischsitz an dem Tisch im Camper? Der ist ja eigentlich nur auf einem Bein in der Mitte befestigt…
    Wir haben bei Fraserway einen Kindersitz mitgemietet, allerdings weiß ich nicht so genau, ob der nicht für ältere Kinder ist….
    Wir haben einen Truckcamper mit Slideout-Bett gemietet. D.h. das Bett kann man rausfahren. Da soll der Kleine eigentlich schlafen. Die Idee, mit Pappkartons eine Art Barriere zu bauen finde ich echt gut. Da müssen wir vor Ort kreativ werden….

    LG, Kristina

  6. Kati sagt:

    Hallo Svenja,
    vielen lieben Dank für den Tipp mit dem Klappsitz, werden wir bestimmt anschaffen!
    Ich bin gerade bei der Reiseplanung und freu mich jetzt wirklich sehr auf die Reise.
    LG
    Kati

  7. Svenja sagt:

    Hallo Kati,

    ihr findet bestimmt eine Lösung für die Sitze. Ich kann dazu so pauschal leider gar nichts sagen, da ihr vielleicht ein ganz anderes Fahrzeug habt als wir. Das kommt ja neben dem Vermieter auch noch auf das Modell an. Fragt doch kurz vor Eurer Reise noch einmal beim Vermieter nach, vielleicht kann der Euch dann schon genau sagen, welches Fahrzeug ihr bekommt und ob es Dreipunktgurte im Wohnbereich gibt. Wie gesagt, Moturis hat ja sogar Mietkindersitze im Programm, die müssen ja auch irgendwie festgemacht werden.

    Ein Tipp vielleicht noch für Leute, die mit einem Baby oder Kleinkind bis 15 Kilo reisen wollen. Wir haben einen klappbaren Tischsitz (in unserem Fall von Chicco ca. 30 Euro) dabei gehabt, den man an jedem beliebigen Tisch festschrauben kann. Den haben wir sowohl im Camper in der Essecke benutzt, als auch draußen auf den Campgrounds und Picknickplätzen an den vorhandenen Tischen festgemacht. Das war super. Joni saß dort immer sicher und konnte trotzdem überall dabei sein.

    Euch allen gute Reise und vor allem auch viel Spaß!

    Svenja

  8. Kati sagt:

    Hallo Svenja,
    ich habe gerade interessiert Deinen Beitrag gelesen. Wir fahren im Mai für vier Wochen in den Südwesten der USA, unsere Kinder sind dann 12 Monate und 3.5 Jahre alt. Wir wollen vor Ort günstige Kindersitze kaufen, und ich möchte diese hinten montieren und nicht vorne. Funktioniert das Deiner Meinung nach mit dem Beckengurt? Wir brauchen ja keine Babyschale mehr, sondern einen Sitz für 1-3 jährige und einen Sitz ab 15 kg für die „große“ Tochter.
    Deine Tipps für die Bettenkonstruktion waren auch sehr hilftreich, danke!
    Grüße
    Kati

  9. Nadine sagt:

    DANKE für euren schönen Bericht und die tollen Tipps!
    Wir haben vor wenigen Tagen auch unseren „ersten Familienurlaub“ gebucht – 6 Wochen mit dem RV durch den Südwesten der USA, mit dabei unser dann fast einjähriger Sohn.
    Da helfen uns eure Erfahrungen natürlich sehr weiter.

  10. Jutta sagt:

    Hallo Svenja,

    viiiiiiiielen Dank für die Tips. Das ist ja wirklich nett und hilft schon sehr viel weiter, denn wir kennen niemanden, der eine solche Reise mit Kleinkind gemacht hat.

    Ich bin gespannt auf Eure weiteren Blogbeiträge.

    Euch ein schönes Weihnachtsfest und guten Rutsch. Jutta

  11. Svenja sagt:

    Hallo Jutta,

    ja, wir hatten die Babyschale dabei. Es gibt Airlines, wie in unserem Fall British Airways, die nehmen kostenlos einen Kinderwagen und einen Autositz für das Baby mit. Andere Airlines hingegen nur entweder oder. Die Info dazu findest Du bei den Gepäckbestimmungen der jeweiligen Airline. Wir haben uns u.a. deswegen für British Airways entschieden. Der andere Grund war die gute Flugzeit in der normalen Schlafenszeit unseres Sohnes und des Direktflugs ab London.

    Es gibt in den USA zur Zeit nur einen Wohnmobilvermieter der auch Kindersitze mit vermietet. Das ist Moturis (www.canusa.de/moturis). Da bist Du dann auf der sicheren Seite, dass der Sitz auch in euren Camper passt. Eine Alternative für längere Touren wäre eventuell auch vor Ort einen Sitz zu kaufen…

    Meine Kollegin meinte übrigens auch, dass man einen Kindersitz (nicht jedoch die Babyschale) problemlos vorn auf dem Beifahrersitz montieren kann. Das ist wohl auch erlaubt und somit eine sichere Variante.

    Wegen der Betten würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Hinten im Doppelbett kann der Kleine ja auf jeden Fall (mit) schlafen. Wenn ihr einen Camper mit Alkoven über der Fahrerkabine habt, findet er es bestimmt auch dort toll. Das ist aber tatsächlich nur mit Bettgitter machbar, was man sich dann mitbringen oder selber basteln müsste.
    Ich habe auch schon von Freunden gehört, die ein Kinderbett mitgebracht und auf das umgebaute Bett in der Essecke gestellt haben. Da ist im Camper auf jeden Fall Platz dafür. Ich finde eben nur, dass man sich dann selber so einschränken muss in seiner Abendgestaltung, wenn das schlafende Kind die Sitzecke blockiert.

    Wenn ihr bei CANUSA jemanden sucht, der sich mit Reisen mit Kindern auskennt, dann fragt am besten nach Kirstin Denicke im Büro Hamburg (bis 15 Uhr). Sie ist selber mit ihrer Tochter schon häufiger mit dem Camper unterwegs gewesen und weiß dort gut Bescheid.

    Viel Spaß bei der Planung!

    VG,
    Svenja

  12. Jutta sagt:

    Hallo!

    Oh toll, dass Ihr diese Reise gemacht habt. Ich würde auch gern mehr lesen/erfahren!!

    Wir wollen evtl. nächsten Sommer mit unserem Sohn eine Wohnmobilreise machen; er wäre dann aber schon 2 1/2. Ich hatte eigentlich gedacht, dass man bei Canusa mal jemanden erwischt, der sich damit auskennt…. !?

    Hattet Ihr den Kindersitz, also in Eurem Fall die Babyschale dabei? Wisst Ihr, ob man einen Kindersitz mitbuchen kann? Schlafen müsste er mit 2 1/2 eigentlich schon in einem großen Bett können. Evtl. macht es dann Sinn, eine Bettsicherung gegen das Herausfallen mitzunehmen!??

    Also wie gesagt, wenn Ihr noch Tipps habt, würde ich mich freuen, mehr von Euch zu lesen.

    VG Jutta

  13. Svenja sagt:

    Hallo Carmen,
    ja, macht das auf jeden Fall. Uns hat der Urlaub super gefallen. Der Camper war nach ein paar Tagen schon wie ein zweites Zuhause für den Kleinen und für uns war es auch total entspannt, da man immer alles zur Hand hatte.

    Du kannst mich gern fragen, wenn Du noch etwas Spezielles wissen möchtest. Ich kann Dir dann auch gerne mailen, wenn`s zu detailliert wird.

    Generell würde ich sagen, nehmt lieber ein größeres Fahrzeug als einen Van, denn man schleppt mit Kind ja doch immer mehr mit und hat sonst schnell das totale Chaos an Bord 😉

    Viele Grüße,
    Svenja

  14. Carmen sagt:

    hi ich würde gerne mehr drüber wissen…wir wollten auch im nächsten Jahr eine Tour machen…mit wohnmobil- oder nem Van…wäre nett wenn ihr euch mal melden würdet.
    LG
    carmen

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